Vom Wesen der Industrie

 

Donnerstag, 18. November 2010   9:00 Uhr   M

Vom Wesen der Industrie

  1. Sind in eines Menschen Herzen einmal die Begierden erwacht, weil aus dem negativen Pol des größeren Herzkämmerleins sich die düsteren und die hochmütigen Empfindungen melden und dem Verstand mitteilen können, dann ist die fleißige Beschäftigung mit seinen aus diesen Begierden entstehenden Plänen und Projekten nicht mehr weit entfernt, und es bedarf da nicht mehr viel Anstoß, damit sich solch ein Mensch in der dunklen Kammer seines Herzens verliert. Der Gegenpol als Anreiz zum Guten, welcher aus dem positiven Kämmerlein kommend sich als göttlicher Lebensfunke kundtut, kann dann solchen negativ geladenen Pol nicht mehr erreichen und in seinem Charakter umstimmen, weil die beide Pole verbindende Kraft der reinen Nächstenliebe fehlt.

  2. Wird hingegen der negative Pol als eigentlicher Luziferpol im Herzen durch die Tatkraft der Liebe, welche aus der positiven Kammer kommend in einer ständigen Liebe hinausströmt, verwandelt und seinem Wesen nach mehr und mehr dem Geistkeimling zugeführt, so erwächst aus diesem ständigen Liebesfluß im Herzen eben der besagte Geistmensch, der mit der Zunahme an seiner Geistkraft dann auch schon die Abnahme der vormals luziferischen Seelensubstanz soweit bedingt, bis sich diese luziferische Seelensubstanz dem Geist in ihr vollkommen geöffnet hat, durch eben diese Öffnung sich auch völlig verwandelt hat und dann wieder wird, was es seiner eigentlichen Natur nach auch ist: die aus Meinem göttlichen Geist herausfließenden Emanationen, denen ihr als Mensch und Nachfolgende Meines Willens durch eure Liebe zu Mir und der daraufhin tätigen Nächstenliebe selbständig eine Form gegeben habt, in der diese göttlichen Emanationen wirken und sich für ewig bleibend kundtun.

  3. Also schafft ihr durch die Befolgung Meiner Liebesgebote schon selbst diese seelische Gestalt, in welcher sich euer Geist als Ausfluß und Ableger, respektive als Sohn Meines Geistes behaupten kann. Doch ohne geistige Befruchtung und ohne dieser ständigen, der geistigen Befruchtung Nahrung gebender uneigennütziger Nächstenliebe wird nichts in eurer seelischen Struktur verwandelt oder gezeugt. Solch ein menschliches Bewußtsein kann darum auch immer nur luziferisch bleiben, denn es hat ja noch nichts - aus dem göttlichen Lebensfunken als dem Urlebenskeim - angenommen und ausgebildet und verbraucht deshalb auch all seine Energien, die es für die Realisierung seiner luziferischen Träume und Vorhaben benötigt, entweder aus sich selbst, indem es seinen eigenen Körper schwächt oder aber es zieht diese Energien aus den ihn umgebenden Menschen heraus, was aber auch nicht besser ist.

  4. In einer jeglichen Ehe oder eheähnlichen Beziehung könnt ihr das sehr wohl beobachten, denn gerade diese in der Ehe miteinander verbundenen Menschen sollen es durch ihre Liebe zueinander einmal lernen, wie sie diese, sich selbst aussaugenden und gegenseitig krankmachenden Zustände vermeiden, und das vermögen sie auch, wenn sie diese beiden Liebesprinzipien der höchsten Gottesliebe mit jener der Nächstenliebe verbinden, denn erst dann wird im Herzen derjenige Geist gebildet, der als Geistmensch zunächst der Seele ist. Es findet dann keine Reduktion oder auch Degradierung der Seele statt, die sich wieder in den primitiveren sinnlich-sexuellen Zustand flüchtet und sich darob zum Drachen wandelt, sondern es findet die eigentliche Transmutation in den geistigen Menschen statt.

  5. Eheähnliche Verhältnisse ohne diese notwendige Pflicht, den Nächsten auch in allem ertragen zu wollen, sind von daher auch untaugliche Konstruktionen, denn beide Seiten können sich jederzeit trennen und unterliegen nicht diesem großen Druck der Veredelung zum geistigen Menschen, während gerade in einer Verbindung, die über den Tod hinausgeht - was ja die Bedeutung dieser Ehe ausmacht - sich überhaupt erst eine den Tod überwindende Beziehung ergeben kann, und dann bin Ich selbst schon sehr nahe all jenen, welche ihre Ehe auf dieses göttliche Prinzip der Liebe gestellt haben. Die Bildung eines Gottmenschen ist kein loses Spiel und wenn die Betreffenden, die in die Auswahl gelangt sind, dann ihre Gelegenheit nicht wahrnehmen und ihr Kreuz mit sich und ihrem Gefährten nicht annehmen und dafür lieber die Annehmlichkeiten des luziferischen Bewußtseins behalten wollen, dann haben sie es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie dieses hehre Ziel verfehlen und wenn sie noch nicht einmal all diese Annehmlichkeiten behalten können, denn der Tod folgt ja doch einem jeden nach und gibt ihm, was sich der Betreffende bis dahin erarbeitet hat.

  6. Wird jedoch solch eine überaus wichtige, allerdings auch anstrengende Demutsarbeit nicht durchgehalten, so flüchtet sich solch ein Mensch in alle möglichen Verhaltensweisen und schafft sich in seinen Träumen und dann auch in seiner Umgebung gewisse Scheinrealitäten und Simulationsmodelle und glaubt dann auch, mit solchen Simulationen könne er die eigentliche Gegenwart bemeistern. Wenn also der negative Herzenspol nicht durch die positive Lebenskraft geregelt und gezügelt wird, so entströmt weder eine Gottesliebe noch eine Nächstenliebe diesem Herzen, und somit bleibt es dann nur bei der Eigenliebe Luzifers, der sich für den Größten hält. Allerdings kann auch solch ein noch luziferisches Bewußtsein nicht verhehlen, daß ihm nicht viel gelingt, und deshalb nimmt es ja auch in seinen Phantasien und Tragträumereien Zuflucht.

  7. Die aus diesem negativen Herzenspol aufsteigenden Begierden erwärmen allerdings auch das Herz und entzünden dort aber mehr einen unwirklichen Schein, also mehr ein düsteres Glimmen, und wenn aus diesem Glimm- oder Scheinlicht des Herzens, welches der Eigenliebe entströmt, diese Eigenliebe sogar noch wächst, bis dann der Verstand ein wenig erhellt wird, dann ist das ungefähr so, als wenn beim hellsten Licht solcher negativer Eigenliebe sich der Vollmond bei Nacht zeigen würde, unter welchem Licht man zwar einiges erkennen kann, aber doch niemals das, was bei hellstem Sonnenschein zutage tritt.

  8. Im Licht der wahren Nächstenliebe allerdings, die deshalb wahr ist, weil sie aus der höchsten Gottesliebe geboren alsogleich aus einem Bewußtsein stammt, welches Mich erkennt und liebhat, ist es dann freilich ums Unvergleichliche klarer und deutlicher, denn die Nacht der Seele ist vorüber, und dieses Herzenslicht, was zum Verstand der Seele aufsteigt, kann alles hell und deutlich anstrahlen, und deshalb wird solch eine Seele auch schon klar und deutlich sehen und erkennen und wissen, was sie zu tun hat.

  9. Ist noch nichts Geistiges gebildet, so wird sich eine diesbezügliche Ehe auch sehr schwer tun, und die beiden Seelengefährten werden in allerhand Trübsal kommen und anstelle hellsten Lichtes wird doch nur das Dunkel ihrer Nacht herrschen, welches der Eigenliebe aber genügt, denn sie hält es durchaus für ausreichend und kann sich an diesem schwachen Glimmlichte auch erfreuen, doch für den Nächsten reicht dies nicht. Und in diesem Glimmlicht der Seele kann der Mensch weder das Richtige erkennen, noch kann er es tun, weil sich in seinem Bewußtsein noch allerlei Gaukelbilder kundtun und diesen Menschen mal in diese und mal in jene Richtung treiben und ihm deshalb also noch alles gewissermaßen esoterisch verhüllen und andererseits auch wieder blitzlichtartig erhellen, so wie eben die Meteore und die Meteoriten die Nacht erhellen, und wenn dieser Zustand ein wenig länger anhält, dann ist es eben so, als wenn die Kometen an dem nächtlichen Seelenhimmel ihre Bahn ziehen, doch mehr wird hier noch nicht möglich sein, und von einem festen Standpunkt einer Seele oder auch einer sicheren Heimat im Land des Geistes wird noch lange keine Rede sein.

  10. Daß aus solchen, noch sehr unreifen, weil eben noch düsteren Gehirnen nichts für das eigentliche Leben Ersprießliches gedeihen kann, nimmt da auch nicht wunder, und so schaffen die Menschen eben aus der Energie, die sie ihrem Körper oder ihren Nächsten stehlen, allerhand Werke, die keinen großen Bestand zeitigen können. Auch solch ein sich jetzt sehr deutlich zeigender Zustand, wo die Menschheit weit und breit die Erde verwundet und sie blutig schlägt und sich sogar am Luftraum der Erde vergreift und nach den Gestirnen Ausschau hält, um auch sie zu verderben, resultiert vor allem aus der Dunkelheit und Düsternis ihrer sinnlich-luziferischen Seele.

  11. Durch die Begierde im Herzen entfacht, die eben nicht durch eine ordnungsmäßige Ehe gezügelt und veredelt, die Kinder zum Guten anleitet und sich in Demut und Bescheidenheit übt, sind dem Verstandesmenschen dann auch sogleich die Möglichkeiten eingefallen und haben sich in seinem Gehirn auch schon zeigen können, wie er den Ehebruch mit Mir und im folgenden also auch mit seinem Gefährten dann eben auf andere Art und Weise sanktioniert, und seht, aus diesem Grunde ist auch schon die Industrie entstanden. Nun wird der Erdkörper aufs Gröbste geschunden, und der Mensch verschafft sich durch die ungezügelten Begierden seines Herzens zu einer höheren luziferischen Weihe Zutritt, wo er nicht nur seinen Körper oder den seiner Nächsten schadet und dessen Seele sowieso, sondern wo er sich nun auch zum großen Gestalter und Verwalter der Erde aufmacht und sie seinen finsteren Prinzipien unterwirft.

  12. Anstatt daß sich eine gesegnete Technik aus diesen natürlichen Ressourcen der Erde entfalten könnte, die der Nächstenliebe unterstellt, auch den armen und ärmeren Menschen zugute kommen würde, hat sich doch nur der negative Trieb aus dem Herzen kommend den Gehirnen der Menschen mitgeteilt, und es wurde und wird ein Gebilde geschaffen, welches einerseits die luziferische Glanzkraft und all diese Verlockungen und Versprechungen innehat, und andererseits wurde aber auch die satanische Zerstörungskraft unglaublich erhöht, und die Verwandlung dieser Industrie vom Lichtengel zum Drachen erfolgt ständig. Wenn also der Drache frißt und zerstört, was der Lichtengel in seinem Bestreben aufbaut, dann zeigt die Industrie als Kind und Schöpfung solch eines noch hin- und herspringenden Bewußtseins des Menschen, wes Geistes Kind sie ist, und die Industrie kann logischerweise auch nicht mehr tun und zeigen als was ihr ihre Erzeuger beigebracht haben.

  13. Die eigentliche Technik hingegen, die sich in einer Wissenschaft bildet, die aus Meinem Geist heraus entsteht, entbehrt darum völlig solch industrieller Züge und Wahnideen. Solch eine Technik ist gesegnet, weil sie als Ausfluß Meines Liebegeistes die Menschen zur erhöhten Nächstenliebe anregt, während alle Industrie nur immer das Produkt und auch das Ergebnis der Ichliebe ist. Deshalb ist die Industrie, da aus dem luziferisch-adamitischen Geist heraus entstanden, auch nur jenes Tier, welches durch die adamitischen Begierden des Herzens, im Zusammenhang mit dem luziferischen Kopf gezeugt, noch ohne Liebe und Nächstenliebe existiert. Wenn der Mensch aus seiner Gottesliebe über alles, sodann in dieser daraus entstandenen Nächstenliebe zeugt, so entsteht eine geistige Zeugung, die weder verletzt, noch verdirbt, sondern die das Licht der Seele fördert, doch wenn mehr aus der Nächstenliebe in Unkenntnis Meines Lebens und Wesens gezeugt wird, so entsteht der normale Mensch mit all seinen Schwächen aus diesem zweimaligen Fall, aber wenn der Mensch allein ohne Gottesliebe und Nächstenliebe nur aus der Ichliebe zeugt und somit einen Akt der Eigenliebe als Selbstbefriedigung tätigt, dann erzeugt er das Tier in sich. Und die Industrie ist demzufolge das Kind der Selbstbefleckung des der Nächstenliebe entblößten Menschen, und von daher beruht diese Selbstbefleckung des luziferischen Menschen auch darauf, daß er zwecks Steuerung und Leitung ein illusionäres Traumgespinst seiner Seele ebenfalls nach außen gestellt hat. Und das sind eben die Computer mit ihrem kalten Rechenverstand. Entstanden aus dem kalten Verstand eines durch seine Begierde kaum erhellten Bewußtseins zeigt diese Computerisierung nur, wes Geistes Kind seine Erzeuger gewesen sind. Und leider war da kein Geistkind daran beteiligt, sondern es sind das alles nur Menschen ohne Geistbildung aus Mir heraus gewesen, und von daher sind es auch nicht Meine eigentlichen Kinder, die solch ein Gebilde bewirken. Die Industrie gaukelt den Menschen nur vor, daß sie deren Bedürfnisse befriedigen könne, und damit die Menschen dies auch glauben, so erzeugt sie also leere Güter aus ihrem geistlosen Zustand heraus für ebensolche geistlos leeren Menschen und füllt damit deren geistloses und leeres Herz.

  14. Auch das solltet ihr sehr deutlich verstehen und wahrnehmen, warum eine des Geistes aus Mir entblößte Seele in ihrem Herzen auch nichts anderes zeugen kann als ebenfalls Leeres und Geistloses. Was wollt ihr deshalb von einer Industrie und von solchen Menschen fordern, die euch ja nur geben, wonach ihr in der Leere eures Herzens verlangt habt? Wollt ihr Besseres haben, so müßt ihr euch deutlicher zum Geist in eurem Herzen wenden, und dieser erst zeugt in euch die Wahrheit der Liebe, einfach deshalb, weil er die Wahrheit der göttlichen Liebe ist.

  15. Laßt euch darum auch nicht von der Technik dieser Industrie begeistern, denn auch ihre Tage sind gezählt.

Amen. Amen. Amen.

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