Vom Kreuztragen - Die Annahme des Kreuzes

Dienstag, 22. Juni 2010      9:30 Uhr     M

Vom Kreuztragen – Die Annahme des Kreuzes

  1. Es ist diese Erde Mein Kreuz, das Ich gerne trage. Ich bin aus Liebe zu euch auf diese Erde gekommen. Ich bin aus dem höchsten Himmel auf diese dunkle Erde gekommen, damit auch ihr den Himmel auf Erden erleben könnt, und das werdet ihr, wenn ihr Mich in Meiner Liebe wirkend bei und in euch erlebt. Diese Erde lebt! Ich bin der Himmel hier auf Erden. Nun fragt ihr euch, warum Ich denn überhaupt kommen mußte, denn nicht alle verfügen über dieses große Hintergrundwissen, mit welchem diese Frage allein zu klären ist, sondern viele, die Mich liebhaben, können noch immer nicht Meine Wege verstehen, weil sie Mich noch nicht verstehen. Doch wer Mich wahrhaft lieb hat, der wird Mich auch verstehen, denn es ist der göttlichen Liebe eigen, daß sie versteht. Meine Liebe ist sich in all ihren Facetten voll bewußt, dessen, was sie liebt, warum sie liebt und vor allem auch wie sie liebt!

  2. Nur diese Erde zeigt alle Konsequenzen in der Seele der Menschen an, die sich aufgrund des ersten und des zweiten Falls oder genauer gesagt, die sich aufgrund der ersten und der zweiten Abwendung von Mir, der göttlich himmlischen Liebe, ergeben. Diese Erde ist wie das Erz, aus dem die in die Tiefe gefallene Seele wieder geläutert wird, um im Brenntiegel Meiner Liebe wieder gereinigt und verwandelt zu werden, damit aus dem solcherart reinen Erz wieder ein reines Herz und aus diesem sodann ein Erzengel werden kann. Es gibt in Meinem Himmel keinen Erzengel, der nicht vorher auf diese Erde in einem fleischlichen Kleide gewesen wäre, und es kann auch gar nicht anders sein, denn nur hier auf dieser Erde können die zwei Stadien im Bewußtwerdungsprozeß des Menschen hin zum Göttlichen durchlaufen werden. Wer im höchsten Meiner Himmel ist, wer also Mein Erzengel ist oder sein will, der muß sich diese sehr harte Ausbildung denn auch schon gefallen lassen, eine Ausbildung, die Ich Selbst als einzigen Weg zur Liebe und zur Wahrheit angeführt habe und welche Ich mit den Worten bezeichne: daß ihr euer Kreuz also werdet tragen müssen, wollt ihr im reinsten Zustand zu Mir zurückkommen, denn nur im gediegensten Zustand Meiner Liebe werdet ihr alles auf dieser Erde aushalten, um dieses Erdstadium zu überwinden, damit ihr in Meinem Erzengelstadium angelangt.

  3. Es ist kein Zufall, daß zumindest in der deutschen Sprache eine sehr enge Verwandtschaft zwischen dem Worte Erz und dem Worte Herz besteht und daß nur der Buchstabe "H", der dem "Erz" vorangestellt wird, eine Unterscheidung getroffen wird. Freilich kann sie himmlisch oder höllisch ausfallen, je nachdem, woran sich der betreffende Mensch orientiert. Für den höllischen Zustand sind andere Kriterien gesetzt als wie sie für den himmlischen Zustand gelten, und diese beiden Polaritäten zeigen denn auch schon die große Spannweite der menschlichen Seele an. Für den höllischen Zustand gilt, daß hier der Gott und Abgott aus dem Verstande mit Hilfe seiner Gefährten aus der Sinnlichkeit ein Reich dominiert, was sich kaum von dem Reich der Tiere unterscheidet, soweit sich diese auf der Erde befinden. So ist die Industrie das große Tier, welches die materielle Sinnlichkeit immer wieder neu gebiert, um den Menschen in seinem Abfall von Mir zu trösten, und doch wird dies nicht gelingen können, denn einmal ist die Macht der Industrie gebrochen. Diese "Industrie" beschäftigt sich "fleißig" mit der Produktion von irdischer Materie, die sie zum Verführen der Menschheit verwendet, damit diese in ihren Träumen den luziferischen Standpunkt bloß nicht auslassen und ihr immer sklavisch nachlaufen. Diese industriellen Produkte sind keine Güter, mit welchen man die Gegenwart Meiner Liebe erhalten oder erleben kann, sondern diese Produkte sind deshalb entstanden, um die Entfernung zu Mir aufrecht zu erhalten. In jeder dieser Produktionen steckt der heimliche Vorwurf an Mich, daß Ich euch alleine gelassen hätte, daß Ich euch nicht liebhaben würde etc. Und deshalb sind alle diese Mittel nur ein Ersatz dafür, daß ihr glaubt, Ich wäre euch gram und Ich würde euch verurteilen.

  4. Nein, so ist es nicht, denn warum sollte Ich als allmächtiger Gott euch gram sein und sollte euch beschimpfen oder verurteilen? Ob nun Industrie oder nicht, ob nun Sinnlichkeit ja oder nein, ob nun adamitische oder luziferische Strukturen   wie auch immer. Ich liebe euch so wie ihr seid. Das Problem ist nur, ihr liebt Mich in euren grauen, braunen oder schwarzen Zuständen eurer Seele nicht mehr: ihr könnt Mich so nicht mehr wahrnehmen, ihr macht Mir in solchen Zuständen Vorwürfe, und ihr sucht nach Ersatz und sinnt nach Rache ... Leider seid ihr es, die ihr in diesen traurigen Zuständen eurer Seele nicht mehr die Verbindung zu Mir wollt und aufrecht erhalten könnt, weil ihr es nicht mehr wollt. Ich bin es jedenfalls niemals. Auch als Gott bin Ich bei euch, freilich werde Ich euch nicht die Kraft Meiner heiligen Liebe dazu erteilen, damit ihr in solchen dunklen Zuständen in der Sünde schwelgt. In solchen dunklen Zuständen eurer Seele, wo ihr selbst noch euren Zwiespalt spürt, kann und darf Ich euch keine Kraft dafür geben, mit welcher ihr diesen Zustand noch aufrechterhalten wollt und es auch würdet. Und deshalb beschwert ihr euch, deshalb beschwert sich ein dunkler Teil in euch darüber, daß Ich als Gott der Liebe euch für diese dunklen Zustände nicht die erforderliche Nahrung reiche, die ihr in diesem dunklen Zustand anstrebt.

  5. Aber euer dunkler Zustand strebt vor allem eine sexualisierte und auch eine luziferische Form der Liebe an, sonst wäret ihr ja nicht dunkel, und von daher werde Ich euch diese Art der Wiedergutmachung nicht erteilen können, die ihr von Mir für etwas verlangt, was ihr selbst an euch verbrochen habt. Weil ihr es von Mir so nicht erhalten könnt, deshalb geht ihr zum Nächsten und bestehlt ihn. In euren hellen Zuständen seid ihr sicherlich in der Lage, euch an Mich zu wenden, doch in euren dunklen Zuständen gelingt das nicht, und genau deshalb empfindet ihr euer Kreuz als schwer und unverdient. Da nutzt es nichts, wenn ihr euch dagegen auflehnt, denn auch das würde in euch einen Zweifel an Meiner Göttlichkeit aufkommen lassen, und ihr würdet Mich nicht mehr als den euch liebenden Vater erkennen können und wäret nicht mehr dankbar darüber, daß ihr an euch selbst die dunklen Zustände eurer Seele erblicken könnt. Wenn ihr im hellen Zustand seid, so könnt ihr euch mit allen verbinden, die ähnlich euch in solch einem Zustand sind, und ihr könnt alle diejenigen ertragen, für die eure Liebe schon ausreicht. Aber einen dunklen Zustand in und bei einem anderen Menschen zu ertragen, das vermögt ihr erst, wenn ihr vorher gelernt habt, euch in einem ähnlich dunklen Zustand an Mich zu halten. Erst wenn ihr in euren dunklen Zuständen keine Wiedergutmachung vom Nächsten fordert, erst, wenn ihr diese nicht mehr überfordert und aussaugt, also erst, wenn ihr in der Liebe zu Mir eure Schmerzen und euer Leid auf euch nehmt, um euer Kreuz zu tragen, seid ihr in der Lage, das Kreuz eurer Nächsten anzunehmen, und erst dann könnt ihr ihnen ein Vorbild sein und könnt sie zu Meiner Liebe führen. Lernt leiden, ohne zu klagen! Diesen Spruch kennt ihr durchaus. Doch ihr müßt sogar lernen, mit Freuden zu leiden, ohne diese Leiden als Zwang zu betrachten, und vor allem dürft ihr sie nicht als unverdient ablehnen, oder nur widerwillig annehmen. Auch das wäre eine Art des Protestes gegen Meine väterliche Liebe zu euch. Wenn Ich euch doch mit euren dunklen Anteilen der Seele ausheilen möchte und wenn ihr selbst diese dunklen Anteile eurer Seele durch euren Eigenwillen genährt und ausgebildet habt, so dürft ihr keineswegs Meinen väterlichen Willen anzweifeln, euch in all Meiner Liebe entgegen zu kommen, um euch zu heilen. Was bringt es euch, wenn ihr nur wieder in den hellen Zustand eurer Seele flüchten würdet, ohne euch mit der dunklen Seite in euch auseinanderzusetzen?

  6. Der Bruch in euch würde immer größer werden, und ihr bräuchtet viele Menschen, die euch helfen, ihr bräuchtet materielle Unterstützung, und da wären wir wieder bei der Industrie und ihren Produktionen. Ihr sollt euch allerdings niemals ohne Mich mit eurer dunklen Seite auseinandersetzen, denn dann würdet ihr euch darin verlieren. Damit ihr das nicht tut, nehme Ich in Meiner Liebe zu euch einen Eingriff vor, der euch davor bewahren soll, daß ihr dem Gegner in euch unterliegt, der ja nur die dunkle Seite in euch vergrößern will, so weit, bis sie eure Seele völlig in das dunkle Loch hineinzieht und euch sozusagen von innen heraus auffrißt. Was also tue Ich in Meiner barmherzigen Liebe, damit ihr nicht von innen heraus zerstört werdet?

  7. Ich zeige oder sende euch eure Nächsten, die, wenn ihr z.B. in ein kleines graues Loch gefallen seid, so ähnlich wie ihr gefallen seid, doch immer noch so, daß ihr selbst sie in Meiner Liebe erreichen könnt, wenn ihr ihnen zuliebe euren grauen Zustand aufgebt. Laßt ihr die Nächstenliebe zu und bewegt ihr euch im Herzen zu ihnen hin, dann könnt ihr sofort euren grauen Zustand in euch überwinden, indem ihr den anderen zu Mir führt oder diesem in Meiner Liebe Trost spendet. Der andere ist in diesem Moment die beste Therapie für euch, doch das geht nur, wenn ihr euch die Kraft dazu von Mir erbittet. Dem Nächsten zuliebe kann Ich euer dunkles Loch im Herzen schließen, kann Ich für diesen Moment den Spalt eures Bewußtseins heilen, und in diesem Moment zeigt euch der Nächste sehr genau an, ob und inwieweit dies in euch gelungen ist. Dann bin Ich der Mittler zwischen euch, zwischen dem körperlichen Trieb und eurer Seele und auch zwischen der Seele des anderen und zwischen euch.

  8. Tragt ihr euer Kreuz dem Nächsten zuliebe, so werdet ihr frei von euren dunklen Zuständen und habt sogar die Seligkeit, daß dem anderen dadurch geholfen werden kann. Dafür bin Ich da, und genau deswegen bin Ich an eurer Seite, denn wie wollt ihr sonst euren Spalt in der Seele überwinden, wenn es nicht die Möglichkeit gäbe, sich an Mich zu wenden? Bereitet euch der andere Schmerzen, so nehmt doch diese Schmerzen an, indem ihr bei Mir verweilt und Mir alles übergebt, was euch in diesem Moment Sorgen bereitet. Dann seid ihr in Meiner Liebe stark und könnt ihn ertragen. Ihr bekommt durch die freiwillige Annahme eures Nächsten alles in der Liebe und Wahrheit von Mir, was ihr dazu benötigt, um diesen tatsächlich zu tragen, zu ertragen und zu trösten. Der andere ist dann in einer ähnlichen Situation zu euch, wie es vorher euer geplagter Körper zu eurer Seele war und gewesen ist. Ihr seid nicht mehr adamitisch oder luziferisch, wenn ihr durch die freiwillige Annahme eures Kreuzes dem Nächsten gebt, was ihm zusteht: nämlich Meine Liebe!

  9. Niemals könnt ihr Meine Liebe weiterreichen, wenn ihr noch in diesen zwei Zuständen eurer Seele seid. Nur, wenn ihr selbst unschuldigen Herzens geworden seid, nur dann könnt ihr Meine himmlische Liebe verschenken. Anders geht das nicht! Das unschuldige Herz ist jenes himmlische Herz, welches rein und gediegen wie Gold, das Herz eines Erzengels ausmacht. Ich möchte durchaus, daß ihr Meine kleinen Engelchen seid, deren Herz voller Gold ist, damit ihr durch die Annahme eures Kreuzes auch die Nächsten ertragt, damit ihr diese Erde ertragt, damit ihr nicht mehr an Mir zweifelt, damit ihr mit Meiner Führung völlig einverstanden seid, damit ihr euren dunklen Zustand überwunden habt. Dann seid ihr Meine Erzengelchen, und dann wirkt ihr hier auf Erden zum Wohle eurer Familie, zum Wohl eures Volkes, zum Wohle der Menschheit!

  10. Nun, das ist ein weiter Weg, und es ist sehr schwer, so weit zu kommen, aber es ist für euch durchaus im Bereich des Möglichen, daß ihr zum Wohle eurer Familie wirken könnt, denn genau dafür gebe Ich Mir hier mit euch diese Mühe. Aber ihr müßt dazu auch eure Hausaufgaben machen, die darin bestehen, daß ihr diese Zustände an euch erkennt und sie unbedingt abstellen wollt. Ihr müßt nicht mehr so wie vorher zwischen euren sexuell luziferischen Zuständen hin- und herspringen, ihr müßt nicht mehr Lichtengel oder Drache sein, ihr müßt nicht mehr Meine Liebe oder Meine Gottheit für eure Versäumnisse anklagen, ihr müßt nicht mehr eure Nächsten anklagen, ihr müßt nicht mehr eure Nächsten in die Schuld setzen etc. Nun, das sind eure Arbeiten, die ihr unbedingt tun müßt. Wenn ihr z.B. euren Partner noch immer in irgendeiner Schuld belaßt, so könnt ihr euren luziferischen Zustand auch nicht überwinden und müßt euch nicht wundern, wenn eure Kinder oder auch andere euren "scheinheiligen" Zustand deutlich ansprechen. Wer von euch noch immer Lichtengel spielt, ohne dieses Erz der Liebe im Herzen zu haben, wer also noch immer in Vorträgen, Seminaren oder in Entsprechungen mal hier oder dort sein Unwesen treibt, der muß sich nicht wundern, wenn ihn zuhause der eigene Drache erwartet, denn diese beiden Zustände kann man nicht voneinander trennen. Der eine bedingt immer den anderen! Erst in der geduldigen Annahme des Kreuzes und im seligen Mittragen und Mitleiden für den anderen wird das Erz geläutert.

  11. Meine göttliche Wahrheit kann nicht zur göttlich himmlischen Liebe verwandelt werden, bevor ihr nicht selbst in euch eure tote Wahrheit zur lebendigen Liebe auferstehen lasset. Warum müssen denn selbst Meine größten Engel hinunter auf diese dunkle Erde? Sie selbst haben doch alles, was sie an himmlischer Liebe bräuchten und doch müssen auch sie sich diesen Kreuzesweg gefallen lassen. Warum wohl? Weil im Himmel sowieso die himmlische Liebe wohnt und thront und niemand in den Himmel gelangt, der nicht über solch eine himmlische Liebe verfügt. Doch nur hier auf dieser Erde kann die Hölle in Meiner Liebe gewandelt werden, damit es überhaupt diese Art der himmlischen Liebe gibt. Will ein Engel eine höllenfeste Liebe erhalten, will ein Engel also ein Erzengel sein, so muß und so wird er sich bequemen müssen, diesen Weg des Fleisches ebenso zu gehen, wie ihr ihn geht. Wir schauen einmal, wie ihr, ob Engel oder nicht, ob von unten oder oben, euch dieses Weges befleißigt, den ihr in Meiner Gegenwart gehen könnt. Gibt es größeres für euch, als daß ihr in Meiner Gegenwart nun auch die Höllen ertragen lernt? Tut es, tut es bald, denn der Gegner in euch ist noch mächtig und lauert nur auf eine Gelegenheit, euch zu verfeinden. Seid euch bewußt, daß ihr nun gegenüber euren Nächsten auch die Liebe zu Mir bestätigen könnt. Aber dazu müßt ihr die zwei gefallenen Zustände eures Bewußtseins auch tatsächlich vermeiden, und damit ihr das könnt, habe Ich euch den Kreuzweg Meiner Liebe deutlich gezeigt.

  12. Wollt ihr mehr als Ich sein und wollt ihr besser als Ich sein, so könnt ihr diesen Weg ruhig ablehnen und leugnen. Wollt ihr jedoch wie der Meister sein, so müßt ihr euch auch dieser meisterlichen Liebe befleißigen.

Amen. Amen. Amen.





Comments