verschiedene Begegnungen

 

Begegnungen mit Jesus

Jesus lebt – mitten unter uns



Weihnachtsbesuch


Heilig Abend in einer deutschen Millionenstadt, 1977: Unsere kleine, junge Familie (34, 33, 3 und 1/2 Jahre) hatte gerade den Weihnachtsbraten verspeist, als es gegen 17 Uhr klingelte. Meine Frau kam zurück und sagte: „Draußen steht einer der will was zu essen.“ Ich sagte: „Lass ihn rein, wir haben noch Reste.“ Sie: “Nein, ich habe Angst um unsere jüngste Tochter“. Schließlich ließ ich den Mann in den Hausflur und in die Wohnküche.

Alter etwa 33, mittlere kräftige Statur, gemütliches, gutmütiges Aussehen, aufmerksame, aber liebe Augen, nichts Auffälliges sonst, grauer langer Mantel, schmale leere Aktentasche, sonst kein Gepäck, keine „Fahne“, zurückhaltend, fast scheu. Ich bot ihm meinen Platz am Küchentisch an und setzte mich zu seinen Füßen auf einen kleinen Hocker, ihn nicht aus den Augen lassend.

Er aß still und ich fragte ihn gelegentlich aus: Woher er komme? Aus der Gegend von Paderborn (Vermutlich katholisch?). Wohin er so spät noch gehe? Wusste er nicht, war aber guter Dinge und distanzierte sich als Landstreicher klar von den Stadtstreichern, mit denen er nichts zu tun habe. Beruf? Zimmermann. Arbeit? Keine.

Inzwischen stiegen mir Gedanken auf: Lassen wir ihn bei der Bescherung der Kinder zusehen? Lassen wir ihn bei uns schlafen? Ich wusste, meine Frau war dagegen und ging dem Thema aus dem Wege. Wir hatten damals weder eine Bibel im Haus noch neuere Offenbarungen. Wir waren etwas gläubig, aber lau und unwissend.

Bei der Verabschiedung eine Stunde später hatte ich ein sehr schlechtes Gewissen. Ich spürte: Die Bescherung hätte ihm Tränen in die Augen getrieben. Nun denn: Ich bot ihm eine Flasche Bier und eine Zigarre für „seinen Heiligen Abend“ an. Die Zigarre hat er abgelehnt. Die leere Aktentasche hat mich denn doch sehr stutzig gemacht. Überhaupt der ganze Mann in seiner ruhigen, zuversichtlichen Art. Wir gaben uns die Hand und er war draußen in der Stillen Nacht. Ich habe kein Wort, keine Geste, keinen Blick vergessen. Es war alles sehr merk-würdig, ohne dass ich wusste warum.

Dieses Licht ging mir aber erst 16 Jahre später auf. Ich habe 14 Jahre nach dieser Begegnung durch „Zufall“ die Neuoffenbarung kennen gelernt und war aus Bibeltreue für weitere 14 Jahre einer bibelfesten Sekte beigetreten (Ich wollte für Gott kämpfen). Meine Frau verließ mich daraufhin – nach 23 Ehejahren. Aber ich hatte ja jetzt IHN. PiT





Der „Engländerplatz“


1993 war ich mal wieder mit dem Rennrad in einem waldreichen deutschen Mittelgebirge unterwegs, als mich die Neugier anwandelte, doch endlich mal in das kleine Seitentälchen abzubiegen, an dem ich sonst immer vorbeifuhr. Zunächst Asphalt, dann Sand, und auf einer einsamen Waldlichtung blieb ich mit den Rädern stecken – im angeblich „größten geschlossenen Waldgebiet Deutschlands“.

Eher plötzlich stand neben mir ein Gentleman, zehn Meter von mir entfernt, genauso deplaziert wie ich. Ich wunderte mich über seine Bürokleidung, keine Wanderkleidung, kein Rucksack. Wie einer, der sich in London nach dem Weg erkundigt. Der Mann, etwa 35 Jahre, sprach nur englisch, nicht amerikanisch, nicht deutsch. Sehr merk-würdig. Wieder so ein verrückter Engländer, die man in der ganzen Welt auf den un-möglichsten Plätzen antrifft, dachte ich als erstes.

Wir plauderten über Wetter, Landschaft und unsere Wege. Er wollte in einen Ort, den ich zwar kannte, dessen Richtung ich angeben konnte, der aber etwa 15 km über Berg und Tal entfernt war. Ich bewunderte seinen Mut und seine Ausdauer: Typisch Engländer eben. Merkwürdigerweise hatte ich keinerlei Sprachprobleme, denn ich hatte nur zwei Schuljahre englisch. Wir verabschiedeten uns höflich auf zehn Meter Entfernung – ohne Handschlag. „Das war kein normaler Engländer“, dachte ich mir so, sprach auch über die Jahre mit niemandem darüber – wozu auch?

Diese mysteriöse Begegnung – nicht gerade mit Auffälligkeiten, aber eben doch Ungereimtheiten die stutzig machen – war nur ein Vorspiel. Ich glaubte zu diesem Zeitpunkt noch nicht an eine Begegnung mit Jesus Christus. Aber auch sie prägte sich ungewöhnlich lange ins Gedächtnis ein und hatte ein Nachspiel.


Der schwarze Labrador


Das Nachspiel: Acht Jahre später war ich – unbeabsichtigt – Besitzer eines Ferienhäuschens in genau diesem Wald – 70 km von meinem Wohnort entfernt, acht km vom „Engländerplatz“. Der Weg zu diesem Haus wurde mir auf wunderbare Weise von Jesus geebnet, es war Sein Geschenk für mich persönlich für meine große Liebe zu Ihm – und auch um mein allzu Weltliches zu vergessen – und sollte später als drittes für mein Überleben als Arbeitsloser dienen.

Dann, am Heiligen Abend 2002, hatte ich die Eingebung: Suche doch mal den „Engländerplatz“ im Wald, an dem ich acht Jahre zuvor gestanden hatte. Schneetreiben konnte mich nicht abhalten. Ich fand die Lichtung tatsächlich wieder, gedachte des „mysteriösen Engländers“, den ich inzwischen aufgrund weiterer Begegnungen als Vater Jesus identifiziert hatte.

Aus einer nahegelegenen, komfortablen Baracke stieg Rauch auf, und ein schwarzer Labrador saß auf dem verschneiten Waldweg vor dem eingezäunten Grundstück. Er folgte mir auf den Fersen, ließ sich durch nichts abschütteln. Ich brachte ihn zu dem einsamen Haus zurück und bat die Frau, ihren Hund festzuhalten. Sie verneinte den Besitz des Hundes. Schließlich ließ sie sich überreden, den Hund festzuhalten, ich würde zu Hause den Förster benachrichtigen. Die Frau lebte hier seit genau acht Jahren allein im Wald – seit genau dem Jahr, als mir an gleicher Stelle der „Engländer“ begegnet war. Am nächsten Tag, dem 2. Weihnachtstag, als ich einen Besuch abstattete, war der Hund zwar weg, aber ich hatte eine begeisterte Leserin der Neuoffenbarung (NO) gewonnen (Der Hund war also nur ein Werkzeug Gottes). Sie nahm die NO auf wie ein ausgetrockneter Schwamm und ist zusammen mit ihren beiden Töchtern auf Anhieb eine Nachfolgerin Jesu geworden.

Die NO kommt also in den entlegendsten Waldwinkel, wenn es der Wille des Vaters ist – auch wenn darüber ein paar Jahre mit merkwürdigen Umständen vergehen sollten. Der mysteriöse „Engländer“ und der schwarze Labrador waren eindeutig Führungen Gottes – was einem natürlich oft erst später voll bewusst wird – aber um das zu erkennen braucht es keinen „Holzhammer“. Der Labrador wurde am nächsten Tag über das Lokalradio gesucht. Er stammte von einem Weihnachtsgast aus weiter Ferne, der den Gastgebern im sechs Kilometer entfernten Nachbardorf davonlaufen sollte. PiT




Seltsamer Bergfreund


1994 hatte ich die erste bewusste persönliche Begegnung mit dem Herrn – also nicht erst in der Rückerinnerung. Ich kannte inzwischen die „Haushaltung Gottes“, einige Bände des „Großen Evangelium Johannes“ sowie kleinere Schriften und war auf meinen Vater aufmerksam geworden, sozusagen wachsam und stets einer Begegnung gewahr (Heute begegne ich Ihm nicht mehr, inzwischen hat Er in mir Wohnung genommen. Das ist für uns beide praktischer und effizienter).

Ort der Begegnung: Die Privathütte eines Alpenvereins in Osttirol auf über 2000 m Höhe, zwischen Großglockner und der Venedigergruppe, wo ich mit zwei Freunden eine Woche Wanderferien machte. Als ich ein altes, gerahmtes Gedicht an der Wand abschrieb, das die Schönheit der Schöpfung Gottes zum Inhalt hatte, wurde ich leicht verspottet. Ich hoffte, sie würden es nicht merken.

Des andern Tages ergab es sich, dass unser Weinvorrat zu Ende war. Ich stieg 600 Meter ins Tal zum parkenden Auto, holte ein paar Flaschen nach oben (Alle Lebensmittel mussten diesen Weg im Rucksack zurücklegen, außer Luft und Wasser). Unterwegs folgte mir im steinigen Gelände eine Schafherde nach oben, was mich sehr anrührte. Beim Eintritt in die Hütte sagte mein Freund: „Heute Abend haben wir einen Gast bekommen.“ Ich besah den Neuankömmling – auf Privathütten nimmt man nur Notfälle auf: Hager, groß, einfach, schlicht, ruhig, schüchtern, wortkarg, etwa um die 40 Jahre alt. Ein typischer Einzelgänger, wie sie früher öfter vorkamen – dachte ich. Auf den zweiten Blick stutzte ich aber: Kaum Gepäck, ungewöhnlich leichte Kleidung, angeblich aus der Hannoveraner Gegend, ledig – und auf Höhentour? Es lag noch Altschnee und wir gingen mit Steigeisen. Die Hütte war übers Jahr selten geöffnet, weit und breit keine zweite! Wir saßen zu dritt am Tisch, aßen Knoblauch-Spagetti und tranken Rotwein – Er ließ den Wein stehen.

Mich überkam eine innere Ehrfurcht, die ich vor meinen beiden Bergfreunden zu verbergen suchte, und bewirtete Ihn bewusst als meinen geliebten Herrn. Er saß endlich einmal sichtbar nehmen mir, wir speisten miteinander und wir sprachen mit der inneren Stimme miteinander (Seit Er in mir wohnt ist das selbstverständlich geworden – und wir brauchen uns nicht mehr zu sehen. Bei jedem Speisengebet lade ich Ihn seither ein, neben mir Platz zu nehmen).

Wir hatten 15 freie Betten unter dem Dach. Der „Fremde“ bestand aber darauf, die Nacht im Notlager zu verbringen – eine Art Ziegenstall ohne Licht und mit wenig Decken. Ich brachte Ihm noch eine Kerze und Decken hinaus. Er wollte früh aufbrechen. Als wir frühstückten war Er schon verschwunden, hatte Kerze und Decken nicht benutzt. Ich schrieb Ihm später einen Brief, der unbeantwortet blieb. Die Anschrift habe ich gelöscht.

Nach elf Jahren sagte ich eher beiläufig zu einem der beiden Bergfreunde von damals, der sich ein wenig für die Bibel interessiert: „Jesus hat dir auch schon mal die Hand gegeben.“ Seine Antwort war verblüffend: „Ich weiß, damals in M.“ Wir beide hatten nie darüber gesprochen. PiT







Der enge Aussichtsturm


1995 bestieg ich mit meiner frisch angetrauten, gläubigen Frau einen steinernen Aussichtsturm im deutschen Mittelgebirge. Mittagszeit, schöne Aussicht, eine enge lange Steintreppe führte außen nach oben in einen kleinen Aussichtsring von etwa einem Meter Durchmesser. Mehr als drei Leute passten da nicht rein. Wie gewöhnlich keinen Menschen im Wald getroffen.

Als wir oben ankamen, folgte uns plötzlich und unbemerkt ein Mann, den wir vorher nicht gesehen haben. Wir waren beide überrascht, fast ein wenig erschrocken. War doch die Umgebung des Turmes unmittelbar vorher menschenleer.

Nun gut, wir standen zu dritt auf engstem Raum, sahen uns gegenseitig an und redeten miteinander sehr freundlich. Der Mann sah nicht wie ein Wanderer aus, auch nicht wie ein Einheimischer, sprach ohne Dialekt. Er war blond, kräftig, um die 35 Jahre, freundlich und Vertrauen erweckend. Er mache öfters einen Spaziergang in der Mittagspause und arbeitet zehn Kilometer weiter weg. Kann alles sein – oder auch nicht sein, dachte ich mir damals. Hier gibt es eigentlich nur Winzer, die mittags nicht auf den Gedanken kämen, auf diesen Berg zu gehen. Man trifft hier Menschen fast nur am Wochenende an, mit Rucksack und Brotzeit drin.

Das plötzliche Auftauchen aus dem Nichts, Sprache, Stimme, Augen, Bekleidung und das mysteriöse an der Begegnung ließen uns beide unabhängig voneinander sofort an Vater Jesus denken. Ich habe mich nicht getraut, Ihn darauf anzusprechen. Wir waren damals sehr verliebt und wussten unabhängig voneinander, dass Er unsere junge Ehe mit fünf eingebrachten Kindern segnen wollte. PiT




Waldschrat in Liechtenstein


Alleine in den Liechtensteiner Alpen bei Malbun: 2002, eine Nachmittags-Höhenwanderung über leichte 2000er. Hatte in den letzten 25 Jahren fünf Jesusbegegnungen bewusst erlebt, zwei davon leider erst rückblickend als solche erkannt – ähnlich wie die Jünger des auferstandenen Herrn auf dem Weg nach Emmaus: „Ihre Augen wurden davon abgehalten, Ihn zu erkennen“ (Luk. 24,16).

Bevor ich die Pfälzer Hütte betrat, musste ich an einem auffällig urigen, alten Waldschrat vorbei, der links von der Hüttentür am Eingang saß und etwas verspeiste. Die Hütte war leer, alle hielten sich draußen im Freien auf, die Wirtin telefonierte hinten in der Küche und mein Durst war groß. Etwas angesäuert verließ ich den leeren Gastraum und kehrte mich zum Abstieg – dann eben ohne die ersehnte Erfrischung.

Während ich vor der Hütte noch ein Murmeltier fotografierte, sprach mich urplötzlich von hinten ein alter Mann im wildesten Dialekt an, ihm schienen auch ein paar Zähne zu fehlen, was man durch den wilden Bart gerade noch so sehen konnte. Ich erkannte sofort den Waldschrat vom Hütteneingang.

Ich erschrak etwas, denn seine sich nähernden Schritte auf dem Kiesweg konnte ich nicht vernehmen. Er sagte zu mir: „In den Bergen soll man sich Zeit lassen.“ Woher wusste er, dass ich etwas trinken wollte und nichts bekommen hatte? Er saß draußen, ich war drin? Dabei funkelten mich seine schmalen Augen wie Diamanten hart und leuchtend an, ein Blick aus den buschigen Augenbrauen, den man nicht vergisst. Es ergab sich kein weiteres Gespräch – ich verstand ihn auch nur mit Mühe. Während des gesamten Abstieges ging er den breiten Zubringerweg etwa 100 Meter vor mir her. Ich konnte ihn gut sehen – wir waren die einzigen Menschen in dem kahlen Gelände – und freute mich darüber, dass unser Vater vor mir herging und ich wie ein Schaf ihm folgen durfte. Der vermeintliche Waldschrat war für sein Alter sehr schnell, ich konnte Ihn nicht einholen. Im Herzen war ich mit Ihm verbunden. An der Stelle dann, wo ich den breiten Fahrweg verlassen musste blieb Er stehen, blickte eine Weile demonstrativ zu mir hinauf und setzte Seinen Weg fort, bevor ich Ihn erreichen konnte.

Im Jahr darauf habe ich die gleiche Tour wiederholt, immer Ausschau gehalten, bin unserem Vater aber nicht begegnet. Oder doch? Dann wüsste ich es heute, denn Er begegnet keinem Seiner Kinder, ohne eine Spur im Gedächtnis zu hinterlassen. Früher oder später wird man darauf stoßen. Trotzdem bleibt es eine Suche im Äußerlichen. In dem Er Wohnung genommen hat – muss der den Vater noch im Außen suchen? Wer mit Ihm früh aufsteht und abends schlafen geht – muss Er sich dem noch äußerlich zeigen? PiT





Der Expeditionshelfer


An einem Spätsommertag 1984 saß ich allein auf zwei Autoreifen an einer mir unbekannten Landstraße zwischen Catania und Nikosia mitten in Sizilien. Die 17 Expeditionsteilnehmer haben mich zurückgelassen, weil meine Zehen am vierten Tag von den Strapazen blutig waren, mein Körper erschöpft. Es war abgemacht, dass kein Teilnehmer Geld, Zelt, Krankenschein, Schlafsack und Rückflugticket dabei hatte. Ich bin weiblich, war 42 Jahre alt und hatte noch nie einen Berg bestiegen. Mein Italienisch war gleich null, mein einziger Besitz war mein Gottvertrauen, das ich als Jugendliche bei den „Entschiedenen Christen“ (EC) gewonnen hatte. Meine Situation war mehr als desolat. Jesus war mir bis dahin bewusst noch nicht begegnet – auch nicht in mir selbst.

Ich saß noch keine fünf Minuten, die Gruppe entschwand meinen Blicken, als ein Feldarbeiter von seinem Feld auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf mich zukam, den ich vorher nicht gesehen hatte. Wir verständigten uns mit den Augen. Daraufhin zog er aus seiner Jackentasche Weißbrot und Wurst, und wir aßen zusammen. Irgendwie hat er verstanden, dass ich zu meiner Gruppe zurück wollte, lud mich in sein Auto und fuhr der Gruppe hinterher. Wir trafen sie auf einem Bauernhof wieder. Der freundliche Helfer verabschiedete sich von mir.

Die Trennung von der Expedition war jetzt beschlossene Sache. Die Teilnehmer gingen weiter, ich blieb endgültig alleine zurück. Von nun an geschah ein Wunder nach dem anderen. Just vor dem einsamen Bauernhof war eine Bushaltestelle, nach 15 Minuten kam ein Bus, der Schaffner konnte deutsch. Ich erklärte ihm meine Lage. Der Schaffner ließ mich kostenlos mitfahren, hatte am Zielort Feierabend und brachte mich mit seinem Auto ins Krankenhaus in Nikosia. Den Ärzten erklärte er meine Situation. Daraufhin wurde ich ohne Krankenschein unentgeltlich elf Tage lang auf das Liebevollste gepflegt und versorgt. Eine Bettnachbarin besorgte mir Nachtwäsche, Toilettenartikel. Eine Schwester begleitete mich im Sammeltaxi etwa 100 km bis Catania zum Flughafen, wo ich wieder auf meine Expeditionsgruppe stieß, der auch ein deutsches Arztehepaar angehörte.

Ich hatte während dieser Tage viele Begegnungen mit Menschen. In einem jeden hätte Jesus verborgen gewesen sein können. Ich wurde nach der tiefen menschlichen Enttäuschung meiner deutschen Expeditionsgruppe wie auf Engelsflügeln getragen von Menschen, in deren Land ich Gast sein durfte und gesundet bin.

Erst viele Jahre später – fest im Glauben und in Kenntnis der NO – ging mir das Licht auf, dass ich Jesus begegnet war im Landwirt, im Schaffner, im Arzt, und dass Er mir segensreich die Wege geebnet hatte mit Menschen, die menschlich mit mir umgingen. In ihnen war Jesus auferstanden. H.

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