Probleme in der Entwicklung des Mannes

 

Sonntag, 4. Januar 2009 16:11 Uhr M

Probleme in der Entwicklung des Mannes – die Brautseelenliebe

  1. Es ist der Brautseelenzustand gerade durch die Sexualisierung für den Mann nicht so leicht zu erreichen, denn anders als die Frau, die in ihrem Herzen sich die unterschiedlichen Liebesqualitäten bewahrt hat, die elterliche Liebe, die Mutterliebe, die Kindesliebe, die Kameradschaftsliebe, die Freundschaftsliebe, die eheliche Liebe, die geschwisterliche Liebe, hat der Mann höchstens eine Freundschaft oder eine Kameradschaft zu einem anderen Mann nebst diversen Liebschaften erlebt, und tritt sodann die eheliche Beziehung hinzu, so ist es meist auch mit der Kameradschaft oder Freundschaft gegenüber anderen als diesem Ehegefährten schon höchst bedenklich geworden, von einer geschwisterlichen Liebe ganz zu schweigen, vor allem, wenn die Ehegefährtin noch zuviel der sinnlichen Liebe fordert und der Mann mangels geistiger Reife dieser Forderung auch noch nachgibt. Eifersucht und Neid sind die Folgen solch sinnlicher Liebe.

  2. Die Frau vermag es leichter, sich in Mich zu verlieben und betrachtet Mich dann in einer nur ganz leichten sinnlichen Einstellung als Mann, etwa so ähnlich, Ich sagte dies schon, wie das Maria Magdalena erlebte, die Mich zuerst aus der vollsten Inbrunst ihres fraulichen Herzens liebte und dies später korrigierte. Doch wie soll ein noch der Sinnlichkeit verhafteter Mann Mich denn reinen Herzens lieben, wie soll er Mich aus seiner ganzen Seele heraus lieben1, um in diesen Brautseelenzustand zu gelangen und warum sollte er das überhaupt tun? Wo liegt der Nutzen für seine Seele, wenn er Mich so ernstlich im Herzen zu lieben anfängt?

  3. Das ist freilich nicht so einfach, wenn der Mann die Liebe noch zu sehr auf das Geschlecht und damit eben auf das weibliche Geschlecht reduziert, denn erstens bin Ich keine Frau und zweitens bin Ich überhaupt nicht geschlechtlich in der Weise, wie ihr euch das im allgemeinen vorstellt. Mich zu lieben ist aus dieser Perspektive heraus, daß man Mich als Mann betrachtet, dann freilich für eine auf das Geschlecht bezogene Frau einfacher als für einen ähnlich gelagerten Mann, doch wenn man Mich als Gott in Meiner vollkommenen Gestalt ansieht, dann wird sich die geschlechtlich fixierte Einstellung auch ändern, und somit ändert sich dann auch schon die Qualität der Liebe, die sich aus dem körperlich-sinnlichen Bereich in den seelisch-geistigen Bereich hinein verlagert, und diese geistige Liebesbeziehung zu Mir ist für den sich der Sinnlichkeit enthaltenden Mann dann ebenso erreichbar wie für die Frau.

  4. Ist diese Entwicklung bei einem Menschen geschehen, daß er Mich von seiner körperlich-sexuellen Einstellung her dann auch rein geistig, also den bloßen sinnlichen Erfahrungen entzogen, dann auf der seelisch-geistigen Stufe wahrnimmt, dann ist also auch schon dieses sexuell-materialistische Stadium des anfänglichen Tiermenschen überwunden, und das geht umso leichter, weil ja bei Mir absolut nichts Geschlechtlich-Sinnliches ist und deshalb auch nicht wahrgenommen werden kann.

  5. Der Mensch, der Mich lieb hat, der wird also in seiner Art der Liebe aus dem mehr tierischen Dasein immer weiter ins Göttliche hinein entwickelt und erlebt, wenn er Mich dann endlich in seiner Seele aus ganzem Herzen heraus lieb hat, den so bezeichneten "Brautseelenzustand". Das ist die Vorbedingung dazu, daß der Mensch überhaupt seine sinnliche Einstellung loswerden kann und will, und er bekundet dies in dieser innigsten Liebesbeziehung zu Mir, und gerade der durch die äußere Welt in seinem Herzen "hartgemachte", d.h. sexualisierte Mann, erhält dann wieder weichere und edlere Züge, weil er sich zu Meinem Geist wie die Braut zum Bräutigam gesellt, und ist dieses Erleben daraufhin im Herzen der Seele des Betreffenden fest eingeschrieben, dann erst ist die Gefahr überwunden, daß sich solch ein Mensch und hier eben allzu oft der Man in einer Frau verliert und diesen Fall - weg von Mir in die Sphäre eines Weibes - dann mit dem rein luziferischen Begriff des Seelenduals sanktioniert haben will, wo es doch nur die altbekannte Sexualität ist, die hinter dieser luziferischen Falle aufleuchtet.

  6. Also ein Mann, gerade ein Mann, wird sich in eine Frau verlieren und Mich dann vergessen, wenn er vorher nicht diesen Brautseelenzustand an sich erlebt hat. Freilich gilt das umgekehrt auch für die Frau, aber die bekommt diesen Zustand eben oftmals sehr viel leichter hin.

  7. Treffen sich die reineren Geschwister in Meiner Liebe und ist die Anziehungskraft zwischen den Geschlechtern ziemlich stark, eben weil die sinnlich-sexualisierte Einstellung noch vorhanden ist, so tritt der Bruder oder die Schwester im Nächsten wieder zurück, und der Mann oder die Frau sind gemäß des adamitischen Falls wieder präsent. Also wäre es besser, es würde sich keiner unter gewisse Geschwistertreffen wagen, wenn er im Herzen noch die alte Wunde Adams und Evas trägt, denn dann ist die Dualseelenliebe oder wie man sie auch immer nennen mag, noch gegenwärtig, und bei verheirateten Ehepartnern ist der Ehebruch - ob geistig oder körperlich, dann schon vorprogrammiert.

  8. Um dieser Gefahr zu entgehen, ist es wichtig, daß sich der betreffende Mensch - und hier besonders der Mann - vorher unbedingt auf Mich als seinen über alles geliebten Bräutigam konzentriert, sonst wird er in die Sphäre des weiblichen Geschlechts hineingerissen, denn kein Mensch, wenn er nicht vorher Mich über alles zu lieben gelernt hat, könnte dem anderen Geschlecht widerstehen, und von daher gehört der Ehebruch ebenso zur Welt, wie die Welt sich als Spielball von Luzifer überhaupt erst gebildet hat, denn der größte Engel hat Mich ja auch in seiner Liebe zu sich selbst vergessen und hat all seine Eigenliebe auf seine einzelnen, nach dem Fall von ihm getrennten Seelenatome, konzentriert, damit also auf euer Fleisch gerichtet, um später nach dem adamitischen Abfall sich in der geschlechtlichen Vereinigung wieder zu seiner alten Größe zu erheben, und von daher gehören die falschen Vorstellungen von der Rückkehr Satans und die Dualseelenentwicklung auch zusammen, denn Luzifer gedenkt in dieser Rückkehr zum Fleisch, in dieser satanisch-sexuellen geschlechtlichen Vereinigung also, sich seine von ihm getrennten Seelenatome zurückzuholen.

  9. Es muß also auch der Mann eine reinste Verbindung in seiner freilich noch geschlechtsorientierten Liebe eingehen wollen, denn sonst könnte er von Mir nicht in diese reinste Gottes- und Nächstenliebe hineinversetzt werden. Gelingt ihm das nicht, denn von Mir aus, seiner Entwicklung wegen, darf Ich da nicht gegen seinen Willen eingreifen, dann fällt er der Schlange wieder zum Opfer, und er wird sich in einer Frau so ähnlich vergessen, wie sich Adam seinerzeit in der Eva vergaß. Allerdings ist die Liebe zu Mir nicht nur deswegen für den Mann wichtig, daß er sich nicht im Nächsten verliert, sondern er sollte, wenn er Mich denn schon in seinem Herzen gefunden hat, Mich dann doch auch in seinem Nächsten finden, damit er nicht dessen Seele auf das Luziferische in sich fixiert, d.h. damit er nicht die Frau in seiner Weisheit fängt.

  10. Beide, der Mann sowohl als auch die Frau werden durch diesen Mich über alles liebenden Zustand in eine große Seligkeit versetzt, in ein seelisches Hochgefühl, welches für sie weitaus mehr Wert hat, als jenes wonnige Gefühl, welches der geschlechtlichen Vereinigung folgt und das auch nur eine sehr kurze Zeitspanne andauert, während das Seligkeitsgefühl über einen sehr großen Zeitraum wahrgenommen werden kann.

  11. Begreift, wie eins auf das andere aufbaut und wie eure Seelenzustände auch immer mit eurer Liebe konform sind und wie wunderbar der Zustand von Mann und Frau ist, die als in Meiner Liebe und Weisheit vereinigt, dann beide diese innigste Beziehung zu Mir haben. Seligkeit über Seligkeit wird sie erfassen und über das dunkle Tal der Tränen auf dieser Erde tragen, und Ich selbst bin der Schutzherr dieser Mich über alles Liebenden.

Amen. Amen. Amen.









1Betrachte dazu bei J. Lorber – Von der Hölle bis zum Himmel Bd. II – Robert Blum, Kap. 247

Der Hauptmann Peter hatte aufgrund seiner Weiberliebe noch nicht die rechte Vorstellung über diesen Zustand der Liebe zu Vater Jesus.