Straßendienst‎ > ‎

Vorwort zum Straßendienst

  1. Nun zielen die Handlungen Meiner Kinder letztlich daraufhin ab, daß sie an sich selbst die Wahrheit Meiner Gebote erleben, daß sie selbst wahrhaftig und damit auch ewig-lebendig werden, daß sie aus der Sinnlichkeit des Fleisches in die Auferstehung des Geistes gelangen und daß sie dabei auch dem Nächsten helfen, Mich zu finden, denn das ist der wahre Dienst der Liebe.

  2. Unternehmungen, wie der oben genannte Dienst, sind kleine, aber umso wichtigere Stufen auf dem Weg hin zur nötigen Wiedergeburt des Geistes, will die Menschheit teilhaben an den Labungen aus dem Himmel, will sie den Moses in ihren Reihen erkennen, will sie das gelobte Reich hier auf Erden sehen, und mehr noch als Moses, will sie am gelobten Reich des Himmels hier schon auf Erden teilhaben. Derjenige, der die Seinen bis an das Reich heranführt, kann auch immer wieder ein Mensch in seinen guten Absichten sein, doch derjenige Führer, der die Seinen bis in das Reich hineinführt, dort wo der tausendjährige Friede die Seele erwartet, kann und werde nur immer Ich selbst als der einzige Geist eurer Seele, als das einzig Wahre und Gute eures Denkens und Fühlens und all den daraus entspringenden Handlungen sein, denn Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

  3. Wenn Meine Kinder auf dem Wege ihrer Vollendung hier auf Erden sich den Armen und Gebrochenen im Geiste annehmen, so werde Ich selbst der Heiler ihrer Seelen sein. Einmal, indem Ich Meinen Straßendienern im Herzen die Gewißheit verschaffe, daß sie sich selbst keine Sorgen mehr zu machen brauchen, denn Ich bin ein reicher Gott und guter Vater Meinen Kindern und zum Zweiten, daß Meine Kinder, - so sie es gelernt haben, sich endlich von der Umklammerung an sich selbst loszulassen und damit gleichfalls die Umklammerung am Nächsten unterbleibt, - dann auch schon die Wirkung Meiner selbstlosesten Geistliebe an ihren noch geistig Armen Geschwistern erleben, denn selig sind diese, so sie das Himmelreich in Mir erschauen dürfen, weil sie Mich in euch wahrnehmen und sich diese Seligkeit dann auch schon selbst erarbeiten.

  4. Ohne Beispiele gibt es keine Nachfolgenden und ohne Meine belebende Liebe gibt es keine Beispiele und die Nachfolge beschränkt sich dann einzig darauf, mit der sinnlichen Geschlechtsliebe die Notzeugung zu tun, damit wenigstens das Fortleben der Menschen gewährleistet ist, allerdings der Menschen, die doch noch viel mehr Ähnlichkeiten mit den Tieren aufweisen, als das sie sich als Mein Ebenbilde bezeichnen könnten. Das Tier verschafft sich die Befriedigung für sich selbst, doch der Mensch in seinem geistigen Erbe verschafft sich die Seligkeit aus Mir, wenn und weil er sich im Herzen mit den Nächsten verbunden hat, denn Meine Liebe ist eine reine und ewigwirkende Kraft, welche als Nächstenliebe die Herzen aller verbindet. Meine Liebe ist die Nächstenliebe, denn wäre es nicht also, so würde die Menschheit in ihrem Dasein tatsächlich auf die Stufe des Tiermenschen hinabsinken und würde den Aufstieg des Gottkindes zu Mir, Seinem göttlichen Vater, nicht mehr hinbekommen.

  5. An euch will Ich Meine Augen weiden und euch bekleiden mit der Demut feiner Zier, wenn ihr euch als Meine Kinder erweist und dadurch euren Nächsten beweist, daß in euch Mein Leben lebt. Doch erweist euch nicht als sture und hartherzige Verteiler Meines göttlichen Wortes, die ohne Nächstenliebe im Herzen nur mit der Kraft ihres Verstandes glauben, durch das Verteilen göttlicher Worte wäre schon ihrem Auftrage genüge getan und das gelobte Land wäre für sie nun erreichbar. Nein, Meine Kinder, solches tut sich nicht, wenn man als König all die Leiden der Menschen nicht wahrnimmt oder sogar vor ihnen davonläuft, denn die Königskrone wird noch allemal durch Leid und Dornen errungen und um wieviel mehr denn dann, wenn man ein Gotteskind sein will.

  6. Die Zeit auf dieser Erde ist wie eine Isolation des Geistes und dafür gibt es den Begriff der Höllen, denn diese zeichnen sich durch die Abwesenheit Meiner Liebe in den Herzen dieser Bewohner aus, doch die Zeit auf dieser Erde ist auch der Himmel, wenn im Gegenteile Meine Liebe in solchen Menschen lebt. Mögen sie auch vormals in der Hölle gewesen sein, so tut das nichts, denn Ich schaue allezeit nur auf ein liebegereinigtes Herz und bemesse nicht die Sünden vorher, denn wäre Ich so, so würde niemand außer Mir zu leben imstande sein.

  7. Wessen Sünden beendet sind, der gehe hinaus – nicht mehr um zu sündigen, sondern um mit seinem Leben für Mein Leben einzustehen. Und wer hinausgeht, der gehe auf die Straßen dieser Welt, denn dort komme Ich euch und den armen Weltkindern entgegen: Euch zur Bestätigung eurer Liebe und den anderen zur Bestätigung Meiner Wahrhaftigkeit und wenn ihr also Mich wahrhaftig in all der Liebe bestätigt, die sich in eurem Herzen kundtut, dann seid ihr selig und rein, dann seid ihr auferstanden vom Tod und der Isolation des Geistes.

  8. Amen.