Träume werden wahr

 

Freitag, 1. Mai 2009

Träume werden wahr

  1. Die Zeit wird also durch den Fall aus Meiner Gegenwart gebildet, weil mit dem Verlust Meiner Gegenwart ein Bruch geschieht, und der Teil, in welchem Ich nicht zugegen bin, zur Vergangenheit wird und gleichzeitig eine phantastische Zukunft entwirft, in welcher Ich auch nicht gegenwärtig bin und die eigentliche Gegenwart als Ausdruck Meiner Kraft und Liebe deshalb nicht möglich ist, weil der Mensch entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft festhängt. Die Zeit, die benötigt wird, um wieder in Meine Gegenwart zurückzukehren, ist - mit anderen Worten ausgedrückt - der innere Zustand, den der Mensch erreichen muß, will er Mich wahrhaftig schauen und sprechen. Dieser Zustand des menschlichen Bewußtseins, daß es sich mit Mir wieder vereinen will, kann nur mit Hilfe der zeitlichen Wahrnehmung verwirklicht werden, indem die Angst vor den Verletzungen und die Lust als Ersatz in der Vergangenheit und ebenso auch in der Projektion einer Zukunft überwunden wird, denn wie anders als so, könnte ein Weg beschritten und ein Ziel erreicht werden. Die Zeit ist also eine scheinbare Trennung von Mir, wo doch in Wirklichkeit, also in Meiner Ewigkeit, ihr niemals von Mir getrennt seid. Und doch müßt ihr, um von Mir nicht mehr getrennt zu sein, die Zeit in Anspruch nehmen und sie überwinden, denn ihr seid gerade durch diese zwei Fälle - und hier besonders durch den luziferischen Fall - aus Meiner Gegenwart herausgefallen und in eurer Zeit gelandet, der irdischen Zeit.

  2. Ihr seid im Grunde also nur durch eure zeitliche Orientierung und zeitliche Wahrnehmung von Mir getrennt, denn euer Bewußtsein braucht sequentielle Erfahrungen, braucht also eine schrittweise Rückführung bis zu Mir hin, damit es den Fall in die Zeit als Fall in die Materie erlebt und durch die Entwicklung der Liebe in der Zeit eben die Überwindung dieser Materie erlebt. Die Zeit kann nur durch die Macht der Liebe zu Mir überwunden werden, und es ist völlig unmöglich, solches nur mit Hilfe des Lichtes zu bewirken. Das Licht, so schnell es auch sein mag, ist doch immer noch an die Zeit gebunden, während die Liebe, welche sich in den Gedanken und Gefühlen ausdrückt, keine Zeit benötigt, um sich an den Ort ihrer Wünsche zu begeben. Aber damit sich diese Liebe intensivieren kann, damit sie sich entwickeln kann, braucht sie Erfahrungen, mit deren Hilfe sie ihre Liebe zu Mir noch steigern kann. Diese Erfahrungen sind dann innerhalb der Zeit eingebunden und können als Entwicklungsstadien der Liebe betrachtet werden. Wenn ein Stein sehr viel Zeit benötigt, um sich in andere Formen umzuwandeln, so geschieht dies mit zunehmendem Liebesinhalt immer schneller, so daß die Lebensspanne eines Tieres schon sehr viel kürzer als die eines Gesteins ist. Die Liebe in diesen Erfahrungen, welche die Wesen machen, entwickelt sich also, und mit der Zunahme dieser Liebe wird die Zeitspanne verkürzt, bis sie schlußendlich in Meiner Gegenwart überwunden wird. Wer in dieser hohen Liebe steht, daß er sich in Meiner Gegenwart befindet, der hat auch schon die Zeit als solche überwunden, weil die Zeit, wie ausgeführt, nur die Entfernung des Bewußtseins zu Mir anzeigt und diese Entfernung zu Mir durch die besagten zwei Fälle bestimmt wird, dem luziferischen und dem adamitischen Fall.

  3. Die Materie kann als verfestigtes Licht betrachtet werden, ebenso wie auch Wasser als komprimierte Lichtform agiert, und Wasser ist dabei die Urform der Materie, und weil Wasser eine materielle Form ist, zu welcher das Licht konzentriert werden kann - bedenkt, daß auch der Engel, ebenso wie die Sonne, aus Wasser besteht - so ist im Wasser ja alles Leben in gebundener Form enthalten, und dieses gebundene Leben benötigt eben die Zeit zu ihrer Entwicklung. Der gebundene Zustand dieser Materie kann niemals die Zeit überwinden, wenn nicht in den von Mir angediehenen Erfahrungen die Liebe gewissermaßen in erträgliche Portionen verpackt, diesen Wesen entsprechend ihrem Stadium in der Zeit gereicht wird. Die Zeit ist ja gerade der Maßstab, inwieweit diese Materie aus der Liebe herausgefallen ist, also inwieweit sich das Licht von der Liebe entäußert hat. Von daher kann die gefesselte Materie, die zur Befreiung ihres Zustandes doch Meine Liebe in Anspruch nehmen muß, nicht durch die Materie - also dem materiellen Anteil des Lichtes - befreit werden. Dann hätte Luzifer freilich recht und würde sich vollauf bestätigt fühlen in seiner Meinung, daß das Licht über der Liebe stünde. Eure Relativitätstheorie ist in mehrfacher Hinsicht nicht nur physikalisch ein barster Unsinn, sondern auch in philosophisch-theologischer Sichtweise völlig daneben. Nicht das Licht, welches doch den Fall verursacht hat, führt zu Mir zurück, sondern einzig die Liebe ist es, durch welche dieser Hochmut gebeugt wird. Und so, wie die demütige Liebe das hochmütige Licht beugt, so überwindet diese Liebe denn auch schon die Zeit.

  4. Die Materie als solche kann nicht die Materie überwinden. Gebildet durch den Fall aus Meiner Gegenwart heraus, kann sie nur durch die Rückkehr zu Mir überwunden werden. Der verlorene Sohn muß zu Mir zurück, wenn er denn sein göttliches Liebes-Erbe antreten möchte. Das Licht wurde in die Materie gesät, um in einer bestimmten Zeit wieder zu Mir als der ewigen Liebe zurückzukehren. Die ihr zubestimmte Zeit ist nach der Intensität der Liebe bemessen, welche zwar eine bestimmte Form des Lichts benötigt, um aus der Materie frei zu werden, aber dennoch liegt in der Form nicht soviel wie Luzifer meint, sondern allein dem Inhalt ist´s gegeben, denn dieser richtet sich nach Mir. Ist die Orientierung nach innen geschehen und die Seele von diesem Inhalt erfüllt, so ist auch schon die Gegenwart Meiner Liebe erreicht. Das Licht nimmt in jedweder Form nur diejenige Gestalt an, die ihren Ausdruck der Liebe zu Mir anzeigt, und von daher ist die solcherart gebildete Form als die bestimmende Gestalt zwar eine Konzentration des Lichtes dem Äußeren nach, doch dem Inneren nach, also Meiner Liebe nach, ist es wieder die Kraft zur Auflösung und Überwindung derselben Form. Mag auch das Äußere sterben, so ist doch das Innere, weil aus Mir genommen, ewig unsterblich. Der Grad der Seligkeit des Wesens wird von dem Grade der Liebe innerhalb dieser gebildeten Form, also innerhalb ihrer Gestalt bestimmt, und so, wie die nach innen konzentrierte Liebe diese äußere Lichtgestalt aufrechterhält oder bei weitergehender Reife denn auch schon überwindet, so überwindet diese innere Liebe denn auch schon die Zeit, weil sie bei entsprechender Liebe oder anders gesagt, bei entsprechender Erfahrungsentwicklung auch in jedweder Form der Zeit Mich als den eigentlichen Inhalt erkennt, denn die Zeit ist ja auch nur eine Form der Materie, respektive damit auch nur eine Form des Lichtes, welche in der Liebe zu Mir noch weiter entwickelt werden kann und soll. Sind einmal die Formen der Zeit durch die aus der Erfahrung extrahierten Liebe überwunden, ist also die Vergangenheit als Form der Gottvergessenheit und ebenso auch die Phantasie und diese daraus abgeleitete Träumerei überwunden und die Gegenwart als Herrin über die Zeit genügend entwickelt, so bin Ich als Herr der Gegenwart in eurem Bewußtsein auferstanden und Meine Zeit in euch beginnt und die Zeit von Luzifer - Satan ist beendet.

  5. Die Fähigkeit, sich in der Gegenwart zu behaupten, liegt also einzig an der Kraft der Liebe, liegt in der Macht der Liebe, die sich ein Mensch zueigen gemacht hat. Fehlt diese Liebe oder fehlt zumindest ein Teil dieser Liebe, so hängt der betreffende Mensch in der Vergangenheit fest und erträumt sich sodann eine bessere Zukunft. Also alles, was in der Gegenwart fehlt, ist dann in diese Zeitform von Vergangenheit und Zukunft hineingefallen: Die Vergangenheit als konkrete Erfahrung und die Zukunft als die erwartete oder als die geplante Gegenwart, die jedoch zu diesem Zeitpunkt noch keine Gegenwart ist, weil Ich Selbst noch nicht dort miteinbezogen wurde. Durchdringe Ich aber die Vergangenheit eines Menschen, so werde Ich auch schon dessen Zukunft gestalten können, und somit ist die Gegenwart gerettet, während, wenn Ich nicht Einlaß in die Vergangenheit nehmen darf, dann auch die Zukunft trübe ist und von einer Gegenwart auch nicht zu sprechen ist.

  6. Sind die Verletzungen der Vergangenheit zu tief, so gibt es kaum noch eine annehmbare Zukunft, sondern dafür gibt es nur noch eine völlig überzogene Wiedergutmachung, und solch ein Mensch wird alles versuchen, daß diese Wiedergutmachung auch gelingt, und während er diesen Sachverhalt der Wiedergutmachung umzusetzen bestrebt ist, begibt er sich freiwillig aus seiner Gegenwart heraus und schwelgt dann ausschließlich in der Zukunft, eine Zukunft, die er wie ein Verliebter in rosigen Farben darstellt, die aber doch nicht realisiert werden kann, sondern die nur Ausdruck seiner kranken Seele ist. Hat jedoch ein Mensch die Gegenwart zum Teil zurückerobert, weil er die Sexualisierung überwunden hat und lebt er dadurch schon sehr viel bewußter in eben dieser Gegenwart, dann wird er auch nicht mehr so ausschließlich in die Zukunft flüchten müssen. Doch erst, wenn auch der luziferische Anteil in dieser Zukunft zurückgenommen wird, erst dann ist die Gegenwart stärker und deutlicher als alle anderen Formen von Zeit, welche euer Bewußtsein annehmen kann.

  7. In dem ausschließlichen Erleben in der Phantasie, in den von der Vorstellung skizzierten Szenarien, die wie ein Trostmittel das Versagen in der Gegenwart ersetzen sollen und diesem Versagen ein Alibi geben, eine Rechtfertigung verschaffen, werden durch die ständige Beschäftigung mit solchen Vorstellungen dann auch die Nerven überreizt, denn die nervalen Impulse und die ständige Innervierung dieser bestimmten Gehirnareale erhitzt die Nervenstränge über die Gebühr, so daß die Isolatoren, welche um die Nervenstränge gelegt sind, dann mit der Zeit schwächeln und durchglühen, und dann verklumpen einige Leitungen, und die Inhalte der Wahrnehmungen aus dem Gedächtnis werden dann durcheinandergebracht und es ist keine Logik und keine Folgerichtigkeit in den Ausführungen des Menschen mehr zu erkennen. Wie Ich in anderen Werken schon sagte (Lorber-Werk) zerreißt die Schnur des Verstandes, die ihn mit seinem Herzen verbindet, und solch ein Mensch greift mit einer gewissen Gier nach verschiedenen, auch zufälligen Wahrnehmungen und verleiht selbst überflüssigen und unsinnigen Wahrnehmungen eine Tiefe und blendet dafür aber wirklich Tiefes und Wichtigeres aus, so daß nicht mehr die göttliche Liebe und Nächstenliebe im Vordergrund seines Bemühens stehen, sondern nur noch das, was der Polyp seines Verstandes in seiner Gier nach Sensationen ergreift und aufsaugt. Das kann, wie gesagt, alles Mögliche sein, aber eben nur nichts Gescheites. Solch ein Zustand führt schnurstracks in eure psychiatrischen Gefängnisse, denn solche Menschen sind eine Gefahr für sich und andere.

  8. So kann zuviel Zeit zu Träumereien die Gegenwart eines Menschen derart begrenzen, daß er völlig unfähig ist, in dieser völlig verschnittenen Gegenwart zu leben, und alle Drogen führen auch genau solch einen Zustand herbei, weil in diesen Mitteln noch alle Wünsche und Begierden der gefallenen Schöpfung enthalten sind. Nicht Ich bin dann der Herr und Gestalter ihrer Gedanken und Gefühle, sondern sie haben sich hochmütig über Meine Gegenwart hinweggesetzt und erträumen sich eine Welt, in welcher Ich keinen Platz habe. Diese Welt ist also finster und leer, doch dem nach Ersatz und nach Illusionen haschenden Menschen ist das einerlei. Doch wie werden die Träume der Zukunft wahr?

  9. Träume werden wahr, wenn Ich Selbst der Inhalt und Gestalter dieser Träume bin, und die Träumer, die sich all die Jahre in eine leere Zukunft ohne Mich geflüchtet haben, Mich dann innerhalb ihrer Traumwelten anrufen und durch Meine Hilfe die Zeit der Träume für beendet erklären. Das Bewußtsein ohne Mich bleibt leer und alle diesbezüglichen Handlungen ohne Mich sind dann wie Alpträume, umso mehr, wenn auch noch die auf Mich Selbst fundamentierte Nächstenliebe fehlt. Solche Träume sind Schäume, und außer, daß sie Zeit für wichtige Erfahrungen in der Liebe und Nächstenliebe verplempert haben, geschieht dann nichts Produktives. Doch werde Ich mit immer größer werdender Liebe auch innerhalb der Traumphantasien dieser luziferisch geprägten Menschen eingebracht, dann wird die Zeit der Träume entsprechend reduziert und die Zeit der Arbeit und Entwicklung der Gegenwart beginnt.

  10. Träume werden also wahr, wenn ein Mensch, durch Meine Liebe berührt, dann eine so starke Gegenwart in Meiner Liebe erlebt, daß er nicht mehr Ausflucht in eine zukünftige Gegenwart, also der Zukunft nehmen will, sondern mit der ihn nun ergreifenden Gegenwart Meiner Liebe vorlieb nimmt. Die Gegenwart mit Mir ist ihm dann lieber als es jede Flucht in die künftige Gegenwart ohne Mich wäre. Die Gegenwart mit Mir ist dann stärker als es die Vorstellung einer illusionären Zukunft ohne Mich wäre und wenn diese Illusion auch noch so sexualistisch oder luziferisch wäre. Dann träumt der Mensch nicht mehr eine Zeit ohne Mich - denn er kann nicht mehr von den Geschwistern in seinem Herzen verletzt werden - : dann hat er die Gegenwart Meiner Liebe auch in seinen Vorstellungen und die Zeit hat nicht mehr die Macht oder Kraft, ihn von Mir abzuhalten. Träume werden wahr, wenn Ich Selbst der Inhalt aller Träume geworden bin oder wenn die Liebe zu den Nächsten daraus den Träumenden zu weiteren Handlungen inspiriert. Dann sind alle Vorstellungen und Träume nur die Inspirationen einer konkreten, nächstenliebenden Handlung, dann sind solche Träume das Resultat der Einhaltung der zwei Liebesgebote bzw. der 10 Gebote, und dann sind solche Träume der realistische Plan zur Umsetzung von Hilfe, von Liebe zur Vermeidung von Not und Elend.

  11. Ja, so sollt und so könnt ihr träumen, indem ihr in jedweder Vorstellung euch mit Mir verbindet und Ich Selbst euch dann den Wahn zur Großträumerei und zu leeren Luftgespinsten nehme und euch dafür eine konkrete Liebe und ein entsprechendes Erfahrungsumfeld schenke. Freilich tun dies eure, sich in ihren wahnsinnigen luziferischen Träumereien ergebenden Politiker und Wirtschaftsgenossen nicht, und von daher sind alle ihre Pläne nichtig und bleiben nur eitle Träume, bleiben unrealistisch, ähnlich euren Traumgebilden und Gaukeleien, die ihr ohne Mich träumt.

Amen. Amen. Amen.