Vom richtigen Beten

Montag, der 11. April 2011  13:35 Uhr  M

Vom richtigen Beten

  1. Nach dieser allgemeinen Vorbetrachtung, wo ihr euch an das richtige Beten herantasten solltet, um für euch selber zu erkennen wo ihr steht, wo eure Fehler sind, wo euch die Kraftlosigkeit in geistiger Hinsicht überkommt, wo ihr ermattet zwischen euren Versäumnissen und dem, was euch normalerweise möglich wäre darniedersinkt, weil ihr deutlich fühlt und es nun auch akzeptieren könnt, wie sehr gerade ihr dort global versagt habt und es deshalb diesen global operierenden Finanznomaden möglich gewesen ist, euch und eure Familien in den Abgrund eures Trotzes und in all diese Entfesselungen eurer Hauptbegierden zu treiben, weil nicht mehr die Hinwendung zu Mir und zum Nächsten die Triebfeder eurer Handlungen und Gedanken gewesen ist, sondern weil es die Hinwendung zu eurem satanisch-luziferischen Ich gewesen ist, die euer Handeln und eure Worte und Gedanken lenkte und beherrschte - können wir uns nun dem Beten zuwenden. Aber ihr müßt verstehen, wie euch diese international operierenden Finanzkräfte verlockt, getäuscht und nun hoffentlich auch enttäuscht haben, denn wie sagte Ich es doch schon vor tausenden von Jahren: Ihr könnt doch nicht zwei Herren dienen, indem ihr Gott und dem Mammon dient!

  2. Nun, habt ihr jetzt so eigentlich erkannt, wer die Priester eurer Endzeit überhaupt sind und habt ihr sie in ihren Dogmen und Plänen, in ihren glänzenden Versprechungen und Projekten entlarvt? Das solltet ihr, das solltet ihr nun doch noch erkannt haben, und ihr solltet es nicht nur erkannt haben, sondern ihr solltet es auch ernstlich in euch abändern, daß ihr diesen, nur ein Fünfzigstel von allen diesen leitenden Obersten ausmachenden nicht mehr zu euren Obersten machet, denn dann habt ihr der nun folgenden Zeit nichts mehr entgegenzusetzen.

  3. Allerdings ist dies eurer Gesellschaft geschehen, daß - durch dieses Geld bedingt - nun der Oberste aller Begierden sodann Luzifer geworden ist.

  4. Wie es von Mir aus eingerichtet ist, das haben wir besprochen, und darum wißt ihr auch, daß nur derjenige, der Mich über alles liebt, sogleich dem Obersten aller dient und dieses "Dienen" sich dann so auswirkt, indem ihr dem Nächsten dient, denn Ich und der Nächste sind auf geheime Weise eins. Gibt es also eine magische Verwandlung des Antichristen, indem Luzifer zu Satan wird oder umgekehrt, dann muß es auch eine göttliche Verwandlung geben, indem aus dem Bösen dann ein Guter wird, und genau diese Fähigkeit, den vorher Bösen in den Guten zu verwandeln, ist die Eigenschaft dieser Nächstenliebe, der ihr dient.

  5.  So sind also zwei grundverschiedene Prinzipien zu beachten: Das von Mir aus für euch so eingerichtete ist jenes Prinzip, wo ihr dem Obersten so dient, daß ihr ihn in euch und in anderen findet und wenn ihr ihn in euch gefunden habt, ihr ihn dann auch in allen anderen finden könnt. Dieses Prinzip Meiner Liebe und Nächstenliebe heißt Familie, wo die Menschen sich als Brüder und Geschwister erkennen und liebhaben. Ihr erkennt euch als die Kinder innerhalb einer Familie, wo Ich euer Vater bin.

  6. Das andere Prinzip ist jenes, wo nicht die Liebe oder Nächstenliebe zuoberst stehen, sondern wo der eigene Wille und Trotz bestimmen wo es lang geht. Hier gibt es kein Dienen, dafür jedoch gibt es das Herrschen, und so ist das zweite Prinzip das Herrscherprinzip und das erste Prinzip dasjenige des Dienens.

  7. Herrschen und Dienen stehen sich gegenüber und beide Prinzipien verändern das menschliche Bewußtsein. Im Dienen wird Mein Liebegeist berührt und wird euch zuteil, denn ihr könnt ja nur dann erfolgreich dem anderen dienen, wenn ihr über jene Liebe und Hingabe verfügt, die der andere benötigt, um dann selbst zum dienstbaren Bruder oder zur Schwester zu werden. Beim Herrschen ist Meine Liebe nicht vonnöten, denn dieses Prinzip verträgt sich nicht mit Meiner Ordnung, bin Ich doch selbst als Gott und Schöpfer aller auch nicht dieser Herrscher, und deshalb benötigt das zweite Prinzip also eine andere Kraft als es diejenige Liebeskraft ist, die ihr von Mir erhaltet. Wer herrschen will, der muß darum über etwas anderes verfügen, denn Meine Liebe gibt sich dafür nicht her!

  8. Gut, daß dieses andere Mittel dann das Geld ist, dafür braucht man sich nicht groß den Kopf zu zerbrechen, denn Geld und Liebe sind ja schon immer ein Gegensatz gewesen und deshalb auch dieser Mein Ausspruch, daß ihr nicht zwei Herren dienen könnt.

  9. Im Mammon, also im alten luziferischen Götzen des Geldes, kommt eben jene Eigenschaft Luzifers zum Ausdruck, wie er oder wie seine Anhänger dann die Menschen beherrschen, und so wurde aus dem nur kleinen Anteil des Handelns oder des Tauschens untereinander dann eben der weltbestimmende Handel und Wandel des Geldes, der eben, weil es nun für eure Welt bestimmend ist, dann auch alle anderen Leiter und obersten Leiter sozusagen korrumpiert und damit in deren Seele manipuliert hat. Die anderen haben dafür alle Kompetenzen abgegeben und sie an die Herren des Geldes übertragen. Hier in diesem Herrscherprinzip ist also Luzifer der Oberste, der mit seinem Geld die Menschen beherrscht und korrumpiert und sie zu deren Sklaven macht.

  10. Bei Mir ist es die göttliche Liebe, mit welcher ihr dem Nächsten dient, und bei Luzifer ist es das Geld, mit welchem er oder seine Anhänger die Nächsten beherrschen, und wenn also durch die Hingabe zur göttlichen Liebe der Nächste sich ebenfalls zum Diener der Nächstenliebe wandelt, so verwandelt sich allerdings der Herrscher des Geldes in den Drachen zurück, denn Luzifer macht seine Anhänger vorher zu kleinen Geldherrschern, um sie später, wenn der Zins als Preis des Geldes das Geld vertilgt hat, dann als Drache zu verschlingen.

  11. Noch einmal langsam, damit ihr es deutlicher begreift: Bei Meinem Prinzip dieser göttlichen Liebe und Ordnung ist es Meine Liebe und die von euch angewendete Nächstenliebe, ist es also das Prinzip des Dienens oder das Prinzip der Hingabe, womit ihr das Kreuz eurer Triebe und Begierden und jenes eurer Nächsten überwindet, und so lautet die Abfolge dann in Kurzform: Gottesliebe und Nächstenliebe bewirken die Akzeptanz des Kreuzes und anschließend erfolgt die Bildung des göttlichen Geistes in euch, mit welchen ihr erst recht die Menschen erreicht und in Geschwister verwandelt.

  12. Beim luziferischen Prinzip ist das völlig anders, und hier sind die Positionen folgende: Eigenliebe und Selbstsucht in Verbindung mit dem Geld schaffen eine Illusion und benebeln deren Anhänger, die dann ähnlich handeln, bis diese Illusion deshalb zerplatzt, weil in der Wirkung des Geldes von Anfang an diese Illusion einer scheinbar göttlichen Wirkung enthalten- und es dennoch nur der Zins ist, der diese Illusion nährt, aufgrund dessen alle materiellen Werte ohne entsprechende Nächstenliebe geschaffen werden können. Doch ohne Nächstenliebe eben keine göttliche Kraft und ohne göttliche Kraft also auch keine Manifestation über den illusionären Bereich hinaus. Mit anderen Worten: Die Illusion zerplatzt und nichts von dem bleibt, was vorher versprochen wurde. Beim Mammonsprinzip sind es also die die Nächstenliebe zerfressenden Zinsen und all diese daraufhin getätigten Spekulationen, die bewirken, daß der Drache in jedem Luziferisten zurückkehrt und die Rechnung einfordert. Luzifer und das Geld treten mit all ihren pseudogöttlichen Plänen wie eine neue Religion auf, lassen sich anbeten, erklären das Alte für überholt und ineffektiv, schaffen eine neue Form des Geldes mit seinen Zinsen und schon dann, wenn Luzifer mit dem Geld aufgetreten ist, ist der Drache unerkannt anwesend, denn so, wie in dem Gelde unerkannt die Folgen der Zinswirtschaft und die Entwertung aller Werte und die Vernichtung der Gottes- und der Nächstenliebe enthalten ist, ist in Luzifer ebenso Satan versteckt und unerkannt enthalten. Doch die Zeit ist nun da, wo der Drache auftritt und wo der Zins auftritt und wo beide die Rechnung präsentieren, welche die trägen Menschen zu bezahlen haben. 

  13.  Eigenliebe, Geld, Zinsen, Illusion etc. dies alles gehört zum Bereich des Antichristen, und mit dem Geld gaukelt er euch vor, daß ihr euer Kreuz nicht werdet tragen brauchen, doch ihr wißt nun selbst, daß dies nur eine Illusion ist, denn ohne Kreuz kommt ihr aus dem luziferischen Gefängnis eurer Ichsucht nicht heraus. Aber, fragen sich nun doch etliche, was hat das denn mit dem Beten zu tun, es mag ja erhellend sein, solche Aufklärungen zu erhalten und man sollte wünschen, daß dies auch zu den Ohren derjenigen gelangt, die dort noch in dieser Mammonswirtschaft tätig sind, doch was geht es uns an und wie lernen wir es denn, das wir nun also richtig beten?

  14. Oh ja, Meine trägen Gesellen, das glaube Ich gerne, daß ihr Mir dort doch noch vorschreiben möchtet, wie Ich euch auf möglichst schnelle Weise, so auf höchstens einer Seite Papier da all die Fähigkeiten schenken soll, damit ihr so zu beten lernt, daß ihr in möglichst kurzer Zeit euer Scherflein ins Trockene holt. Zwischen Papier und Papier und zwischen Beten und Beten liegt ja ein unendlicher Unterschied, und was nutzt es denn, wenn ihr nur wieder betet wie da die Heiden oder Juden beten oder wie da eure Kirchenoberen beten, denn für diese hat sich, außer der Vermehrung des Papiergeldes, doch im Wesentlichen auch nichts anderes getan. Also ist eine Grundvoraussetzung des richtigen Betens die Geduld. Zum Gelingen eines großen Vorhabens wird es auch eine entsprechende Zeit dauern, denn wer da sofort eine Frucht genießen möchte, noch bevor sie reif geworden ist, der muß sich über seine Bauchschmerzen auch nicht beklagen, und deshalb nur Geduld, denn wenn ihr nicht den Unterschied zwischen Meinem göttlichen Prinzip der Bewußtwerdung zum göttlichen Menschen und jenem Prinzip der Vertierung des Menschen in aller Klarheit erkennt, wie wollt ihr dann überhaupt richtig beten? Wie wollt ihr denn beten, wenn ihr nicht genau wißt, wen oder was ihr im Gebet anstrebt und ist es nun noch das Satanisch-Luziferische mit seinen Begierden, mit seinem Gelde und mit seinen materiellen Sicherheiten oder ist dies nun doch schon ein rechtes, weil ein geistig stärkendes und Mich in euch belebendes Gebet? Ihr seht also, wie eure Ungeduld dann auch nur wieder das Tier aus euch hervorlockt.

  15. Geduld haben wir angesprochen und die nötige Bewußtwerdung dessen, um was es sich im Kern handelt, haben wir also auch angesprochen, doch es fehlt noch etliches, was zum richtigen Gebet gehört. Sicherlich müßt ihr genau wissen, zu wem ihr betet, damit ihr nicht wieder zu Luzifer sprecht, so wie euch dies all die Jahre vorher ergangen ist, aber diesen Punkt habe Ich euch schon genügend erklärt, und so ist zumindest euch klar, zu wem ihr betet und warum ihr betet, doch eure Nächsten kennen diesen Unterschied noch nicht, und darum geht ihr ihnen diesen Weg voran, indem wenigstens ihr es vermögt richtig, weil geistig zu beten. Und an der Wirkung eben dieses richtigen Gebetes erkennen eure Nächsten den göttlichen Vater und bemerken, wem sie bisher gedient haben.

  16.  Das richtige, weil geistige Beten setzt also einiges voraus, was wenigstens ihr beachten solltet, denn um eine bleibende bzw. um eine göttliche Wirkung zu erzielen, müßt ihr auch geistig zielen, um den Schuß eures Liebepfeiles da auch ins Lebenszentrum zu versenken, denn ohne zielgenaues Schießen gibt es auch keinen zählbaren Treffer. Ihr zielt mit eurem Willen auf die höchste Liebe, indem ihr mit dem Pfeil auf Mich zielt, doch ihr trefft mit diesem Pfeil dann auch den Nächsten, und wenn ihr nicht richtig gezielt habt, also wenn ihr schwachen Willens gewesen seid, dann trefft ihr sogleich den Nächsten und verletzt ihn nur, denn Mich könnt ihr zwar treffen, aber verletzten nur immer den Nächsten und euch selbst. Doch habt ihr richtig gezielt, weil ihr sehr konsequent und konzentriert auf Mich geschaut habt, dann werdet ihr euer Ziel als euren Nächsten auch richtig treffen. Um zu treffen müßt ihr euer Ziel also erkennen und ihr müßt auch mit Pfeil und Bogen, müßt also mit Liebe und Erkenntnis gesegnet sein und euer Wille sollte eins sein in Mir, denn wenn ihr Mich als Ziel treffen wollet, so müßt ihr Mich auch anvisieren und die nötige Willenskraft als Spannkraft der Seele anwenden, damit der Liebespfeil nicht nur fliegt, sondern damit er auch das Lebenszentrum trifft, denn Ich selbst bin es eigentlich, der in seinem Lebenszentrum diesen euren Liebespfeil ins rechte Ziel lenkt, weil sich euer Wille dem Nächsten zu helfen, mit Meinem Willen, den Nächsten und euch zu helfen sodann konform gemacht hat. Wo ihr also nur auf den Nächsten zielt und Mich treffet, dort habe Ich euch und ebenso auch den Nächsten getroffen, denn in Mir als eurem Lebenszentrum werdet ihr eins und der Schütze wird zum Getroffenen und der Getroffene wird zum Schützen und beide finden sich in Mir.

  17. So sollte auch euer Gebet sein, wenn ihr dort um Abhilfe für etwas bittet, was ihr doch früher selbst in eurer Seele oder in eurem Fleisch getätigt habt, und dann ist solch ein Gebet nur immer die Bekundung, daß ihr die alten Sünden überwunden habt, und somit wird mit einem jeden richtigen Gebet beiden Seiten geholfen, euch und dem anderen! Wenn ein Mann Mich darum bittet, daß Ich ihm nun die nötige Kraft erteile, daß er seinem Weibe ruhig begegnen kann, wo sie schon in einer drachenähnlichen Empörung steht, dann werde Ich beide Seiten bedenken. Einmal dem Manne, daß er nicht mehr Lichtengel spielt und zum anderen seine Frau, damit sie nicht mehr wie ein Drache entflammt.

  18. Oder wenn jemand Mich darum bittet, daß er nun die nötige Kraft erhält, sich seinem Fleische nicht mehr zuzuneigen, so gebe Ich seinem Weibe dann auch jene Kraft dazu, daß sie sich ihm, wenn nötig, in der sanften Liebe entzieht, ohne ihn zu verletzen. Ich gewähre immer beiden Seiten, denn ihr wißt es doch, daß in euch doch auch noch beide Seiten einer Medaille zu finden sind. Darum bedeutet das rechte Beten auch immer, daß ihr selbst mit einem Gebet weder die eine Seite noch die andere Seite bestärkt, sondern nur immer darauf achten solltet, beide Seiten von euch zu überwinden, denn was nutzt es euch, wenn Ich Luzifer in euch bestärken würde oder wenn Ich Satana in euch gewähren würde, was sie verlangt. Doch genau deshalb, weil Ich auch die andere Seite bedenke, bekommt ihr die Erfüllung eures Gebetes oftmals nicht mit und ihr beschwert euch dann und denkt, daß Ich euch nicht erhört hätte, dabei seid ihr schon längst berücksichtigt worden.

  19. Jawohl, das richtige Beten setzt weit mehr voraus als was ihr bei M. Guyon, J. Widmann und anderen noch sehr luziferischen Betern gelernt habt, denn wer nichts von den Zustandsveränderungen seines Bewußtseins wahrhaben will, der kann weder Luzifer noch Satan in sich erkennen, und der könnte zwar von morgens bis abends beten, auf seine Weise, doch zum Vorteil seiner Seele würde weder ihm noch anderen das gereichen und die für ihn beste Erfüllung des Gebetes würde er überhaupt nicht bemerken. Diese Genannten haben sich bemüht, das ist richtig, doch sie haben die rechte Tiefe und Festigkeit ihres Willens nicht erreichen können, weil sie nicht wußten, wie sie ihren Willen zu dem Meinigen machen sollten. Es ist wie mit der Vergebung, denn auch dort gibt es drei Stufen, und erst diese dritte Stufe ist die rechte Vergebung aus einem liebenden Herzen heraus, während die Vorstufen noch mehr den luziferischen Charakter offenbaren und eher Schuldzuweisungen an die anderen sind, denn was soll der Unsinn, wenn ihr sagt, ihr würdet dem oder dem vergeben, wo doch ihr selbst auch etliches dazu beigetragen habt, daß es soweit gekommen ist, und mit solch einer Art von Vergebung kann nichts anderes bewirkt werden, als daß ihr selbst euren Hochmut auf eine wahrhafte heuchlerische Weise stärkt. Wer darum weiß, daß bei einem jeden Vorfall auch eine gewisse Eigenschuld zu finden ist, der wird schon genügend Demut besitzen und aus dieser Demut heraus schon richtig beten, und deshalb gehört zum richtigen Gebet nicht nur die Geduld, sondern auch die Demut deswegen, weil der Bittende von vornherein um sein eigenes Unvermögen und seine Mitschuld weiß.

  20. Die Barmherzigen sollen beten, denn ihrer ist das Himmelreich, und das bedeutet, daß wer richtig beten will, er sicherlich sanftmütig und also barmherzig sein sollte, denn ein Gebet ist eine Bitte und ist kein Schwert und ist auch keine Kanone, mit welcher ihr den Nächsten erschlagen oder erschießen könnt. Kurz und gut, um das nun abzuschließen was Ich damit sagen will, ist es für das richtige und damit für das wirkungsvolle Gebet nötig, daß eben diese der Konkretisierung des Gebetes vorausgesetzten Erforderungen Genüge getan werden, denn wer die rechte Wirkung erzielen will, der muß schon von Anfang an im rechten Liebegeist sein.

  21. Aber es ist auch deutlich, daß dann kaum jemand so recht zum Zuge kommen würde, denn wer von euch könnte denn diese und noch andere, der Effektuierung des Gebetes notwendigsten Voraussetzungen erfüllen und somit bleibt als Endbetrachtung der Gebetskraft nur wieder eines Meiner Lieblingsworte an euch übrig: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, die da frisch und unbekümmert zum Vater laufen und fröhlich von der Leber weg in ihrer kindlichen Unschuld bitten und beten, dann wird es wohl schwerlich gehen, doch könnt ihr dort in der größten Liebe und dem hingebungsvollen Vertrauen des Kindes zu Mir ausrufen und euch ähnlich bekunden, wie sich eure kleinen Kinder vertrauensselig an euch wenden, dann werdet ihr schon sehr leicht das gewünschte Ergebnis erleben können ungeachtet dessen, daß ihr bewußt nichts von dem angewendet habt, was Ich vorher zur Bedingung gesetzt habe, denn die Unschuld der kindlichen Liebe übertrifft ja alles.

  22. Also können wir am Schluß dieser Betrachtung über das rechte Gebet festhalten, daß dies am besten in der unschuldigen Liebe und Hinwendung des vertrauensseligen Kindes zu Mir geschehen sollte, denn Mein Kind weiß ja, daß es von Mir geliebt wird und es fühlt diese Liebe und es wendet sich an diese ihm das Leben gewährenden Liebe, weil solch ein Kind sich ja schon sagen kann, daß wenn der liebevolle Vater ihm selbst die Liebe schenkt und das Leben erhält, Er doch sicherlich alles unternehmen wird, damit auch einem anderen geholfen werde und Ich kann dann auf Meine wahrhaft göttliche Weise alle Bedingungen dann wieder zurücknehmen, die Ich vorher vorausgesetzt habe und kann alle Umstände so lenken, das Mein Kind mit seinem kindlichen Gebet oder Wunsch diesmal eben nicht in der Kompetenz des Vaters herumpfuscht, sondern Ich werde alle Seiten so bedenken und lenken, daß der Wunsch eines Mich über alles liebenden Kindes nun tatsächlich vollzogen wird, ganz so, als ob Ich nur aufgrund des kindlichen Gebetes da tätig geworden wäre, was sicherlich nur so ausschaut und die Freude des Kindes erhöht, doch in Wahrheit habe Ich alle im Voraus notwendigen Veranlassungen gegeben und Meine Engel haben zu tun, damit solch ein Gebet eines Kindes erhört wird.

  23. So sollt ihr beten, denn wenn ihr um alle Bedingungen wisset, dann wird das wohl nichts mehr werden, doch wenn ihr trotz all dieser Bedingungen und all der Kenntnisse und all der Unsicherheiten, daß ihr in Meiner Therapie für andere herumpfuscht dennoch in der größten Liebe zu Mir ein Gebet für einen Leidenden oder notleidenden Bruder oder eine Schwester aussprecht, dann werdet ihr schon erhört werden, wenn auch nicht immer auf solch eine Weise, daß ihr dies sogleich erkennt. Also ist das wichtigste an eurem Gebet die rechte liebkindliche Gesinnung in dem Vertrauen, daß euch der Vater schon hört, denn in solch einer Liebe spreche Ich Mich doch beinahe schon selbst in Meinem Kinde in einem Gebet aus und dann ist Mein Wille in euch sich einig mit eurem Willen und es treffen sich in Mir euer kindlicher Wille mit Meinem göttlichen Willen, weil Ich auch gleichzeitig für die Realisierung Meines und unseres Liebeswillen an und für einen Nächsten sorge.

  24. Doch eure bisherige Art zu beten, als ob Ich da ein weitentfernter Gott noch wäre, der die Menschen in ihren Katastrophen beläßt und den ihr erst durch Flehen und Opfergaben zu euch heranbeten müßt oder als ob Ich da euer untertänigster Diener wäre, dem ihr nur befehlen müßt, nunja, über solch ein Gebet brauchen wir wohl nicht mehr zu reden. Lernt das rechte Gebet und allerdings nicht jenes dumme Gefasel der Mystiker, die den Namen Jesus da im Herzen zergehen und zerfließen lassen, so als ob sie da einen großen Genuß aus der Speise dieses Namens zögen, denn alle Mystik dient nur demjenigen, dem diese Mystiker huldigen, und daß dies Luzifer ist, müßte euch eigentlich auch schon bekannt sein.

  25. Deshalb höre Ich es nicht gerne, wenn ihr Jakob Lorber als Mystiker bezeichnet, denn das war er sicherlich nicht, und ebensowenig die anderen, die da in Meinem Namen und in Meiner Liebe tätig sind. Wer für Mich tätig ist, der ist Mein Jünger und Apostel, jedenfalls sollte er es sein, doch wenn er noch ein zögerlicher und der Welt flüchtender Mystiker ist, so hat er Mich noch lange nicht erkannt, und die Gebete solcher werde Ich auch kaum erhören. Seid also offen und seid voller Vertrauen zu Mir, eurem Vater und verbergt euch nicht in einer Klause oder in einem dunklen Loch, denn solche, die Dunkelheit und die feuchte Klause und dieses einsiedlerische Leben suchenden weltflüchtigen Flüchtlinge habe Ich noch nie gemocht, denn ihnen fehlt ja eben diese kindliche Unschuld und es fehlt ihnen auch diese Hingabe und das vertrauen an Mich. Wie sollte Ich solchen Mystikern also deren mystische Formeln und Werke segnen oder sogar deren Gebete erhören, wenn sie den Nächsten fliehen und ihn meiden wie die Pest, wo Ich doch selbst dieser Nächste bin. Oh, der dummen Toren Einfalt ist noch alle Zeit sehr groß, und das beste heutzutage ist noch, daß nun alle Mystikerschriften dahin gesperrt werden, wo sie hingehören, nämlich in die Keller und Verliese ihrer dunklen Klause und Einsiedelei.

  26. So sollt ihr sicherlich nicht enden, und deshalb bemühe Ich Mich in dieser Seele (des Schreibers) bestimmt nicht, damit die Mystik oder damit der Geheimbund der Gnostiker oder anderer rein luziferischer Genossen dort ihre Früchte anpreisen, die im Kern schon faulig sind. Wer von euch hat denn wirklich jemals einen Mystiker verstanden, denn wäre dies nicht so, so wäre er Mein Apostel geworden und wäre nicht der Mystiker geblieben. In euch will Ich Mir also wahrlich keine Mystiker ziehen, sondern Ich möchte euch diese laue Frucht Luzifers so eigentlich noch deutlicher austreiben, denn der Mystizismus ist auch nur eine Scheinblüte am ungesegneten Baum der Erkenntnis. Ihr hingegen sollt vollkräftige Geschwister unter der Obhut eines Vaters, nämlich eures Vater Jesus und nicht solch dunkle und feuchte Kellerasseln sein. Auch darum sollt ihr beten, damit ihr von diesem falschen Mystikerplunder freiwerdet. Ich bin deutlich und klar zu erkennen für denjenigen, der dies auch anstrebt, doch wenn eure Liebe dazu nicht reicht, nun, dann mögt ihr meinetwegen auch Mystiker bleiben, doch mit der Kraft des Gebetes wird sich da nichts ergeben können.

Amen. Amen. Amen.

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