Frühling und Winter -

 

Sonnabend, der 1. März 2014   8:40 - 9:45 Uhr  

Frühling und Winter -  (öffentliche)

  1. Der Mensch beginnt im Winter, eingehüllt von des Frostes zusammenziehende Kraft sich innerlich vorzubereiten, er sammelt also Kraft und Stärke um diese dunkle und kalte Zeit auszuhalten und sodann durchbricht er den Schoß des Weibes, der Mutter, der Erde, des Ackers und keimt im ersten Frühling hier auf Erden - und bis zum Ende seiner Zeit auf dieser wunderlichen Einöde durchläuft er ständig diese vier Formationen des menschlichen Bewußtseins, der menschlichen Gezeiten, wobei der Winter das Zeitalter des Nomaden bedeutet, der da im hohen Norden in des Eises Kälte um sein Überleben kämpfen muß, damit er gesund und stark für die kommenden Jahrhunderte gerüstet ist, der Frühling dann die wärmende Liebe des Heiden anzeigt, der sich schon am Leben erfreuen kann, der Sommer steht für die Hitze der Leidenschaft und des Kampfes, der Aufbau der Familien, der Kampf der Geschlechter -also das Ringen um das Geistige, während der Herbst sodann entweder warm und sanft die Reife und das Erreichte dieses Ringens anzeigt- ob der Mensch sich zum Christ gewandelt hat oder nicht, ob der Mensch sich wieder an Mich gehalten hat oder nicht, denn andernfalls wird es wieder sehr stürmisch und wild und kalt.

  2. Wenn diese edle Gesinnung sich jedoch durchgesetzt hat, so kommt gegen Ende des irdischen Lebens noch einmal der Winter, der sodann diese letzten irdischen Triebe mit seiner kalten, aber eben gerechten Strenge abtötet und dieser Sterbeprozeß ist allein seelisch gemeint, denn er bereitet solch eine Seele auf den Einzug des Geistes, also auf Mein Kommen vor. Nun, diesen Winter habt zumindest ihr so erlebt- und viele sind es nicht, die es gleich euch erlebt haben- und deshalb steht wenigen eine neue Lebenszeit bereit, diejenige des Geistigen Lebens.

  3. Allerdings für die meisten auf Erden eben noch nicht hier, sondern erst drüben im großen Jenseits, denn der letzte Frost wird sie dahinraffen, wird ihres Leibes Begierde zwar ebenfalls weitgehend abtöten, doch da diese Begierde schon zu sehr in der Seele lebt, so wird dieser Leib diese Seelenreinigung nicht mehr aushalten können und  - wenn auch in dieser Kälte, - dennoch mit milder Hand von Mir von der Bürde des Fleisches befreit werden. Diese Seelen werden ihren Frühling dann auch erst im Jenseits erleben, während etliche, besonders hartnäckige und Mich verleumdende Seelen erst nach vielen, vielen Zeitläufen, dort drüben zur Besinnung kommen.

  4. Nun, diese Intensität der Liebe, der Himmlischen wohlgemerkt, die eben weit über das Seelische hinausgeht und die erst recht unendlich über des Leibes Begierde steht, können Meine wenigen Getreuen allerdings schon hier auf Erden im Leibe erleben, doch dazu muß der Leib allerdings verwandelt sein, muß von des Geistes Frühling im Zuge der dann erfolgenden geistigen Wiedergeburt erneuert, also in und durch Meine Liebe verwandelt sein. Diese Neugeburt der Seele diesmal im Geiste meiner Liebe, ist eben jenes gemeinsame Kind des Geistes zwischen Mir und euch, ist damit die Frucht eurer geistigen Bemühungen in Hinblick auf das Kreuz, ist die Annahme dessen, was Ich euch als Mein Erbe bestimmt habe und kann von euch nur auf dem Wege erreicht werden, den Ich euch gezeigt und vorangeschritten bin, wobei euch Meine Liebe diesen Weg beträchtlich verkürzt in der Annahme dessen, was Ich euch da mit der Liebe zu Mir und der daraufhin getätigten Nächstenliebe nicht nur gesagt, sondern sogar vorgelebt habe.

  5. Mein Wort wurde Fleisch euretwegen und euretwegen hat sich dieses Fleisch wieder vergeistigt, womit nun freilich nicht das Fleisch im allgemeinen gemeint ist, denn dieses "Fleisch" bezieht sich auf die Verwandlung der Seele hin zum Geist womit ja die oben angesprochene Neugeburt gemeint ist. Mein Fleisch steht im Ausdruck für die euch sichtbar gewordene Seele, denn obzwar Meine Seele allerdings vom irdischen Fleisch bedeckt wurde, so daß die Menschen Mich, ihren Gott schauen und befühlen konnten, so hatte dieses Meine Göttlichkeit verdeckende Fleisch doch nicht zur Folge, daß Ich Mich, euch gleich, da in diese Sünden begeben hätte- und also blieb Meine Seele rein im Unterschied zu der eurigen. 

  6. Daraus ergeben sich für euch diese Konsequenzen, daß, wenn euer Leib durch der Sünden Last zu sehr geschädigt würde, er diese Neuausrichtung hin zum Geist nicht mehr auf Erden erlebt, denn der kalte Winter, also der Ernst des Lebens würde ihn dahinraffen und der beginnende Frühling wird sodann erst Drüben geschehen können. Die milde und sanfte Barmherzigkeit des sich neu entwickelnden Lebens könnte sich hier auf Erden in diesem leiblichen Fleisch angesichts der dort hausenden Begierden, der dort stürmenden Leidenschaften, des dortigen Brausens und Tobens der Seele nicht mehr durchsetzen und damit der geistige Keimling nicht unnötig abgetötet wird in diesem Armageddon der Seele, deswegen führe Ich jene Seelchen fort.

  7. Gut, etliche jedoch, die sich daran versuchten Meine Gebote auch ernstlich zu befolgen und die diese Versuche auch erfolgreich bestanden haben, sind dann auch schon in der Lage, diesen leiblichen Tod anders zu erleben. Nicht, daß sie da nicht sterben würden, wie es da sehr Schwache in ihrer geistigen Blindheit glauben, doch sterben sie eben nicht so, wie der Mensch allgemeinhin stirbt, sondern in ihnen hat der Winter nur das Unbrauchbare heraus ausgefiltert und es sterben somit allein die Begierden des Leibes, des Fleisches ab, während die Seele im neuen Lichte ersteht.

  8. Doch dürft ihr damit verbunden keine Wertung vornehmen, denn ihr wißt niemals, aus eurer Seele heraus jedenfalls nicht, wer warum und wann zum Sterben vorbereitet wird und aus welchen Motiven heraus das geschieht. Es stehen ja nun doch noch etliche Meiner Kinder unter schwersten Beschuß, jene, die sich da um die Bildung ihres Geistes bemühen.1 Es stehen also noch etliche dieser Meiner Kinder unter schwerstem Beschuß seitens des Gegners ähnlich dem Hiob - und auch, wenn es da gewisse familiäre Bindungen erlauben oder zulassen, so kann es durchaus sein, daß sie ihrem hiobchen Schicksal dort vorzeitig entsagen oder daß sie auch zum Wohle ihrer Familien dann eben gewissermaßen vorzeitig und aus der Liebe zu ihnen mitgehen oder vorangehen.

  9. Sie haben vorwiegend das Wohl der ihren vor Augen und nehmen deshalb das Kreuz auf sich - und das ist Mir denn auch sehr lieb und teuer und auch aus diesem Grunde heraus werden viele demnächst dieses irdische Haus verlassen, doch sei euch gesagt, so ihr dort die Vergebung mit den euren anstrebt, so macht ihr es ihnen leichter und ihr könnt sie Drüben sodann noch inniger erreichen und sie Mir weitaus besser anempfehlen, als dies hier für euch in dieser doch so ziemlich isolierten Position möglich ist.

  10. Euer Frühling wird drüben geschehen, doch lasse Ich euch milde und sanft hinüber gleiten, so ihr eure Seelenkämpfe aufgebt und euch Mir völlig anvertraut.

  11. Amen. Gib dieses Wort, ihnen zum Trost, nach außen - und die anderen mögen sich in der hiobchen Geduld noch weiterhin üben- die Erlösung wird auch euch noch zuteil werden. Amen.

  1. 1 richtigerweise müßte es lauten: Die sich um die Vergeistigung ihrer Seele bemüht haben, denn der Geist braucht da keine Bildung, er ist und bleibt ewiglich. Doch im sprachlich, sehr begrenztem Ausdruck kann selbst in der hier auf Erden in der deutschen als der geistigsten unter all diesen irdisch-fleischlich schon verschmutzten Sprachen kaum noch deutlich (deutsch) geistig gesprochen werden und somit belassen wir es hier bei diesem Ausdruck der Bildung des Geistes, denn Ich muß ja auch noch immer noch die Reife des Schreibers und erst recht auch die eurige berücksichtigen.