Unterscheidung der Nächstenliebe

Sonntag, der 10. Juni 2012   9 Uhr  M

Unterscheidung der Nächstenliebe

  1. Gut, einigen von euch ist der Nervenäther nicht so sehr zu Kopfe gestiegen und ihr habt euch bemüht, ein wenig Licht in das Dunkel dieser, den Luzifer in euch herausbildenden nervenätherischen Angelegenheit zu bringen. Also will Ich diesen Faden dann doch noch ein wenig weiter verfolgen, doch ihr müßt nicht glauben, daß dies der Weisheit letzter Schluß wäre, sondern das hier Gesagte ist aufgrund des Einflußes Meines Geistes in dieser Seele möglich und wenn nun Mein Geist sich in dieser oder irgend einer anderen Seele mehr durchsetzen könnte, dann würde sicherlich mehr und vor allem auch Tiefgreifenderes zum Ausdruck kommen.

  2. Kinder können nun einmal nicht das in der Gänze erfassen oder überschauen, was dem ausgereiften Menschen leicht möglich ist und darum habt ihr es hier noch immer mit einem dieser Seele innewohnenden "Kindgeist" zu tun und es dürfte euch ja sicherlich nicht unbekannt sein, daß man hier keinesfalls von einer geistigen Wiedergeburt sprechen kann sondern wenn überhaupt, dann nur von einer halb aus dem Geist heraus wiedergeborenen Seele. Auch wenn das im Lorberwerk sehr ausführlich behandelt wird, so seid ihr dennoch nicht in der Lage, eben aufgrund eures nur nervenätherischen Bemühens, von dort die rechten Schlüsse zu ziehen und somit werde Ich - ähnlich wie Ich es öfters schon geäußert habe - an euch die Frage stellen, wie oft Ich euch denn noch werde ertragen müssen, weil ihr noch im Nervenäther schwelgt?

  3. Wenden wir uns vorerst noch einmal der geistigen Wiedergeburt zu und schauen wo ihr steht und was für euch noch möglich ist, wenn ihr euch so recht befleißigt und aus dem Herzen heraus bemüht Mich, den Geist in euch, über alles zu lieben so daß dieser Geist euch durch das Kreuz hindurch bis zur Auferstehung führen kann. Ohne Kreuz gibt es keine Geistbildung und demzufolge keine Auferstehung und also kann auch keine noch so gute Seele eines noch so guten und der Nächstenliebe huldigenden Menschen den Geist in sich bilden, wenn dieser Mensch nicht gewillt ist, sein Kreuz anzunehmen und zu tragen.

  4. Wie ihr wißt gehört zur Geistbildung die Liebe, denn der Geist ist Liebe und somit benötigt ihr eine zweifache Liebe, die im eigentlichen jedoch auch schon die einzige Liebe ist und die euch nur wegen eures von Mir abgefallenen Bewußtseins wie eine Trennung vorkommt: Die Gottesliebe und die Nächstenliebe. In der Liebe zu Mir sehnt sich eure Seele nach Trost, Ruhe, Geborgenheit, Frieden inmitten eurer von den Nerven aufgepeitschten Welt. Eure Welt ist vorwiegend eine, aus diesem Nervenäther gebildete sinnliche Erregungs- bzw. Ergötzungsmaschinerie. Wenn ihr diesem Götzen dient, der ja nichts mit dem Geist zu tun hat, sondern der nur aus dem Seelenstoff, dem Nervenäther lebt, dann unterhaltet ihr damit eben diese Welt und ihr werdet als Folge auch von dieser Welt belohnt und bedient. Ihr seid dann die Diener dieser, rein dem luziferischen Prinzip huldigenden Welt.

  5. Immer dort, wo in eurem Bewußtsein noch der Nervenäther vorherrscht, wo ihr also noch immer abhängig seid und in der Gefahr steht, die Verwandlung von Luzifer zu Satan zu erleben, - die Position des über Nervenäthers verfügenden Lichtengels oder aber die Position des Drachens annehmt, der eben nicht über genügend Nervenäther verfügt und deshalb lügt und betrügt, um diesen zu stehlen, - werde Ich euch mit einem Kreuz entgegenkommen müssen, denn sonst würdet ihr das Leben eurer Seele zu schnell aushauchen, weil ihr euch in euren Scheinwelten und allem, was aus diesen ätherischen Vorstellungen gebildet wird dann eben so verlieren würdet, wie sich die Opiumesser im alten China und nun im neuen China, und das ist die Welt, verlieren.

  6. Nervenäther ist nicht Geist und Ich kann das nicht oft genug wiederholen, denn ihr alle habt das verwechselt und etliche von euch tun das noch immer. Gut, wer da nicht ernstlich an sich arbeitet, der wird mit diesen Mitteilungen auch schon nichts Gescheites beginnen können und wird sie achtlos beiseite legen, doch muß er sich später auch nicht darüber beklagen, wenn er Luzifer in sich erlegen ist. Die Liebe und Sehnsucht zu Mir kann und mag sicherlich innerhalb solch eines nervenätherischen Traumweltkomplexes entstehen und in der Regel ist dies auch in der Jetztzeit der Fall, doch gerade auch deshalb wird das Kreuz den Unterschied deutlich machen und wird aus euch mehr und mehr real praktizierende, die uneigennützige Nächstenliebe auch durchhaltende Christen ziehen.

  7. Die Liebe zu Mir wird also in dem Falle des durchs Kreuz gehenden Menschen immer realer, der aus der Parallel- oder Scheinwelt stammende Anteil wird immer geringer und die Fähigkeit, den Nächsten zu ertragen wird immer größer, das Kreuz mithin immer leichter, die Geistliebe immer stärker bis dann eines Tages die Befruchtung mit dem Geist in der Seele eine hinreichende Intensität erreicht hat, so daß dieser Geist nun in die Seele eingeboren wird. Das ist die Eingeburt des Geistes in der Seele, die man auch als die seelische Wiedergeburt bezeichnen kann, denn die Seele wird umgekehrt in den Geist geboren. Der Geist wächst sodann durchs Kreuz aufgrund der Liebe zu Mir und der uneigennützigen Liebe heran, bis daß er seine Seele vollends in sich aufnimmt und das ist eben die geistige Wiedergeburt.

  8. Also begleitet euch das Kreuz ständig und vor allem auch deswegen, damit ihr einmal eine reale Liebe zu Mir, dem Geist, erzeugen könnt und aus dieser Scheinwelt erwacht und zum zweiten deshalb, damit ihr die Nächstenliebe zu unterscheiden lernt und aus ihr den nervenätherischen Anteil der die Parallelwelt aufbauenden Scheinwirklichkeit ausscheidet, denn die uneigennützige Nächstenliebe ist deshalb uneigennützig, weil sie vom nervenätherischen Anteil frei ist. Die Unterscheidung der Geister basiert auf genau diesem Konflikt, das nämlich die unreifen Geister noch alle den Nervenäther benötigen und vom wirklichen Geist zu weit entfernt sind.

  9. Zu solchen, allein dem Nervengeist huldigenden Menschen habe Ich seinerzeit auch gesprochen und ihnen sehr deutlich gesagt, daß Ich sie nicht kenne und auch nicht annehmen kann, denn sie sind noch immer Kinder des luziferischen Lügengeist, der auch deshalb ihr Vater ist. Auch jene, die ihr hochzeitliches Gewand nicht tragen und es mutwilligerweise unterlassen es in Meiner Gegenwart anzuziehen, bleiben darum auch nur innerhalb ihrer nervlich-ätherischen Genüsse und verabscheuen Meinen Geist, der ihnen keinen Genuß oder Hochgenuß beschert. Der durch den Nervengeist hervorgerufene Sinnenrausch beläßt solche Menschen nur in der Sphäre des diesem Seelenstoff zugrundeliegendem Bewußtseins, das ja deshalb gefallen und in die Materie gebannt worden ist, weil der dem Nervenäther innewohnende Geist eben ein sehr hochmütiger ist. 

  10. Der Nervenäther ist für den Leib zu dessen Konstituierung vonnöten und wie schon mehrmals ausgeführt, geht nun der beste Teil davon in das Herz über und soll dort der Seele zugeführt werden. Wenn allerdings der Nervenäther nur dieser aus der gefallenen Schöpfung stammende Nervengeist bliebe, so würde die Seele freilich nicht in den nur auf dieser Erde hier obwaltenden Vorzug gelangen, daß sich nun etwa der Geist in der Seele würde bilden können. Die Vorbedingung zur Bildung des Geistes ist jener Umstand, den Ich euch als den Zustand der Brautseele erklärt habe, denn bevor das Geistkind sich bilden kann, muß doch ähnlich der irdischen Zeugung und Bildung eines Kindes zuerst einmal eine notwendige Befruchtung als Einswerdung zwischen Geist und Seele, die Einigung zwischen Bräutigam und Braut, vorhergehen. Ohne solche notwendige Einswerdung zwischen Meinem Geist und eurer Seele kann ja kein, dieses Mich über alles und den Nächsten wie sich selbst liebende Geistwesen erzeugt werden, wenn sich nicht deren Eltern - als da sind der Vater als die alles überwindende Geistliebe und eure Mutter, als die uneigennützige Nächstenliebe, treffen und sich in ihrer gegenseitigen Liebe ergreifen. Diese Eltern vertreten das geistige Prinzip, stehen damit also für die Gottesliebe und die Nächstenliebe und nur so kann dieser Geist gezeugt werden.

  11. Gut, ist diese Vorbedingung erfolgt, weil ihr als die Braut Meines Geistes euch dort mit dem Öl genügend versehen habt und also auch entsprechende Taten der kreuzertragenden Nächstenliebe ausgehalten habt, dann konnte der Geist in euch sogleich diesen gefallenen Anteil innerhalb des Nervengeistes verwandeln und euch über die tätige Nächstenliebe veranlassen, sich endlich einmal des Nervenäthers zu entledigen. Dieser, sich im Herzen des Menschen aufhaltende, an sich schon sehr reine Nervengeist des negativen Herzkämmerleins ist im Prinzip genau jener Luzifergeist, der noch immer seine eigene Schöpfung kreieren will und der nur über diese, das Kreuz in allem ertragende Leidenszeit als demütigen Akt von seinem vormaligen Hochmut kuriert werden kann.

  12. Dann erst kann das Geistkind gezeugt werden, weil zwischen dem Gottesfunke in der positiven Herzkammer und dem negativen Luzifergeist allein durchs Kreuz bedingt eine Verbindung zustande kommt und diese weiterhin durch diese liebevollen Taten der uneigennützigen Nächstenliebe aufrechterhalten und  genährt wird soweit, bis der Geistfötus heranwächst und gedeiht und er eines, nicht allzu fernen Tages als Kind in die Seele eingeboren wird. Beim weiteren Wachstum dieses von euch selbst gezeugten Geistkindes durch die große Sehnsucht und Liebe zu Mir, wird immer dort, wo eure Seele noch diesen Nervenäther vom Nächsten benötigt und verschlingt sofern ein noch aktiviertes nervliches Muster in euren Gehirnen tätig ist, eben eine Situation vom Geist her geschaffen, damit auch tatsächlich gewährleistet ist, daß dieses rein nervliche Muster abgearbeitet wird und- je nach der geleisteten Arbeit und dem Willen, dieses nervliche Muster auch zu überwinden, - wächst dann schon ganz natürlich auch der Geist heran.

  13. Eure Nächstenliebe wird durchs Kreuz geadelt aus den Abhängigkeiten der rein nervlichen Erregungen vom luziferischen Charakter befreit. Lob, Ruhm und Ehre sowie alle übrigen, den Luziferisten in euch stärkende Seelenneigungen werden ausgetrieben, entsprechende, in eure Seelenstruktur schon hineingelebte Nervenmuster z.B. des ersten, zweiten oder dritten großen Nervenbrandes, die nach Außen hin den drei großen Kriegen oder Weltkriegen entsprechen, müssen allerdings mit einem erheblichen Aufwand und unter Zuhilfenahme auch gewisser Krankheiten und Katastrophen aus eurer Seele wieder verbannt werden. Es ist nicht so einfach, diejenigen Trotzanteile wieder aus euren Nerven oder Gehirnen und schon gar aus euren Seelen zu verbannen, vor allem dann nicht, wenn sich solch ein Mensch so faustdick hinter seinem luziferischen Hochmut und all seinen Lügen und Betrügereien versteckt und sich als unschuldiges Opfer darstellt, doch Mir und Meinen Engeln stehen beträchtliche Mittel zur Verfügung solch eine träge und blinde Seele doch noch zu läutern und wenn sie selbst in Jahrtausenden nicht will, so kümmert es uns wenig, denn dem selbst so Wollenden geschieht dann eben, wie er es durch die Abhängigkeit von dem Nervenäther auch nicht anders will, doch die Folgen dieser dümmsten Abhängigkeit wird er selbst zu tragen haben.

  14. Der Geist kann sich innerhalb einer Seele also nur dort entwickeln, wo die entsprechenden Nervenmuster erkannt und überwunden worden sind. Hat, um ein Beispiel zu wählen, sich ein durch die Nervenliebe oder auch Affenliebe seiner Mutter dort in eine Vorzugsstellung bringender Mensch, der ja in der Sphäre seiner Mutter oder Eltern beinahe schon wie ein Genie da steht, sich diese Vorzugsstellung nicht real über die uneigennützige Nächstenliebe verschafft, sondern ist diese Vorzugsstellung nur durch die nervenätherische Versorgung seiner Eltern geschehen, dann wird sofort ein Muster über das Blut bis in die Nerven und von dort bis in das Gehirn erzeugt so daß dieser Mensch sich in die Position der Nummer Eins begibt und von daher alle anderen Mitmenschen, die seine Stellung als Nummer Eins bedrohen, dann als Konkurrenten betrachtet. Das kann über die Vorstellung gehen, daß sich ein Mädchen nicht nur als hübsch sondern sogar schon als die Schönste betrachtet und für einen Jungen wäre das dann die Vorstellung, daß er der Größte und Stärkste oder der Klügste sein müßte.  Erschwerend kommt dann noch hinzu, daß sich die heutigen Frauen sehr bewußt um die Gleichstellung der Geschlechter bemühen und von daher sind dann auch wieder etliche Nervenmuster aktiv, die der Frau suggerieren, daß sie den Mann auch schon wird ersetzen können.

  15. Solche, rein nervliche Entzündungen behindern dann natürlich auch schon das geistige Wachstum des Kindes in der Seele und solange dort diese besagten Muster aktiv sind und zwecks ihrer Aufrechterhaltung auch den nötigen Nervengeist benötigen, solange kann das Geistkind in der Seele nicht gezeugt werden und selbst wenn es gelänge, dann eben keinesfalls erwachsen werden und von einer geistigen Wiedergeburt ist solch ein Mensch so weit entfernt, wie der Mond von der Sonne.

  16. Wäre nun endlich einmal ein Mensch bereit, sich des Abhängigkeitsverhältnisses von dem Nervenäther zu entsagen was bedeutet, daß er damit aus den ihn im Sektenstadium haltenden Luziferistenzustand aussteigt, nun, dann würde dessen Geist allerdings bedeutend schneller ausreifen und könnte die Vollgröße in der Seele erreichen, doch das heißt noch nicht, daß er damit geistig wiedergeboren wäre. Zur geistigen Wiedergeburt gehört überhaupt, daß dieser nun erwachsen gewordene Geist seine Seele in allem ergreift und sie vollständig durchdringt, denn erst die Durchdringung mit dem göttlichen Geist verschafft solch einer Seele die Voraussetzungen, das sie nun mit ihrem Ichbewußtsein sich innerhalb des Geistes bewegen kann und alles aufnimmt, sieht oder weiß, was das Ichbewußtsein, welches hier nicht mehr nur das begrenzte und sich nur selbstwahrnehmende Ich ist, zwecks Wirkung für den Nächsten benötigt. Solch ein Bewußtsein hat die Grenzen seines nur auf seine eigene Seele ausgerichteten Bewußtseins überwunden, denn es fühlt nun brüderlich bzw. geschwisterlich die Zustände seiner Nächsten mit. Der Geist wäre dann der Vater, der alles weiß und mitfühlt, der seinen Sohn, eben seine Seele, in allem aufnimmt und die Seele wüßte dann alles auch über und von den Nächsten, was ihr der Vater vermittelt.

  17. Für den Leib gibt es ebenfalls eine Veredelung in der Form, daß er sich nun nicht mehr allein des Nervenäthers bedienen muß, sondern auch er lebt, wie seine nun vergöttlichte Seele, allein aus dem Geist der vergöttlichten Seele heraus. Er kann und wird allerdings für die Zeit seines irdischen Aufenthaltes noch immer diesen Seelen bzw. diesen Ätherstoff vonnöten haben und wenn ihr euch daran erinnert, wie selbst Mein Raphael dort zur Sichtbarwerdung seines Leibes den Ätherstoff in großen Mengen aufzehrte, so könnt ihr schon ahnen, nach welchen Gegebenheiten das abläuft. Für euch ist es vorderhand nur wichtig, daß ihr begreift, daß, wo immer noch ein nervliches Muster in euch aktiviert ist, ihr es dann nicht vermögt, diese uneigennützige, weil vom Nervenäther befreite Nächstenliebe zu leisten und ihr darum auch keinen Geist zu bilden imstande seid. Erst das Kreuz lehrt euch den Unterschied und wenn ihr diesen Prozeß durchsteht, so seid ihr damit auch schon bei der Korrektur eures siebten und achten Gebotes angelangt, denn ihr betrügt, beraubt, bestehlt und belügt nun nicht mehr innerhalb dieses Umfeldes. Lernt nun also noch besser, diese Art eurer Nächstenliebe zu unterscheiden, denn ihr sollt nicht mehr stehlen und lügen.

    Amen. Amen. Amen.

     

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