Unbewußte Zustände des Eigensinns

Freitag, 16. Oktober 2009 11:28 Uhr M

Unbewußte Zustände des Eigensinns

  1. Die Fallen des Bewußtseins sind also jene, wo die geistige Ausbildung vernachlässigt wird, weil der betreffende Mensch aufgrund einer beliebigen Verletzung, eine Wiedergutmachung bzw. einen Trost dafür fordert, daß er mit einem Teil seines Ichbewußtseins noch in der Materie festhängt. Dafür, daß dieser Mensch selbst noch im Trotz, im Ärger, in der Erregung seines Bewußtseins steht, also dafür, daß er mangels geistiger Reife sich dann auch noch unnötig an der Materie festhält, sich dort förmlich festsaugt und wie ein Säugling durch diese versinnbildlichte Materie genährt werden will und diese Nahrung dann letztlich auch von seiner Umgebung fordert, dafür zahlt solch ein Mensch einen hohen Preis, denn diese Wiedergutmachung in Form von sinnlichen Genüssen - früher mit dem Wort "Hurerei" bezeichnet, hält ihn sogleich in der Einflußsphäre des Gegners fest, läßt ihn damit in der Falle des luziferischen Bewußtseins zappeln, und so sehr er sich auch darum bemüht, sich dieser Falle zu entledigen, ohne bewußte Annahme Meiner vergebenden Liebe, gelingt da nichts.

  2. Solange solch ein unreifer Mensch noch eine Wiedergutmachung fordert, solange bleibt er verletzlich und solange wird er auch vom Gegner verletzt. Der eigensinnige Mensch kämpft um sein Revier und gelangt dadurch in das Revier eines anderen, der ebenfalls eigensinnig auf seinem Recht beharrt und schon ist den gegenseitigen Verletzungen Tür und Tor geöffnet. Der Eigensinn ist das Resultat der Entfernung zur göttlichen Liebe, und weil der eigensinnige Mensch diese göttliche Liebe nicht mehr wahrnehmen kann und will, so fordert er vom Nächsten Ersatz dafür, daß er sich von selbst aus dem Bereich der göttlichen Liebe entfernt hat. Doch weil der Nächste nicht Gott selbst ist, so kann der eigensinnige Mensch auch nicht geheilt werden, sondern der Grad der Verletztheit steigt ständig, jedenfalls solange, bis dieser Mensch, sich einmal eines Besseren besinnend, dann keine Kraft mehr hat und keinen Sinn mehr darin sieht, um das Recht seines verletzten Gefühls nach Wiedergutmachung zu streiten. Dann steht er der Heilung schon sehr nahe, doch bis dahin wird noch viel Geduld und Mühsal aufzubringen sein.

  3. Wenn ihr einmal auf die geistige Reife der Völker schaut, so seht ihr dort eine ähnliche Struktur im Umgang mit dem himmlischen Vater, wie ihr sie auch in euren eigenen Familien erkennen könnt. Wer noch voller Liebe, das vierte Gebot beachtend, sich seinen Eltern in aller Innigkeit zuneigt und bereit ist, seine Eigenliebe zurückzustellen, der wird auch schon eine deutliche Anschauung von Mir Selbst haben und nicht selten auch direkt von Mir geführt und behütet werden. Doch wenn der einzelne Mensch aufgrund seines Glaubens Mich nicht berücksichtigt und nichts von Mir wissen will und Mich sogar noch der Teufelei beschuldigt und wenn die Mehrheit eines Volkes solch einen barsten Unglauben noch für den einzig wahren Glauben ansieht, dann kann und wird solch ein Volk, welches seine Grundliebe verstößt und welches damit seinen eigenen Vater verstößt, auch niemals in seiner Familie noch mit seinen Verwandten, den Nachbarn etc. auskommen, sondern es wird von außen erleben, wie es selbst von seinen Nachbarn umzingelt, verachtet und bedroht wird, einfach deshalb, weil es von außen erleben muß, wie es sich innerlich zum allmächtigen Gott und alle Menschen liebenden himmlischen Vater verhält. Wer die göttliche Liebe mit Füßen tritt, obwohl sie ihm doch das Leben schenkt und wer darüberhinaus auch den eigenen Unglauben für den einzig richtigen Glauben hält, der darf sich freilich nicht wundern, wenn ihm von seiten der Mitmenschen deutlich aufgezeigt wird, was mit solch einem Unglauben alles erreicht werden kann, nämlich nur Zwietracht, Unfriede, Streit, Hader, Mord und Totschlag, und seht, genau das könnt ihr gegenwärtig bei jenen Völkern deutlich beobachten, die in ihren eigenen Familien sehr zerrissen sind und die deshalb von außen ihren Riß deutlich vor Augen geführt bekommen, und das jüdische Volk ist hiermit keine Ausnahme, sondern dort ist alles noch sehr viel deutlicher wahrzunehmen, was in eurem Lande aber ebenfalls, wenn auch nicht so überzeichnet, vorhanden ist. Dieser Zustand ist die Folge, wenn man sich noch im luziferischen Bewußtseinsstadium befindet, bei welchem zuvorderst die Gerechtigkeit, die Wiedergutmachung, die Verletzung der Liebe durch sich selbst (Eigenliebe) im Vordergrund steht. Wer noch im Gefühl steht, die Nr. 1 zu sein und wer noch den Anspruch hat, die Nr. 1 zu sein und wer sich noch als auserwählter Mensch oder auserwählter Führer oder sogar noch als auserwähltes Volk betrachtet, ohne diesen eigenen Anspruch in einer uneigennützigen Nächstenliebe zu bestätigen, der bandelt mit Luzifer und handelt in dessen Auftrag und der mag ja mit seinem "Gottesglauben" alles mögliche glauben, doch das, was der einzig wahre Gott in seiner allmächtigen Liebe für ewig wahr und gut befindet und wofür dieser einzig wahre und lebendige Gott steht, das wird solchen Kindern Luzifers weder gefallen noch einleuchten, denn daß sie - durch ihren selbst verursachten Fall von Mir - nur noch einem imaginären Wunschdenken folgen und sich ihre selbst zugefügte Entfernung zur göttlichen Liebe dann mit einer sinnlichen Liebe und mit Zeit und Energie verplempernden Genüssen erkaufen, die sie selbst und andere wieder verletzen, das kann ihre Eigenliebe so nicht gelten lassen, denn sie bezieht ja ihre Existenzberechtigung genau aus diesem Umstand, daß sie Mich als göttliche Liebe und als liebevollen himmlischen Vater nicht anerkennt. Würde Luzifer Mich anerkennen, so wäre er ja nicht mehr Luzifer, der euch die bewußten Fallen der Sinnlichkeiten und der Rechthabereien stellt, sondern er wäre euch ein Bruder, und er würde nichts unversucht lassen, euch Meine göttliche Liebe zu zeigen. Er wäre also der Zeuge und Bestätiger Meiner himmlischen Liebe und wäre nicht so wie bisher nur der Prüfer und Versucher eurer Liebe zu Mir und zum Nächsten.

  4. Doch wer stetig dem Weg der himmlischen Liebe folgt und sich stets von Mir leiten läßt, denn nur Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, wer also diese Tatsachen genügend berücksichtigt, der wird in sich auch seinen eigenen luziferischen Zustand erkennen und kann ihn überwinden, und er wird sodann für seine Nächsten auch nicht mehr der Versucher sein, der sie mit falscher Beredsamkeit in die Tiefen des materialistischen Verstandes führt und ihnen allerhand vorgaukelt, was derjenige, der mit Meiner Liebe in Berührung kommt, weder braucht noch jemals brauchen wird. Die luziferische Eigenliebe, die sich sogar über Mich stellt, die sich damit über den allmächtigen Gott und Schöpfer des Himmels und der Erde stellt, diese Art der Eigenliebe kann nur deshalb bestehen, weil sie in einem fort Meine Existenz als liebevoller Gott, als gütiger Gott und letztlich als gütigen Vater Jesus verneint oder wenn sie denn schon gezwungen ist einen Gott anzunehmen, dann jedoch von Mir als gütigen Vater nichts annehmen will.

  5. Wie ihr nun schon deutlicher seht, ist dies die Folge der Nichteinhaltung der 10 Gebote und hier besonders des vierten Gebotes, und genau bei diesem setzt der Gegner an. Wie er es geschafft hat, aus der liebevollen Mutter und der fürsorglichen Betreuerin und getreuen Kameradin des Mannes ein in ihren Trieben entflammtes luziferischen Wesen zu formen und wie er es nur schaffen konnte, weil er den Mann in die syphilitische Abhängigkeit der Sexualität getrieben hat, so daß solch ein sich den sinnlichen Genüssen hingebender Mann seinem Weibe kein Vorbild ist und daß solch ein Mann sich dann wie ein Kind benimmt und es auch ist, weil er geistig nicht ausreifen kann und daß solch ein Mann damit seiner eigenen Frau die geistige Ausreife vorenthält und daß sodann seine Frau auch diesen kindlichen Mann dominiert und ihm sehr deutlich die Grenzen seines Bewußtseins aufzeigt etc., das alles ist die Folge, wenn man Mich, als die bewußte göttliche Liebe nur wieder auf den hintersten Platz seines Bewußtseins verbannt und damit ebenso handelt, wie die Priester, die Mich am liebsten in ihrem Tabernakel auf immer verschließen würden, und wenn sie glauben, sie würden Mich einmal kurz freilassen, dann holen sie aus dem Gefängnis ihres eigenen Bewußtseins auch nur wieder ihren strahlenbeglänzten und goldumkränzten Luzifer hervor. So wie die luziferische Frau vor ihrem Mann letztlich auch keine Achtung mehr hat und sich durch dessen Sexualisierung darin bestätigt sieht, so handeln auch schon ganze Völkerschaften, und daß diese Frauen, wenn sie schon keine Achtung vor ihrem Mann haben, dann ebensowenig eine Achtung oder gar eine Liebe für Mich aus ihrem Herzen schöpfen können, ist dann eben die Folge, und was daraus wird, nun, das seht ihr ja sehr genau, wenn ihr nicht gerade mit Scheuklappen bedeckt herumlauft.

  6. Gegenwärtig könnt ihr also sehr genau beobachten was geschieht, wenn sich der Mann in seinen Körper verloren hat und wie die Frauen dann, eines Vorbildes beraubt, es schließlich selbst versuchen besser zu machen und wie sie dann umso mehr scheitern - und auch scheitern müssen. Eine Frau, die Mich wirklich liebhat und es nicht nur mit spitzen Lippen bekundet, die wird ihrem Manne auch helfen können und wird eine Freude daran haben, Kraft ihrer Liebe - die sie von Mir erhält - dann das Wachstum ihres gesamten Umfeldes mitzuerleben. Sie wird erleben, wie diese himmlische Liebe hundertfältige Frucht gebiert, und sie wird, wunderbar im Herzen berührt, vor dieser mannigfaltigen Wunderkraft Meiner Liebe sodann auch die Herzen ihrer Nächsten berühren und wird den Frauen, die einsam sind, weil sie sich nur auf ihrem von verletzten Gefühlen leitenden Verstand begründen, überdeutlich zeigen, zu welch Großes und Edles Ich die Menschen nach Meinem Vorbild geschaffen habe, doch annehmen und es für sich zulassen müssen sie es schon selbst.

Amen. Amen. Amen.

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