Fremdenergie und Eigenliebe

Dienstag, 14. Dezember 2010     14:30 Uhr   M

Fremdenergie und Eigenliebe

  1. Tritt jedoch der Fall ein, daß diese Fremdenergie anstelle Meiner Liebe und Nächstenliebe angenommen und verzehrt wird, so wird aus dieser Fremdenergie in Ermangelung der wahren, himmlischen Liebe, zu der ihr eben dann nicht greift, auch sofort wieder eine Eigenliebe, denn entweder ihr greift zur Nächstenliebe aus Mir heraus und wandelt dadurch nicht nur euren Nächsten, sondern auch euer eigenes Seelenkleid um oder aber ihr greift zur Fremdliebe, die dann allerdings nicht euer Fleisch veredelt, weil ihr euer körperliches Bewußtsein auch nicht veredelt.

  2. Nur die Nächstenliebe aus Mir heraus veredelt euer körperliches Bewußtsein und hilft eurer Seele, daß sie sich noch mehr und tiefer mit Mir befassen kann. Fremdliebe und Eigenliebe tun das allerdings nicht, denn beide stammen aus den gefallenen Bereichen eures Bewußtseins. Die Eigenliebe stammt aus eurer Seele, welche sich selbst mehr liebt als den Nächsten und die Fremdliebe oder wie gesagt, diese Fremdenergien sind die Mittel, zu welcher die Eigenliebe greift. Das Fleisch ist dem eigentlichen Geist fremd und abscheulich, denn er verabscheut nichts so sehr wie dieses dunkle Fleisch, in welchem noch alle Begierde so ähnlich haust wie da in der Untiefe der Meere diese Ungeheuer hausen.

  3. Und auch einer reinen Seele ist das Fleisch sehr fremd und unangenehm, und angenehm wird es erst, wenn die Seele ihre geistige Reinheit verloren hat, weil sie sich im Fleisch verloren hat. Erst mit der Begierde des Fleisches, die in der Seele zu einem abscheulichen Leben erwacht, wird das Fleisch akzeptiert, und mit dieser größeren Akzeptanz der Seele ihres Fleisches gegenüber, verliert die Seele ihre geistige Kraft und muß von daher schon aus ihrem Lebensantrieb nach einer anderen Kraft suchen und findet diese also in der Materie und in diesem, der Materie ähnlichen Bewußtseinszustand jener körperlich-sinnlichen Menschen. Da diese Kraft solcher Menschen jedoch nur eine primitiv gerichtete und ihrer Ursache nach höchst eigenliebige Energieform darstellt, so kann mit solcher primitiven Energie auch nur Primitives ins Dasein gerufen werden.

  4. Zur primitiven Eigenliebe gehört also automatisch diese Form der materiellen Fremdliebe, die deshalb fremd ist, weil sie dem Geist der Seele fremd ist. Der reine Geist an sich kennt keine Eigenliebe, denn er hat nichts eigenes, weil er ja alles aus Mir als dem Göttlichen heraus erhält. Inwiefern dieser Geist die gewisse Form innehat, die Ich ihm als dem Abbild von Mir mit der menschlichen Form gegeben habe, insofern verfügt dieser Geist zwar über ein "Eigenes", doch da auch diese Form aus Meinem göttlichen Licht entlehnt ist und dieser Geist das Licht nur tragen kann inwieweit er in der Liebe und Nächstenliebe ist, so ist auch diese menschliche Gestalt der Seele nichts, was nur ihm selbst gehört. Er selbst hat sie allerdings in Meiner Liebe gebildet und entwickelt, doch weil diese Bildung und Entwicklung nur in der wahren Nächstenliebe geschieht, so ist auch die Form und die Gestalt der menschlichen Seele etwas, was dem Menschen angehört, aber was ihm eben nicht gehört. Was ihm allerdings gehört, das ist die jeweilige Position seines Ichs, mit welchem er diese Energien, die ihm zur Verfügung stehen, auch organisieren und seine menschliche Form damit stabilisieren kann.

  5. Die Fremdenergie als Form einer unreifen Liebe aus den gefallenen Zuständen seines Bewußtseins kann ihm nicht eine stabile Position seines Ichs vermitteln, denn damit das Ich in seiner Selbstwahrnehmung stabil sein kann, muß es einen göttlichen, d.h. also einen geistigen Standpunkt einnehmen, aus dem es von anderen Menschen und Umständen nicht mehr verrückt oder verschoben werden kann, aus dem es also nicht mehr herausfallen kann. Die Fremdenergie gaukelt dem Menschen nur eine stabile Lage vor, doch das ist sie mitnichten. Solch ein Mensch hat noch seine Ängste und Sorgen, und wenn er nicht diese Energie von anderen stehlen kann oder sie sich aufgrund seiner Beredsamkeit erschummeln kann, dann ist es mit seiner pseudostabilen Lage auch schon vorbei, und er fällt in ein Loch seines Bewußtseins dann eben dorthin, wo er ohne diese Fremdenergie auch tatsächlich hingehört.

  6. Der luziferische Zustand seines Bewußtseins hebt das Ich eines Menschen nun gerade durch diesen Betrug und die auf diesen beruhenden Lügen eben in jene Position hinein oder trägt es dort für eine bestimmte Zeit hin, wo es sich dann auch unbedingt behaupten will, doch weil es diese Position seines Ichs nicht in einer selbstlosen Nächstenliebe erarbeitet hat und sich diese Position nur durch Betrug und allerlei Lügen verschafft hat, so hat es die Liebe deshalb nicht aufgewendet, um dafür eine stabile Ichposition zu erhalten, und genau deswegen fällt es wieder in den vorigen oder sogar in einen schlimmeren Zustand zurück, nämlich dann, wenn die so von ihm beraubten und betrogenen Menschen gemerkt haben, was er ihnen angetan hat. Diese so betrogenen Menschen ziehen ihre Liebe sofort zurück, und sie können auch nicht anders handeln, denn sie selbst haben ja auch keine stabile göttliche Haltung. Anders wäre es, wenn ein Mensch dort schon eine echte Nächstenliebe gegeben hätte. Dieser würde seine Liebe nicht vollständig zurückziehen, sondern er würde zwar keine Energie dafür hergeben, um den anderen in einer luziferischen Position zu halten, aber er würde eben dasein und helfen, wenn der andere in eine demütige Lage käme, seinen Fehler bereuen würde und dann auch eine tatsächliche Hilfe bräuchte und sie auch annehmen würde. Jene Betrogenen, die im Prinzip auch nur eine luziferische Ichposition hätten und die deshalb auch nur andere betrügen und belügen würden, kämen allerdings nicht zu solch einer liebevollen Ansicht und würden ihrem ehemaligen Führer und Vertrauten nur noch mit Hohn und Abscheu begegnen und müßten dann an sich selbst erleben, was sie einem anderen damit antun.

  7. Die Ansammlung und Benutzung von Fremdliebe geht solange gut, bis sich die Eigenliebe desjenigen in seinem Hochmut überhebt und er dann fällt, weil er zum einen die Umgebung seiner Nächsten, darin einem Vampir ähnlich, ausgesaugt und damit in der Kraft entleert hat und weil er durch die Primitivität der solcherart geraubten, noch sehr unreifen Liebe dann selbst wieder sehr primitiv wird und dann automatisch diesem göttlichen Status nicht mehr entsprechen kann, auf welchen ihn die anderen gehoben haben. Die anderen sind enttäuscht und bestürzt, weil er selbst sich enttarnt und "enttäuscht" hat und dann gestürzt ist. Und so wie die anderen ihn vorher in ihrer noch sehr primitiven Liebe auf ein Podest in die Höhe gehoben haben und zu ihrem Führer gewählt hatten, weil sie eben nicht zu Mir gegangen sind, so sind sie mit seinem Sturz dann ebenso nach unten gefallen. Die Ichposition, die ihr Führer aufgrund der geraubten Liebe innehatte, die konnte er ja nicht an sie weitergeben, und das wollte er in seinem luziferischen Verständnis auch nicht, denn diese geraubte Liebe bestand zum großen Teil auf dieser Eigenliebe. Wäre es nicht diese dem Geist her fremde Liebe gewesen, wäre es also eine tatsächliche Liebe gewesen, so wäre die Ichposition des Führenden auch stabil und damit mithin auch geistig und göttlich, und allein schon deshalb, weil sie wahrhaft geistig wäre, hätte er damit auch seine Nächsten im Herzen erreicht und bei ihnen ebenfalls eine stabilere und bessere Position ihres Ichs verschaffen können.

  8. Ich hoffe, ihr seht diesen für euch so wichtigen Umstand nun etwas klarer, ungeachtet der Mängel dieses Schreibers, die in seinem Schreib- und Sprachstil zum Ausdruck kommen. Doch was Ich als Geist so eigentlich sagen will, das kann in dessen Seele schon eingegeben werden, und ihr müßt es nur für euch auch wieder erwerben wollen, indem ihr es in einer geeigneten Nächstenliebe anwendet. Das hier Gesagte und Beschriebe gehört euch freilich nicht, denn wenn es euch schon gehören würde, so könnte Ich es euch auch eingeben. Aber Ich kann es euch noch nicht direkt eingeben, sondern nur auf diese Weise, weil ihr da alle noch mit diesen Zuständen zu tun habt. Haltet euer Ich sauber, und seid tätig in der Nächstenliebe aus Mir heraus und dann werde Ich euch schon etliches aus dem Geist eingeben und ihr braucht dann nicht nur aus eurer Seele zu fabulieren.

  9. Wir werden uns in dem kommenden Jahr ausführlicher mit dem siebten und dem achten Gebot befassen, und ihr werdet es nur für euch in eurem Bewußtsein halten und behalten können, wenn ihr es anwendet und wenn ihr vor allem auch im vierten, fünften und sechsten Gebot eine Korrektur eures Verhaltens vorgenommen habt. Wer noch mit seinen Eltern hadert, der wird nicht weiterkommen, und wer da noch mit seinem Nächsten hadert, mit seinem Ehegefährten oder sonstwem, der wird nicht weiterkönnen, und wer überhaupt mit seinem Kreuz hadert, der wird nicht weiter wollen, und solche werden, ob sie es bemerken oder nicht, dann die Ehe brechen, und einen Zustand ihrer Seele, den Ich als Braut bezeichnet habe, nicht erreichen können.

  10. Das muß jeder für sich prüfen, und wer da in dem einen oder anderen Bereich noch sehr schwach ist, nun, der soll noch viel mehr zu Mir kommen. Nicht allerdings als müßte er solches, aber doch deshalb, weil er sonst mit seinem flackernden und irrlichtenden und in vielen Bereichen ängstlichen Ich dann in der Versuchung steht, nach einer seiner Seele und seinem Körper schädigenden Fremdenergie zu greifen. Was will Ich eigentlich von Meinen Kindern hier mit solchen Worten bezwecken?

  11. Daß ihr einmal euer Ich auch stabil in der Nächstenliebe haltet, weil ihr euch dem Schöpfer oder auch dem Geist in euch zuwendet und nach IHM verlangt und erhaltet, was ihr eurem Nächsten geben könnt und sollt. Ich muß ja nicht immer Kinder erblicken, die wie ein Springinsfeld da von dem einen kranken Zustand in den nächsten springen und in ihrem luziferischen Wahn dann auch schon glauben, sie säßen an Meinem Tisch und würden für Mich tätig sein, wo sie hingegen nur in einem gewissen Lokus tätig sind, den man aufsucht, um sich von seinem Unrat zu befreien. Wie schon gesagt, ihr müßt dort auch immer ehrlich zu euch und euren Nächsten sein. Was nicht stimmt, das sehe Ich wohl, und wer außer Mir könnte euch das in all der Liebe, aber auch in einer gewissen väterlichen Konsequenz unter die Nase reiben?

  12. Doch wenn noch nicht einmal Ich euch solches sagen darf, oh weh, dann ist es um euch auch schon traurig bestellt. Ich sage es euch in aller Liebe durch die geringsten Meiner Kinder, damit ihr in eurer Freiheit nicht beirrt werdet, aber die Welt wird es euch durch Schimpf, Donner und Kanonen um die Ohren hauen.

Amen. Euer Vater Jesus in und durch den Geist in der Seele eines Bruders. Amen

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