Gefrorene Zeit

 

Montag, 11. Mai 2009 9.30 Uhr M

Gefrorene Zeit

  1. Es ist richtig, daß ihr Mich, d.h. die göttliche und befreiende Liebe, in euren Vorstellungen halten müßt, in der Vergangenheit und in euren künftigen Überlegungen, aber vor allem solltet ihr Mich in eure gegenwärtige Situation miteinbeziehen, und das bedeutet: die Überwindung dieser Vorstellungen bis hin zur Bewußtwerdung Meiner Gegenwart in und bei euch, so daß zwischen Mir und euch nichts mehr steht (Keine Verfehlungen und keine Verletzungen).

  2. Nun habe Ich allerdings deutlich gemacht, daß es ohne Meine Liebe kein Entkommen aus diesen Zeitformen gibt und ihr von daher keine handlungsfähige Gegenwart habt, sondern euch ständig überfordert fühlt. Aber eure Liebe zu Mir sollte auch dazu führen, daß ihr die Zeitspanne von der Vergangenheit zum Jetzterlebnis überbrücken könnt und daß ihr eben nicht das Gefühl habt, es würde reichen, Mich nur dem Namen und den Erzählungen nach zu kennen und euch dann scheut, euch noch tiefer mit Mir zu befassen. Dann kann Ich euch als gütiger Vater nicht helfen, denn dann habt ihr zu Mir diese Beziehung noch nicht hergestellt, und es ist so, als wenn jemand eine Reise tut und etwas erzählt, was er tatsächlich erlebt hat, doch ihr seid nur Zuhörer und euch gehört nichts, außer diese Vorstellung. Eure Liebe zu Mir sollte also die Brücke sein, damit ihr tatsächlich auch zu Mir gehört und Ich euch erhöre und es euch gehört.

  3. Allerdings wird euch das nicht in allen Situationen möglich sein, der Verletzungen eurer Seele wegen, denn wo es noch in der Seele schmerzt, da fallt ihr wieder in euer altes Verhaltensmuster von früher zurück und reagiert dann wie der alte Adam, die alte Eva oder wie der Lichtengel Luzifer - nach seinem Fall versteht sich - oder auch so, wie es euch eure Komiker1 vorführen. In solchen Erlebnissen hängt ihr in der Zeit fest, euer früheres Erlebnis ist oftmals ein Schockerlebnis und damit friert ihr gewissermaßen die Zeit ein, und je nach dem von damals bei euch ausgelösten Seelenschock spürt ihr entweder gar nichts und seid in eurem Gefühl noch taub - eben durch diese typische Schockwirkung - oder aber ihr empfindet einen großen Schmerz, den ihr sogleich betäuben wollt. Oftmals seid ihr noch in diesem Schockgefühl gefangen und könnt dann euer Herz oder eure Liebe nicht mehr deutlich wahrnehmen, denn mit jeder erneuten Verletzung wird das Herz desjenigen, den Ich luziferisch heiße, dann umso mehr verschlossen, und weil so kein bewußtes Liebesleben möglich ist, so fließt das Leben nur im Kopfbereich, die nötigen anderen Organe sind weitgehend ausgeschaltet, und die Gedanken werden und können zwar kurzfristig erwärmt werden, doch das Herz kann dann nicht mehr erreicht werden und bleibt kalt. Solch ein Leben ist statisch, und es fehlt ihm die lebendige Präsenz und Kraft in der Liebe.

  4. Ich weise hier mit deutlichen Worten auf diesen luziferischen Zustand Meiner, sich noch in ihrem Verstand befindlichen Kinder hin, denn Ich sehe ja ihren Seelenschmerz, und Ich weiß ja, daß und warum sie in ihrem Herzen noch taub sind, doch mit diesen deutlichen Worten will Ich sie nicht verletzen, sondern ihnen nur die Verwandtschaft mit Luzifer deutlich machen, damit sie wissen, wo und warum sie an sich arbeiten müssen, welche Arbeit jedoch bedeutet, daß sie mehr in die Demut kommen sollten. Es ist ihr damaliger Schockzustand noch immer nicht überwunden, und von daher flüchten sie in ihren Verstand, und zum anderen schmerzt es sie, wenn der Schockzustand gelöst wird - auch durch solche Worte - und ihnen ist kalt, und sie fühlen sich kraftlos, denn nun strömt alles aus dem Kopfbereich wieder in die übrigen Organe zurück, und der zentralisierte Zustand, wo ihr Gehirn die Oberherrschaft über den Körper erhielt, weicht allmählich wieder dem normalen Zustand des Fühlens und Mitfühlens, und das ist ungefähr so, als wenn ein Erfrierender wieder mit der Wärme zusammenkommt, weil die Blutgefäße sich öffnen, und es schmerzt, wenn die kalten Nerven mit der Wärme des Blutstroms in Berührung kommen. Dann muß man sehr behutsam sein, und wie man mit solchen tauben oder noch unter dem Seelenschmerz leidenden Kindern umgeht, habe Ich euch zur Genüge deutlich gemacht und im GEJ u.a. am Beispiele des Obersten Statar des Roklus und des Zorel gezeigt. Mit Geduld und Sanftmut löst man diese Verletzungen, doch vor allem muß man darauf achten, nicht den Standpunkt der vergebenden Liebe und dadurch Meine Gegenwart zu verlassen. Aber wie die Erfahrung bei den Erfrierenden zeigt, tut solch eine Behandlung trotzdem weh, denn die Seele des Betreffenden hat durch diesen Schockzustand ihre Arbeit in diesen Erfahrungsbereichen eingestellt und die Nervenimpulse erreichen nicht mehr die betreffenden Organe, bzw. Zellen, und diese schrumpfen dann zusammen, weil sie kaum noch angesprochen werden und weil das Gefühl der Liebe fehlt, welches die Nerven befähigt eine adäquate Versorgung zu leisten.

  5. Wenn allerdings der betreffende Mensch tagein tagaus über seine Verletzungen nachsinnt, so werden die Nervenstränge dann auch schon überfordert, und weil durch diese Überanstrengung die Nerven dann bloß liegen, so schmerzen sie sowieso schon und erst recht alles andere schmerzt, was nur im Entferntesten damit zu tun hat, und der Mensch fühlt sich elendig und schwach. Also entweder befindet er sich in diesem, noch sehr kalten Schockzustand seiner Seele oder aber er befindet sich im größten Seelenschmerz. Wo, bzw. wie auch immer solch ein Mensch sich befinden möge, eines ist deutlich, daß er sich nämlich im luziferischen Zustand befindet. Von daher wird es ihn immer schmerzen, völlig einerlei, wie deutlich oder undeutlich Ich oder ihr sprecht oder aber, er wird, als noch taub in seiner Liebe, es völlig regungslos über sich ergehen lassen. Darum braucht ihr auch nicht irritiert zu sein, wenn ihr von solchen noch sehr verletzten Kindern da eine sehr harte und barsche Reaktion erhaltet oder eben überhaupt keine, indem man euch also völlig ignoriert. Solche noch sehr verletzten Naturen denken ja allezeit, daß sie es richtig gemacht hätten, denn entweder fühlen sie durch ihren Eispanzer im Herzen nichts oder aber, so es anfängt zu tauen, so brüllen sie ihren Schmerz gegenüber den anderen heraus und geben gewisse Umstände oder aber auch schon dem Nächsten die Schuld daran und für diejenigen, die solchen dann zu nahe stehen oder treten, wird es ziemlich haarig werden.

  6. Luziferisch sein bedeutet, daß man vorwiegend nach außen schaut und sich von dort her verletzt fühlt, ohne wahrhaben zu wollen, daß man sich im Herzen selbst verletzt hat, daß man sich durch seine untaugliche Liebe zu Mir oder zum Nächsten also schon selbst verletzt hat.

  7. Und wenn sie nicht vor Schmerz brüllen und sich still leidend nach innen verkriechen, dann ist es umso schlimmer, denn tiefste Depressionen sind die Folgen, oder wenn es ihnen überhaupt nicht bewußt ist, daß sie verletzt sind oder wurden, so werden sie dadurch pure Stoiker und vertreten eine gottfeindliche und damit liebesfeindliche, sehr im Verstand fixierte Position, aus der Ich sie nur über viel Leid und Kummer erreichen kann, und ihnen geschieht, was z.B. den Indern, den Japanern oder den Chinesen geschah, deren Kultur durch die Engländer und später den Amerikanern gebrochen wurde. Andererseits versuchen es diese Kinder Luzifers aber auch, mit Engelszungen ihren kranken Standpunkt zu rechtfertigen und lassen dann keine andere Meinung als ihre eigene gelten. Jeder von euch, der von oben kommt, wird diesen Zustand kennen oder erkennen. Um euch aus diesem "gefrorenen Zustand" eurer Seelen zu befreien, brauchtet ihr Wärme in Form Meiner Liebe und in Form der Liebe eurer Nächsten, denn das Erlebnis, in welchem ihr verletzt wurdet, war noch immer in diesem gefrorenen Zustand der Zeit, der Lieblosigkeit, der Angst, der Kälte gefangen, bis ihr daraus freigeworden seid. Und so tut gerade die Heilung immer wieder weh, und ihr habt da auch viele diesbezügliche Erfahrungen mit und seid zwischen euren luziferischen Verletzungen und der Befreiung hin und her getaumelt, bis ihr in vielen Bereichen freigekommen seid, bis euer Eis zu schmelzen anfing.

  8. Und nun, wo ihr in eurer kranken Seele mehr oder weniger genesen seid, nun trefft ihr ebenfalls auf Luzifers Kinder, die euch auch euren früheren Zustand anzeigen oder viel schlimmer noch, die ein weitaus größeres Kaliber auffahren und sich von niemandem beirren lassen. Mein Philopold war so einer, und er war dermaßen verhärtet, daß es Meine persönliche Anwesenheit erforderte, damit er aus seiner luziferischen Traumwelt freikam, denn er hatte sich in seinem Realitätswahn von der Liebe verabschiedet und seine Realität war im Prinzip nur die tote Materie, in der er sich begründete. Zum Teil ist es auch so mit einigen von euch gewesen und mit jenen, die noch immer freiwillig das Joch des Gegners tragen und dessen gutmütige Ochsen oder auch dessen eigensinnige Esel sind. Wie oft komme Ich zu Meinen Kindern, unerkannt, die noch der Traumwelt und der Realitätsflucht von Luzifer anhängen! Ich komme persönlich und sie erkennen Mich nicht, oder Ich komme durch Knechte und Mägde und sie verurteilen diese, denn sie hängen noch immer in ihrer Zeit fest, und sie zeigen Mir und anderen noch immer die kalte Schulter und das kalte Herz. Diese kalten Kinder, sofern ihnen endlich zu kalt geworden ist, nimmt man in die Arme und läßt sie die Kraft der Liebe durch die darin liegende Wärme fühlen, man ist ihnen Vater oder Mutter. Aber vorerst müssen sie der Kraft der Liebe in der Sprache, der Stimme desjenigen erliegen, der sich ihnen zuwendet, und weil sich diese Kraft nur nach der Intensität der Liebe zu Mir richtet, so sollte Ich schon im gegenwärtigen Bewußtsein Meines Kindes verankert sein.

  9. Gerade, wenn der Schockzustand dieser gebrochenen Seelen gelöst wird, wenn die statische und fast schon leblose Natur des anderen sich verändert und ein Hauch von Liebe dessen Antlitz verziert, gerade dann sollte Mein Kind in der größten Liebe und Geduld extra für den anderen da sein, sollte seine Triebe im Zaum halten, denn der andere wird für einen kurzen Moment mit der Heiligkeit Meiner Liebe angesprochen und wird tief im Herzen berührt, und in diesem unschuldigen Zustand der kindlichen Liebe ist er wieder verletzlich, so ähnlich wie damals, doch diesmal darf und sollte er nicht verletzt werden, damit er endlich aus dem Gefängnis seiner Ichsucht, dem Gefängnis seiner gefrorenen Zeit und dem Kerker seines kalten Herzens befreit werden kann.

  10. Nun liegt es an euch, daß ihr eure luziferischen Zustände und auch all das Adamitische zur Seite stellt, um einen neuen Bruder oder eine neue Schwester in einer neu erblühenden Liebe nicht wieder mit dem Gift der Eigenliebe zu infizieren. Da müßt ihr äußerst sauber bleiben und nichts von einem unsinnigen Dual oder aber anderen Vorstellungen und Abhängigkeiten dürfen auftreten! Der damalige, diesen Bruder oder diese Schwester verletzende Moment steht wieder zur Disposition, und wenn ihr das in der gebührenden Liebe berücksichtigt, dann habt ihr auch den Luzifer in euch bezwungen und Heilung geschieht dem Nächsten. Doch bleibt ihr ebenfalls im alten Zustande hängen, dann werden euch und dem anderen nur wieder neue Verletzungen zugefügt.

Amen. Amen. Amen.






























1z.B. Mr. Bean