Ihr müßt nicht auf den Nächsten warten

Mittwoch, 23. März 2011   12:10 Uhr  M

Ihr müßt nicht auf den Nächsten warten

  1. Ja, Ich warte. Ich warte auf dich, Mein Kind, Ich warte auf euch, Meine Kinder! Und ihr, worauf wartet ihr? Ihr wartet auf euren Nächsten, ihr wartet darauf, daß sie euch erkennen mögen, daß sie euch die Liebe zurückschenken mögen, die ihr ihnen gebt, ihr wartet darauf, daß ihr mit ihnen gemeinsam etwas in Meiner Liebe beginnen könnt, ihr wartet auf die Entfaltung der Liebe der anderen. Ja, so ist das, Meine Lieben, ihr wartet da auf etwas beinahe vergeblich, worauf Ich bei euch auch beinahe vergeblich warte. Nein, nicht mehr so schlimm, wie dies früher bei euch gewesen ist, denn ihr habt Mich ja nun durchaus erkannt und in der Liebe als euren Vater angenommen. Dennoch liebäugelt ihr mit der Welt, und dieses Liebäugeln bedeutet eben, daß ihr auf den Nächsten wartet, anstatt daß ihr zu Mir kommt, denn nicht der Nächste, sondern Ich selbst will euch erquicken.

  2. Auch solch ein Verhalten, daß ihr mehr auf den Nächsten hofft und bangt und um ihn ringt und auf ihn wartet, ist die Folge einer Hauptbegierde in euch. Wie das? fragt ihr euch, ist es denn nicht die Folge der Liebe zum Nächsten, daß wir auf diesen warten und müssen wir nicht sogar um diesen ringen und auf diesen warten?

  3. Oh Kinder, das glaubt ihr in eurem kindlichen Unverstand, doch sollt ihr den Nächsten ja nicht erwarten oder auf ihn warten, um dann selbst vor Meiner Türe zu verharren und sodann euer Klopfen zu vergessen. Nicht ihr sollt doch auf den Nächsten warten oder ihn erwarten, sondern gerade ihr sollt doch Mich in eurem Herzen erwarten - und wenn Ich dieser Nächste bin, um den ihr freudig rufet und banget und klopfenden Herzens wartet und euch im Herzen schmückt und reinigt, dann bin Ich tatsächlich dieser Nächste, der euch entgegeneilt und der euch sogar in euren Nächsten entgegeneilt, doch ohne Mich mit glühender und einer einer Braut gut zu Gesichte stehenden Liebe könnt ihr nicht erwarten, daß Ich euch aufsuche.

  4. Deshalb arbeitet auch an dieser eurer Schwäche, denn die Nächsten warten doch ebenfalls auf euch, alle warten und erwarten sie Großartiges, und jeder erwartet es auf seine Weise. Ihr wartet also auf eure Nächsten, daß sie sich überwinden und die Nächsten warten darauf, daß ihr euch überwindet, doch wenn ihr euch so begegnet, dann trefft ihr euch allerdings nicht in Meiner Liebe, denn bevor ihr euch treffet, müßt ihr Mir ja schon begegnet sein! Ich warte auf euch, Meine Kinder, damit ihr die Liebessehnsucht nach einem und nach euren Nächsten doch Mir übergebt - und dann stille Ich eure Sehnsucht nach einem Nächsten, weil Ich Mich selbst verschenken werde, denn Ich bin der Nächste. Habt ihr Mich erwartet und habt ihr euch mit Mir getroffen, dann werden eure Nächsten zu euch gelangen und werden bei euch finden, was sie in sich bisher vergeblich gesucht haben. Sie werden in euch sich selbst finden. Sie werden in euch ihr Leben finden, sie werden in euch Meine Liebe finden, und diese ist es, die ihr Herz wieder erweckt. Doch wenn ihr mangels Geduld und Demut doch nur wieder auf eure Nächsten wartet und euch einsam fühlt, dann fühlt ihr eigentlich die Einsamkeit eures eigenen Geistes in der Seele, der sich nach Mir sehnt, doch eure Seele deutet diesen Vorgang eben um, denn euer Geist kann sich noch nicht laut genug Gehör verschaffen, und für die Seele stellt es sich eben so dar, daß sie nach einem Nächsten verlangt, den sie aus sich heraus beglücken möchte. Doch das ist nur die Seele in ihrem Bestreben, sich dort auf Kosten des Geistes gütlich zu tun, das ist also nicht der Geist in euch.

  5. Seid ihr ganz friedlich und ruhig angesichts dessen, daß euch niemand besucht oder von euch keiner groß Notiz nimmt, dann seid ihr in Mir, und das ist der notwendige Vorbereitungsschritt dessen, daß ihr jetzt von Mir das erhalten könnt, was eure Nächsten benötigen. Ihr müßt also warten können, denn ihr müßt euch vor Mir von euren sinnlichen Gefühlen leeren können, ihr müßt aufnahmebereit sein, ihr müßt also demütig sein, damit ihr sodann von Mir empfangen könnt, was ihr dem Nächsten schenkt. Deshalb dürft ihr auch niemals etwas von euren Nächsten verlangen, denn nicht diese, sondern allein Ich gebe euch alles, wessen ihr bedürft.

  6. Die Hauptbegierde macht euch sonst nur wieder traurig und beschwert euer Herz, weil ihr daran hadert, daß der Nächste euch nicht willkommen heißet und ihr könnt ihn dann in eurer Liebe ebensowenig willkommen heißen. Wenn ihr hingegen diesen Nächsten für Mich selbst nehmt, wenn ihr euch auf Mich als den eigentlichen Nächsten freuen könnt, der euer Herz auffrischt, der euch wieder erneuert und wenn ihr Mich zuerst und vorerst in euch erwartet und gefunden habt, dann gehen wir gemeinsam zum Nächsten, sonst wird das nämlich nichts. Ihr ginget sonst nur in einer scheinbaren Liebe und Stärke zum Nächsten und würdet euch dort nur in die Haare geraten, einfach deswegen, weil heutzutage ja jeder Mensch schon zu sehr im Herzen verletzt ist, und ihr könntet tun oder lassen wie ihr möchtet, alle diese vielfältigen Verletzungen der Kindheit, der Jugendzeit, der Erwachsenbildung usw. haben euch dermaßen verletzt, und anderen geht es ja noch sehr viel schlechter, so daß es wahrlich besser ist, ihr geht nicht zum Nächsten, und dafür kommt ihr lieber zu Mir.

  7. Erstens will Ich euch zärtlich aufmuntern und euer Herz wieder erleichtern und zweitens will Ich euch dasjenige einflößen und eure Fähigkeit stärken, den Kontakt mit euren Nächsten diesmal in Meiner Liebe zu gestalten. Einmal wird es funktionieren und einmal funktioniert es und seht, diese Zeit für euch könnte jetzt sein, könnte gerade heute sein.

  8. Wie lautet also diese Hauptbegierde, wo ist die Leitstelle eures Herzens zu Mir fehlgeleitet? Daß ihr also nach einem Nächsten verlangt, wo ihr doch nach Mir verlangen solltet. Der Nächste kann euch die Verletzungen nicht ersetzen, und er kann euch ja nicht heilen, der Nächste kann euch jedoch bestätigen, daß ihr gesund seid, daß ihr geheilt seid. Allerdings eben erst, wenn ihr es gelernt habt, Mich über diesen Nächsten hinaus zu erwarten, auf Mich zu hoffen, Mir zu vertrauen und auf Mich zu bauen. Dann bin Ich eurer Seele wieder näher als es ein Nächster ist, der noch in der Seele ist. Ich bin euch dann als Geist wieder nähergekommen und stärke eure Seele für den Nächsten. Für die nächste Seele also, die Mich auch ein wenig aus den Augen verloren hat, für den Nächsten, der auf den Nächsten wartet und der eigentlich auf Mich wartet, ohne es zu wissen. Aber ihr wißt es und ihr könnt die Erfüllung dessen zeigen, daß wenigstens ihr im Herzen habt, wonach der andere verlangt, und wenn dies wirklich so ist, so werdet ihr dem Nächsten keine Bedrohung mehr sein, denn ihr habt dann und müßt nicht rauben oder unbewußt verlangen was euch fehlt, wenn ihr eben nicht bei Mir seid. Immer dann, wenn ihr ohne Mich bei euren Mitmenschen seid, dann laßt ihr euch entweder bestehlen oder belügen und stehlt oder lügt eben selbst, denn ohne Meinem Geist ist das doch die Folge oder aber ihr seid wahrhaftig, weil ihr erfüllt von Meinem Geist dann eben erfüllten Geistes seid, und dann erst könnt ihr hingebungsvoll verschenken und austeilen, was in euch nicht weniger werden kann, denn Mein Geist kann in euch nicht geleert oder erschöpft werden, denn Mein Geist, in dieser eurer Liebe zu Mir gerade auch für den Nächsten erworben, schenkt und verschenkt sich ebenso an den Nächsten, wie er sich zuvor an euch verschenkt hat.

  9. Diese Hauptbegierde ist nicht so leicht zu überwinden, denn ihr meint ja meistens, daß ihr doch schon bei Mir seid und den Nächsten aus Mir heraus etwas mitteilt, und doch ist es nicht so! Das eine ist ein leerer Gedanke, ist eine bloße Illusion oder noch eine Phantasie, doch das andere ist die Wahrheit, ist die Tatkraft dieser Wahrheit, und den Unterschied könnt ihr leicht bemerken, wenn ihr vorher auf eure Ausgangssituation achtet. Seid ihr vorher wirklich bei und in Mir, dann ist euer Körper ruhig und eure Seele selig, und dann kann kein Nächster euch bedrohen oder etwa ärgern, denn ihr seid von Meinem Geist erfüllt, der euch mit allem versorgt. Nun, ihr merkt es allerdings immer erst hinterher, ob ihr vorher tatsächlich bei Mir gewesen seid, und dann braucht ihr also die Demut, um euch wieder zu Mir zurück zu bewegen, wenn ihr hinterher bemerkt, daß es diesmal doch nicht so recht funktioniert hat.

  10. Ich freue Mich auf euch, und Ich warte in dieser Freude auf euch. Ich bin kein beleidigter Peter, wie ihr sagt, und Ich bin kein Miesepeter, und erst recht bin Ich kein strafender und zorniger Peter, aber Ich bin eben sehr genau und deutlich darin, wenn sich jemand von euch noch unter dem Deckmantel seiner Begierden an Mir vorbei mogeln will und wirklich glaubt, er sei dann schon von Meinem Geist erfüllt, obwohl unter Umständen erst die Hälfte seiner Begierden erkannt und gebannt worden sind. Ich selbst zeige sie euch täglich, und ihr könnt deshalb täglich an diesen arbeiten und eben schauen, inwieweit sie euch bewußt geworden sind und inwieweit ihr sie abgestellt habt.

  11. Wartet deshalb nicht auf eure Nächsten, sondern erwartet viel lieber von euch selbst, daß Ich euch finde, daß ihr Mir begegnet, daß ihr rechtzeitig an Meine Herzenstür klopfet, daß Ich, obschon immer an eurer Seite, doch auch bewußt von euch gesucht und gefunden sein will. Habt ihr Mich gefunden, erst dann kann Mich auch euer Nächster finden, doch wenn ihr selbst noch sucht, so wird auch der andere noch suchen und weder er noch ihr seid fündig.

Amen. Amen. Amen.



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