Wenn die Illusion zerplatzt

 

Freitag, 03.12.2010 23:16 Uhr M

Wenn die Illusion zerplatzt

Frage: Wie verhält es sich mit jenen, die sich doch ständig auf Dich berufen – und die letztlich ihr Kreuz mit dem Nächsten aber doch nicht tragen wollen?

  1. Wie verhält es sich mit den Menschen, die sich ständig auf Mich berufen, die dort auch Vorbild sein wollen und die dann doch nur ihr eigenes Süppchen kochen? Das ist eine gute Frage, und du kannst ja schon bei dir feststellen, was du alles in Demut und Geduld ertragen mußt, auch von deiner lieben Frau ertragen mußt, damit du eben nicht mit dem Gegner in dir anbandelst, sondern daß du auch tatsächlich Mich in deinem Herzen erreichst. Rein funktionell betrachtet soll es doch so sein, daß ihr Mich im Herzen inniglich fühlt und euch danach richtet, was aus Meinem Fünklein klein euch im Herzen groß berührt. Aus diesem positiven Pol heraus wird, wie dir bekannt, ja durch den Akt der Nächstenliebe Meiner Brautseele, d.h. also eurer nun wieder rein gewordenen Seele der Geist gebildet, und erst aus diesem Geist heraus kann man Mich wahrnehmen, und es werden sodann Handlungen daraus erfolgen, bei denen sich solch eine Seele gewiß ist, daß sie mit Mir in tatkräftiger Verbindung steht. Wäre dies nicht der Fall, so würde ja auch nichts gelingen, und alles wäre nur wieder eine Illusion.

  2. Nur der Geist in euch kann den Geist aus Mir wahrnehmen, und durch den Demutsakt der Kreuzestragung geschieht die Umwandlung des ehemals luziferischen Seelengewandes in dasjenige des Geistes, so daß ihr es also selbst in der Hand habt, ob und wie sich der Ablegergeist von Mir in eurem Herzen bildet. Ja, das ist dir bekannt, und das möchtest du auch unbedingt einhalten, und einiger Schwächen wegen fällst du allerdings auch noch aus diesem seligen Zustand dieser Mich über alles liebenden Seele heraus, aber du kennst diesen Zustand schon und willst und wirst ihn auch noch inniger erleben und besser umsetzen. Wie schon gesagt, rein funktionell betrachtet ist dies bei etlichen, die dem Weg des luziferischen Seelenmenschen folgen, leider noch nicht so, sondern dort wird weder das Kreuz erkannt, noch wird es akzeptiert, und im daraus sich ergebenden Aufbegehren gegen dieses Mein kleines Kreuzlein, was Ich diesen Menschen auferlege, fallen sie nur wieder in den negativen Teil ihres Herzens zurück und versuchen, daß dann andere Menschen ihnen das Kreuz abnehmen oder es zumindest stellvertretend für sie tragen, wenn sie nicht schon so weit in der Empörung stehen, daß sie rein gar nichts davon wissen wollen und dann also selbst mit Mir hadern. Und siehe, diese Ablehnung und das Hadern mit Mir ist bei solchen Geschwistern immer noch mehr als daß sie Mich über alles lieben und Mir also darin nachfolgen wollen, dann auch ihr Kreuzlein anzunehmen.

  3. Da trennt sich die Spreu vom Weizen, und so hast du auch erlebt wie sich auch in dieser gewissen Bewegung, die ja schon innerhalb Europas gebildet war, sich dann ebenfalls die Spreu vom Weizen getrennt hat und es nur sehr wenige sind, die dem Weg folgen wollen, den Ich euch ins Herz lege und es somit vermeiden, sich vom Lichtengel zum Drachen zu verwandeln und umgekehrt. Solange man nur den einen Balken sieht und ihn für den wesentlichen hält, solange steht man noch immer in der seelischen Versklavung dieser Verwandlung und ist dann auch nicht gescheiter als jene Freimaurer, Politiker, Kirchenfürsten etc., die vom Kreuz nichts wissen wollen und die in ihrer Selbstsucht und Selbstgefälligkeit sogar auf dieses Kreuz spucken und glauben, sie täten Mir damit einen Gefallen.

  4. Diejenigen, mit denen du seinerzeit verbunden warst, haben diesem Weg nicht folgen wollen und haben somit Meine Ordnung nicht akzeptiert und werden aus diesem, ihrer Eigenliebe zugehörigen Verhalten, welches sie nicht zügeln, dann auch sogleich von Luzifer gelockt und bezirzt und anschließend vom Kreuz niedergeworfen. Du erinnerst dich ja auch an Gesmas, der im Jenseits noch immer an sein Kreuz gefesselt war und diesem nicht entweichen konnte, trotz all seiner Bemühungen, und genau so ist es nun bei diesen Geschwistern. Ihr habt diese geschwisterliche Verbindung nicht mehr, denn sie haben ihr Herz nun doch sehr deutlich an die Güter dieser Welt geheftet und sich von euch gelöst, und somit sind sie noch mehr ans Kreuz gefesselt als wie dies ehedem in der Verbindung mit dir und euch gewesen ist. Das Kreuz ist das Symbol aller Leidenschaften von Körper und Seele und stellt die zwei gefallenen Zustände des Menschen dar, und wenn ein Mensch nicht in der genügenden Demut sich seinen Leidenschaften entgegenstellt und sie in Meiner Liebe niederringt, so werden diese Leidenschaften wie ein schwerstes Kreuz diese Seele wieder in die Materie drücken. Das Kreuz kann also nur mit Mir zusammen überwunden werden, denn Ich bin der alleinige Kreuzesträger, der alle eure Lasten trägt, um euch zu entlasten, wenn, ja wenn ihr auch tatsächlich dieses euer Kreuz auch annehmt. Ihr müßt doch auch euer Leben annehmen, das Ich euch geschenkt habe und es euch somit ermögliche, an Meinem Tische zu sitzen und zu herrschen über die Unendlichkeit. Und diese Unendlichkeit liegt allerdings in diesem kleinen Kreuzlein, weil nur dieses euch mit Mir wieder rückverbindet und bewirkt, daß ihr beim Tragen und Ertragen auch tatsächlich Meine göttliche Gnadenkraft der Liebe erhaltet, um an eurer Seele zu gesunden.

  5. Euer Leben ist somit in konzentriertester Form in ein Kreuz gegossen, und gerade deshalb habt ihr ja auch diese gewisse Form eines Kreuzes, wenn ihr eure Arme in der Liebe ausbreitet und euch öffnet. Was allerdings da einige mit ihrem Anhang tun, ist nicht mehr das, was Ich euch beigebracht habe. Sie sind leider gefallen, weil ihnen das Kreuz zu schwer erschien. Sicherlich sollt ihr euch gegenseitig helfen, aber das Kreuz insgesamt als euer inneres Leben, was ihr auch innerlich wieder aus dieser Materie lösen müßt, das muß auch jeder selbst wieder annehmen und muß dann alles akzeptieren, was auf ihn zukommt. Das ist doch Mein Erbe an euch. Oder kannst du sagen, daß Ich Mich vom Kreuz wegbewegt und es nicht angenommen hätte? Ich wußte doch sogar um alles, wußte genau um alle Leiden, und Mir stand doch, anders als euch schwachen Menschen, alle göttliche Gewalt zu Gebote, und dennoch habe Ich nicht dreingeschlagen, um dieses Kreuz zu vernichten, und deshalb dürft auch ihr nicht dreinschlagen. Wenn einige Geschwister von damals nun wie ein liebloser Droschkenkutscher auf seine Pferde einschlägt, dann auch auf andere Menschen einschlagen und glauben, dies sei aus dem Göttlichen von Mir so gewollt, dann frage Ich, wo Ich solches denn gelehrt haben sollte?

  6. Also haben sie sich wieder der luziferischen Gotteskraft bedient, um die Barmherzigkeit der Liebe in sich niederzuhalten, anstatt daß sie diesen Hochmut des illusionären Gottes in sich glichst klein und demütig halten, was durch eine uneigennützige Nächstenliebe auch jederzeit gelingen würde. Doch diese Nächstenliebe wird von ihnen nicht geleistet, sondern sie legen ihr Kreuz nur wieder anderen Menschen auf und binden diese wieder fester in die Materie. Von denen wird keiner aus dem Seelischen gelöst und ins Geistige überführt. Dort ist keine Brautseele tätig, und so ist die Frage zu stellen, mit wem solche Menschen eigentlich zu tun haben, die vorgeben, in ihren Worten und Taten von Mir höchstpersönlich angeleitet zu sein?

  7. Aus dem Gesagten geht ja deutlich hervor, daß man ohne Kreuz und Dornenkrone nicht zu Mir gelangt, und somit ist die Frage auch schon beantwortet, mit wem solche Menschen zu tun haben. Sie lassen sich noch immer von ihren Begierden leiten und nehmen aus diesem in ihnen noch vorherrschenden Trieb Verbindung mit dem negativen Pol in ihrer Seele auf, und dieser zeugt in ihnen durch die Eigenliebe und die darausfolgenden Sinnlichkeiten eben nicht das Geistige aus Mir, sondern sie zeugen in sich ein Reich der Illusion und der Dunkelheit. Die Eigenliebe, die zum Teil schon überwunden war, kehrt zurück und zeugt in der sinnlich luziferischen Begierde nur wieder den alten Tempel der Habsucht und des Hochmutes. Luzifer wird in ihnen auf den Thron gehoben, und der Jesus, den sie mit herzzerreißender Gebärde erflehen, bin nicht Ich, ist nicht Mein göttlich heiliges Wesen, denn sie haben nicht mit Mir zu tun, sondern das ist der Vater der Lüge. Oh, sie könnten durchaus mit Mir zu tun haben, aber diese Art der Demut und des Kreuztragens schmeckt ihnen nicht, und so betäuben sie sich mit allerhand Sinnlichkeiten und wenden sich ihrer Lust zu, doch tief im Herzen wissen sie auch darum, daß es nicht stimmt, was sie tun und daß alles nur eine Lüge ist, aber weil sie sich selbst im Herzen betrügen, so täuschen und betrügen sie nach außen hin auch die Menschen, und durch diesen Betrug fühlen sie sich nun doch wieder bestätigt und sehen, wie sie sich erfolgreich am Kreuz vorbei mogeln können. Doch der Krug geht solange zum Brunnen, bis er zerbricht, und solch eine Seele steht ja schon sehr sprunghaft und zerbrochen da, und es bedarf nicht mehr viel und die Lebenskraft, die sie in ihrer Seele tragen, wird nach außen fließen und verrinnen.

  8. Ja, Mein Kind, auch du hast dort vieles falsch gemacht. Du hast es nicht gewußt und hast in guter Absicht gehandelt, und allein deshalb bin Ich bei dir geblieben und habe dich wieder in den Zustand der Brautseele geführt. Du hast dein Kreuz angenommen, und das ist eben der Unterschied zwischen dir, euch und solchen. Mit der Annahme des Kreuzes hast du nicht nur dein Leben, sondern du hast darüber hinaus auch Mich angenommen. Das würde Ich gerne bei allen Menschen sehen und erleben ... aber das dauert und ist für jeden einzelnen individuell geprägt und verschieden. Allein euer Wille ist maßgeblich, und du hast es eben gewollt und hast dich in der Liebe zu Mir und der daraus erfolgenden Kraft und Zuwendung nicht so überhoben wie das die Genannten getan haben, die von früher Kindheit an vor ihrem Kreuz davongelaufen sind.

  9. Also wollet euch auch weiter nur mit Mir und dem Nächsten befassen, und wollet euch selbst nicht in dieser illusionären Eigenliebe trösten. Denn wenn diese Blase der Illusion zerplatzt und solche Menschen auf dem harten Boden der Tatsachen landen, dann ist viel Weh und Wehklagen. Aber das ist gut so, denn einmal muß die Illusion der Wirklichkeit weichen, und die Wirklichkeit, die bin Ich in euch und sonst niemand.

  10. Amen. Amen. Amen.

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