Großmachtsphantasien

 Mittwoch, 27. Mai 2009 18:13 Uhr M

Großmachtphantasien

  1. Also soll eure Liebe gestärkt werden, um alle Zustände zu ertragen, welcher Art sie auch sein mögen. Wer noch dem Partner flieht, der solle ihn in Liebe suchen, und wenn er nur konsequent genug gesucht hat, so wird er ihn auch schon in der Liebe antreffen. Wer die Liebe sucht, der wird sie auch finden, denn immerhin habt auch ihr Mich gefunden. Warum sollte bei den Euren keine Liebe sein? Wie lange habt ihr Mich denn in der Welt suchen müssen, wie sehr seid auch ihr dabei von der Welt verletzt worden, und dennoch konnte euch nichts in der Welt abhalten von der Suche nach Mir, und so habt ihr gegen den Widerstand der Welt Mich gefunden oder anders gesagt: Als ihr der Welt und ihren Genüssen hinreichend entsagt habt, da habe Ich Mich von euch finden lassen.

  2. So ist es auch mit eurem geliebten Ehepartnern oder, weil heutzutage doch sehr die Kraft und die Verantwortung für eine Ehe mangelt, ist es so auch mit euren Gefährten und so ist es auch mit euren Geschwistern. Zuerst müßt ihr Mich suchen, und wenn ihr Mich in eurem Herzen vom Kreuz eurer Sünden freigeliebt habt, dann kann Ich euch sodann eure Gefährten, eure Brüder und Schwestern schenken, indem Ich in ihnen in neuer Kraft und Freude auferstehe. Aber zuvorderst müßt ihr Mich in euch freilieben, damit ihr sodann hinreichend Kraft habt, euren Gefährten zu ertragen, damit die Kraft und Freude Meiner Liebe ihn auch erreichen kann. Wer jedoch mit Mir hadert, der hadert deshalb auch mit seinem Gefährten oder mit seiner Familie, mit seinen Geschwistern und kann dann die Liebe, die Ich ihm schenke, an seinen Nächsten nicht bestätigen - und somit hat er sie auch nicht vollständig in seinem Herzen angenommen.

  3. Der Hader oder das Hadern an seinem Zustand ist ebenso eine deutliche luziferische Gewohnheit, weil ihr an eurem Nächsten eure eigene Kraftlosigkeit erkennen könnt. Ihr könnt deutlich wahrnehmen, wo ihr euch noch weitaus tiefer und weitaus mehr zu Mir hinlieben müßt, um eine bessere, eine glücklichere, eine beseligende Gegenwart zu erhalten. Eure Einstellung zu Mir wird an eurer Wahrnehmung zur Welt und ebenso auch an der Beziehung zu euren Nächsten erkennbar und darüber hinaus auch an eurem Körper ersichtlich. Wo seid ihr noch verletzlich und flüchtet deshalb aus der Gegenwart in eure Vorstellungen? Wo träumt ihr noch euren luziferischen Traum und wollt von außen eine Anerkennung, wollt ein Lob, eine Rechtfertigung, weil es nach innen in eurer Seele noch ziemlich düster aussieht?

  4. Das könnt ihr sehr genau sehen und fühlen, wo ihr dem Luzifer in euch noch zuviel Raum gebt und deshalb dem himmlischen Vater ausweicht, wo ihr also noch vor Mir flüchtet. Dort habt auch ihr noch eure Großmachtphantasien!

  5. Wenn jemand von euch - die ihr zumeist aus der luziferischen Abstammung seid und sehr oft in pädagogische Berufe geht, um den armen Erdenkindern zu helfen - sich aber nicht mit den Bedingungen dieser Erde und ihren Kindern vertraut gemacht hat und von daher auch diese Liebe zum Nächsten, gerade auch jenen, denen man helfen will, nicht genügend entwickelt hat, so ist und bleibt er auch nur im Kopfbereich isoliert, und die Hilfe, weil sie nicht aus dem eigenen Herzen kommt, findet das Herz des Nächsten nicht und richtet so nur Schaden an.

  6. Gerade in den Schulen ist das sehr deutlich zu beobachten. Nun, Ich, da Ich auch nicht der adamitischen Zeugung entsprang, mußte Mir diese luziferische Einrichtung der Schule auch nicht antun, aber ihr, die ihr durchaus diesen Fall an euch erlebt habt und euch zum Teil aus eigenem Wollen darin verloren habt, ihr habt darum keine andere Wahl und müßt also diesen Weg der äußeren Bildung gehen. Aber ihr braucht dort liebevolle, verständnisvolle Lehrer, die ihr eigenes Luziferistentum überwunden haben und euch wieder nach innen orientieren, sonst werden aus den Schülern nur wieder Luzifers Kinder. Geht allerdings die Ehe dieser Lehrer in die Brüche oder leben sie aneinander vorbei, so ist es dann nicht möglich, daß eine wahre und fröhliche Liebe ihren Herzen entspringt und die Schüler erreicht oder motiviert und ihnen die Fähigkeit der Vergebung und des Annehmens in der Gegenwart deutlich vor Augen führt, sie also auf die inneren Werte hinweist, sondern gerade solche Lehrer bleiben in der Vergangenheit stecken, flüchten sich in die Geschichte oder andere geistige Fächer, ohne großen Gegenwartsbezug, entwerfen dann utopische Zukunftsvisionen, doch sie können ihren Schülern nicht das für das Jetztleben Taugliche vermitteln, können weder praktische, alltägliche Arbeiten, noch überhaupt die intuitive Einhaltung und Achtung der Gebote oder auch die Überbetonung der Geschlechter nicht vermeiden, von einer bewußten und verständnisvollen Anschauung desselben gar nicht zu sprechen. Darum haben die - sich im Luzifertum noch unbewußt bewegenden Lehrer und vor allem auch ihre Obrigkeit - auch das Familienprinzip der Klassenverbände aufgegeben, haben emanzipierte Lehrerinnen die Fähigkeit zum Erhalt einer Familie und damit auch die Fähigkeit zum Erhalt eines Klassenverbandes eingebüßt, hat sich letztlich die Isolation des vereinsamten Verstandes auch in den Schulen durchgesetzt, und dort, weil kaum noch etwas in der Liebe vermittelbar, wird nun nichts mehr gelernt, was der junge Mensch zum Leben bräuchte, dafür aber alles, was er nicht gebrauchen kann.

  7. Man könnte einwenden, daß beileibe nicht alle Lehrer so wären und daß einige Mich noch durchaus kennen und lieben und so einigermaßen gesund in diesen luziferischen Strukturen agieren könnten. Ja, das ist wohl wahr, aber nutzen ihnen die Kenntnis von Mir und die daraus folgende Liebe etwas, wenn sie vorerst nicht ihren eigenen Haushalt liebevoll gestalten und entwickeln können, wenn sie nicht vorher selbst eine taugliche Familie mit allen Einrichtungen erleben, die sie überhaupt erst befähigt, die Arbeit in den Schulen oder den Universitäten, den Krankenhäusern etc. erfolgreich zu gestalten? Ihr wißt es nicht und könnt nur vermuten, daß dies den Lehrenden doch gelingen sollte. Ich aber weiß es besser und sage deshalb deutlich: Kaum jemand aus dem Bereiche der Pädagogen, dem Bereiche der Mediziner oder dem Bereich der Juristen hat überhaupt solch eine Familie kennengelernt, geschweige denn, hätte selbst eine.

  8. Was also geschieht dann, wenn Ich dem Namen nach zwar bekannt bin, dem Rat, der Tat und der Kraft jedoch noch nicht bei solchen vorgedrungen bin? Solche noch sehr unreifen Kinder fliehen umso mehr in eine völlig haltlose Zukunftsillusion und auch, wenn sie Mich schon näher kennen und wenn sie der Meinung sind, sich mit Mir im Herzen zu besprechen, so wissen sie aber nicht, daß es doch nur ihr Kopfbereich ist, aus welchem sie sprechen und aus welchem sie handeln, und so bin Ich es also nicht, auf den sie sich berufen.

  9. Das ist sehr deutlich zu erkennen, denn sie reden, wenn sie zum Nächsten reden, nicht mit einem liebetätigen, freundlichen und sanften Antlitz in der Demut eines fröhlichen Herzens, sondern sie sprechen mit finsterer Mine, mit sehr ernster, gewichtiger Stimme, sprechen von verdammlichen Ereignissen, sprechen von drohenden Prophezeiungen, sie sprechen von ihrer bedeutenden Aufgabe, die sie zum Wohl der Menschen angeblich hätten und zu deren Ausführung Ich sie selbst habe bitten müssen. Kurz und gut, sie sprechen sich selber wichtig, noch wichtiger als Mich und kehren den alten luziferischen Lehrer heraus. Sie fliehen also nach außen und blähen dort im Verstand aufgrund ihrer kranken Seele auf. Sie erzeugen durch die Isolation ihrer Herzen einen hohen Verstandesdruck, denn die Fähigkeit durch die Liebe ihres Herzens wieder von allen Zuständen freizukommen, diese Fähigkeit der Vergebung ist ihnen nicht oder kaum möglich, und damit schlagen sich alle Erfahrungen und Reaktionen im Kopfbereich nieder und belasten diesen Menschen und seine Umgebung erheblich. Diese Last seiner Gedanken und Vorstellungen spürt derjenige auch sehr deutlich und unternimmt somit den untauglichen Versuch, sich durch die eigene Sprache wieder freizugeben, indem er in gewissen Situationen oder, wenn es sehr belastend ist, in allen möglichen und unmöglichen Situationen mit einem Druck, mit einer Aggression, mit einer hohen Emotionalität seine Sprache mißbraucht, um sein Angesammeltes und Unverdautes immer wieder aus der Erinnerung in die Gegenwart zu holen, dadurch diese Verletzungen aus seinem Gedächtnis holt und sich wiederkäuend damit befaßt, ohne sie letztlich aber endgültig zu verdauen und dem einzigen Weg zuzuführen, auf welchen sie ohne Schaden die Seele des Betreffenden verlassen könnten, nämlich durchs Herz allein. Im normalen Fall würden die Erfahrungen, ähnlich wie die Nahrungsmittel, dem Magen zugeführt werden, hier also dem Gedächtnis und dann durch die Kraft der vergebenden Liebe wieder in das Herz gelangen, während andere, für die Liebe noch nicht zubereitete Anteile der Nahrung in den Darmbereich gelangen, dort wieder nach Tauglichem sondiert und verteilt werden, solange, bis nichts Verwertbares vorgefunden wird, um letztendlich durch die entsprechenden Ausgänge den Menschen zu verlassen. Das Gedächtnis ist solange der Aufbewahrungsbehälter der Erfahrungen, ist also der Magen, bis diese Erfahrungen also entweder ins Herz gelangen oder aber im Gehirn verbleiben, in seinen den Darm ähnlichen Schlingen verweilen, um nach Verwertbarem eingeteilt zu werden, bis der untaugliche Rest dann als negative Erfahrung in bestimmten Sektionen des Gehirns eingelagert bleibt, aus welchen sich sodann die Vorstellungswelt desjenigen ergibt, der noch nicht bis in sein Herz vorgedrungen ist. Findet also der Mensch den Ausgang nicht aus seinem Gehirn und findet er auch den Eingang zu seinem Herzen nicht, dann bleibt er kopflastig und erzeugt damit einen großen Druck, den alle anderen in seiner Umgebung aushalten müssen. Diese Kopflastigkeit ist das typische Merkmal der luziferischen Menschen, die in allem noch sehr ungeduldig sind, und weil sie diesen Druck auch selbst als störend empfinden, so wollen sie sich alleine durch die Sprache, die ziemlich herzlos ist, dann von diesem Druck verabschieden, und das gelingt ihnen nur, wenn jemand anderer aus ihrer Umgebung alles das, was sie in ihrer Unreife produzieren und ansammeln, in ihrer Liebe geduldig aufnimmt, welche Aufnahme aber nicht so einfach und unproblematisch ist, denn da kommt schon allerhand Unsinn und Größenwahn zusammen.

  10. Freilich wird ein reifer Mensch dessen sehr schnell gewahr werden und von daher auch sofort wissen, wie krank und anmaßend solch ein Verhalten des anderen ist, denn von Früchten, die in der Liebe wunderbarer Weise so leuchtend und rein gedeihen, ist in solch einer Umgebung bei allen Worten und Versprechungen deshalb noch lange nichts zu sehen, aber dessen ungeachtet fallen auch viele, noch sehr unreife Kinder, auf diese luziferische Großsprecherei herein, und sie bleiben damit in ihrer Entwicklung stehen, denn ohne Liebe läßt sich nichts entwickeln. Darum müßt ihr euch nicht wundern, wenn Ich Meinen wahren Kindern nicht groß etwas über die schlimme Zukunft, nichts über verdammlichen Ereignisse und dergleichen mehr offenbare, denn zur Ausreifung eurer Seelen tut das nicht not, und Ich, als allmächtiger Vater, brauche ja zur Festigung und Beweisführung Meiner Macht nicht ständig zu drohen und zu strafen, ebensowenig wie auch Meine wahren Kinder dies nicht tun würden. Hin und wieder ist es durchaus angebracht, da ein ernstes Wörtlein zu sprechen und mit erhobenem Zeigefinger auf gewisse, sehr verderbliche Gegebenheiten aufmerksam zu machen und zu warnen und mahnen, aber die Liebe sollte doch stets den größeren Teil beanspruchen, und gerade Meine Kinder sollten in der Liebe und in der Aufklärung gegenüber ihren ärmeren Geschwistern dort ein Vorbild sein und brauchen von daher keine Drohungen, um sich Geltung zu verschaffen.

  11. Das typische Kennzeichen Luzifers ist also die Großsprecherei, ist die Großmannssucht, und aus ihr resultieren dann auch alle Drohungen und Ermahnungen, wenn da etwa jemand diese Traumgebilde infrage stellt. Wer sich als Mein Kind erweisen möchte, der sollte vor allem mit der Gegenwart, so wie sie ist, vorlieb nehmen, denn nur in der Gegenwart ist eine Änderung der Zustände möglich, und dazu braucht ihr keine überzogenen Träumereien oder andere Hirngespinste, denn sie zerreißen ebenso leicht, wie da ein unachtsames Kind all die Spinnenfädchen zerreißt, meist ohne es zu bemerken. Ihr könnt und sollt allerdings bemerken, wo ihr eure eigenen Gehirnnetze, eure Spinnenfädchen des Verstandes habt und sollt sie selbst zerreißen, und erst dann könnt ihr die stabileren und tauglicheren Netze des Fischers gebrauchen, aber die Arbeit des Menschenfischers geht nur in Liebe.

Amen. Euer Vater Jesus. Amen.