Euer lebendiges Wasser

Dienstag, 17 August 2010   9:10 Uhr  

Euer lebendiges Wasser

  1. Wenn ihr euer Leben so recht bedenkt und den einen oder anderen Punkt in euch noch dunkel vorfindet und darum nicht wißt, weshalb euch oder anderen solches geschah, so bedeutet das ganz konkret, daß ihr an Mir zweifelt und in diesen Bereichen noch immer der Dunkelheit und der Angst erliegt. Dort ist noch eure Terra inkognita, dort ist noch euer unbekanntes Land, dort leben noch Vorstellungen und sind eure Erfahrungen im Dunkel eurer Seele ähnlich verborgen wie dem kleinen und ängstlichen Kinde noch alles verborgen ist, was es nicht begreift und was es dann den Elfen, den Feen, den Dämonen oder den Monstern zuschreibt, und so wie das kleine Kind darum bemüht ist, in dem Dunkel seiner Seele wenigstens die gute Fee oder wenn die Eltern schon beträchtlich reifer sind, dann sogar schon Mich selbst als den lieben Gott diesen finsteren Bereichen entgegenzuhalten, so liegt auch in eurer Seele, durch die Verbindung zum Körper und dem Umstand, daß ihr euch mit eurer Seele aufgrund eures Eigenwillens diesem Körperlichen in euch zu sehr zugeneigt habt, noch immer solch ein neblig, finsterer, für euch noch sehr unbewußt empfundener Bezirk, indem ihr euch von Mir keine Kraft und keinen Segen erbitten könnt oder wollt, weil ihr dort noch immer nicht bis zu Mir zurückgekehrt seid.

  2. Glaubt ihr noch allen Ernstes, Ich hätte euch unbeaufsichtigt und führerlos dieser Erde überlassen und hätte damit an Meinem Erziehungsauftrag euch gegenüber versagt? Meint ihr noch immer, Ich würde euch in familiäre Beziehungen entlassen haben, wo ihr hilflos dem unseligen Treiben der Eltern oder anderer Verwandter ausgesetzt wart und dann später mit eurem eigenen Partner? Huldigt ihr also noch immer solchen unreifen Vorstellungen, die im Dunkel eurer Seele nisten und dem alten Trotz und Hochmute Satans entstammen, dann habt ihr noch immer nicht begriffen, wer Ich so eigentlich bin und ihr beklagt euch darüber bei Mir und bei anderen, weil ihr es noch immer nicht vermöchtet, die Verantwortung für euer Leben zu übernehmen. Auch das ist noch immer das Festhalten des satanisch-luziferischen Standpunktes, und ihr laßt euch dadurch all die göttliche Kraft rauben, die ihr doch benötigt, um ein liebevolles Leben zur Entfaltung zu bringen.

  3. Dem kleinen Kinde ist geholfen, wenn es die gute Fee annimmt oder besser noch, wenn es den lieben Gott annimmt und am besten freilich, wenn es Mich dann in späteren Jahren als Vater Jesus annimmt, doch euch, die ihr noch immer so einige sehr düstere Vorstellungen an eurer Seele knabbern lasset, ist nicht zu helfen, solange ihr euch als Opfer von anderen oder von euren eigenen Trieben betrachtet.

  4. Ihr dürft nicht glauben, daß ihr ein Schicksal traget, welches Meine Leibesmutter Maria in ihrer vorherigen Inkarnation als Pura erlebte, wo ihre Eltern aufs grausamste gefoltert wurden, und ihr dürft euch auch nicht mit anderen Größen der damaligen Reiche vergleichen, denn deren Seelen waren noch sehr rein im Verhältnis zu den eurigen. Ihr seid viel tiefer in die Materie gefallen als diese, und ihr könnt darum auch mit einer viel größeren Zuwendung bedacht werden als jene, aber ihr müßt dazu auch völlig klar einsehen, wem ihr euer bisheriges Leben in dieser eurer Drangsal zu verdanken habt. Nur euch selbst und euren unausgegorenen Vorstellungen, die ihr in der Gottesferne ausgebrütet habt, und wenn ihr aufgrund eurer seelischen Konstitution eine Familie vorfandet, mit welcher ihr euer Kreuz erlebt hattet, dann dürft ihr euren eigenwilligen Anteil in euch nicht unterschlagen.

  5. Wer um das Schicksal von Judas Iskarios weiß, der weiß ja auch, daß dieser nach seiner im tiefsten Dunkel seiner Seele ausgeführten Verzweiflungstat des Erhängens, allein durch die Liebe seiner Tochter wieder aus den Klauen dieser Finsternis errettet wurde. Er war sicherlich kein guter Vater, und seine Familie würde nach heutigen Maßstäben schon längst getrennt leben, und eine heutige Tochter würde auch sehr beschämt über solch einen Vater sich von ihm abwenden, und doch hat dieses Kindchen in ihrer Liebe, in ihrer göttlichen Liebe zu ihm gehalten, und seht, daran könnt ihr die große Kraft der unschuldigen Liebe erkennen, die auch euch allezeit zu Gebote gestanden hat. Und - habt ihr diese unschuldige Liebe etwa ergriffen, um euren Eltern da in ihrem Lebenskampfe beizustehen, oder habt ihr es nicht viel mehr so gehalten, daß ihr euch von dem einen Teil eurer Eltern gegen den anderen habt aufhetzen lassen, denn genau das ist ja das Kennzeichen dieser Zeit, und etliche hetzten sogar schon gegen beide.

  6.  Oh, ihr müßt nicht glauben, daß solche damalige Haltung von euch etwa von einer Maria, einem Petrus, einem Johannes oder von anderen so geschehen ist, die da sehr oft noch weitaus bitterere Erfahrungen gemacht haben und wo es sehr deutlich um Leben und Tod ging. Seht, des Täufers Vater, dem Zacharias, ging wohl so manches ab, was die liebevolle Erziehung seines Sohnes betraf, aber insgesamt erhielt dieser doch alles, was er für seine Reife benötigte, und dadurch, daß Zacharias ein demütiges Weib in Elisabeth gefunden hatte, konnte vieles von dem, was er als Vater des Tempels wegen versäumte, dann in der größten Liebe wiederum seine Frau erbringen, und so war schon alles recht geordnet.

  7. Aber wo ist die heutige demütige Mutter geblieben, die, wenn sie tatsächlich meint, demütig zu sein, dann andererseits wieder einen hochmütigen Manne an ihrer Seite vorfindet und dann erleben muß, auch wenn sich die Kinder auf ihre Seite schlagen, daß sie in ihrer Demut nicht wirklich bei Mir ist, da diese Art der Demut nur eine gewisse geistige Trägheit und Angst von ihr sind, weil sie von Mir und Meinem Reiche noch nichts angenommen hat. Dann gehört zu solch einer nur scheinbar demütigen Frau sicherlich auch ein Mann, an welchem sie erproben kann, wie es sich mit ihrer Demut verhält, und die Kinder, die in solche Beziehungen hineingeboren werden, werden ebenfalls trotzige und zum Teil aber auch tatsächlich liebkindliche Züge aufweisen, und alle Mitglieder dieser Familie können sehr leicht zu Mir geführt werden und dann an ihrer Seele ausreifen, wenn sie es denn zulassen, daß diese liebkindliche Seite das Übergewicht bekommt. Und genau dort liegt der Hund begraben, denn weder sie noch ihr habt das damals zulassen wollen, und so muß, wer nicht in seiner Familie es von innen heraus erlebt, er es sehr viel schlimmer von außen erleben.

  8.  Es ist im Verhältnis von innen nach außen so geregelt wie man es in etwa mit dem Vergleiche von Wasser zu Dampf betrachten kann. Hättet ihr eure Seele in allen Situationen durch eure Liebe ruhig gehalten und wäret ihr nicht so aufgebraust wie das kochende Wasser, dann hättet ihr also auch keine schädlichen Auswirkungen erlebt, noch für andere getätigt, und ihr würdet noch über dieses Wasser verfügen und könntet dann, in eurer Liebe zu Mir und zu den Euren, aus diesem lebendigen Wasser eine große Wohltat entströmen lassen und Leben retten. Aber so, wie es auch bei euch meist der Fall gewesen ist, habt ihr einen großen Teil eures Lebenswassers durch eure Trotzreaktionen unnötig aufkochen und in diesen dunstigen Nebeln dann verkochen lassen und müßt mit dem Rest eures Lebenswassers nun versuchen, euer Leben zu bestreiten.

  9.  Jetzt allerdings solltet ihr so klug sein, daß ihr nur durch Meine Liebe in einen heißen Zustand geratet, um für andere etwas im Guten zu bewirken, damit eure Dampfkraft ähnlich einer Lokomotive dann auch zu etwas nutze ist. In solch einem Zustand schwebt sogleich Mein Geist über euer Wasser, sind es also Meine Dämpfe bzw. ist es Meine Dampfkraft, welche eurem Wasser entdunstet, und mit dieser Meiner Antriebskraft wird auch jegliches gelingen, und euer kostbares Lebenswasser bleibt euch erhalten und wird sogar vermehrt.

  10.  Doch dort, wo ihr früher unnötig verkocht seid, dort sind auch die dunklen Nebel eurer Vergangenheit zu finden, und dorthin solltet ihr mit Mir zurückkehren, damit Ich diese dunklen Nebel wieder zum kostbaren Lebenswasser verwandeln kann. Hättet ihr das seinerzeit in euren Familien ausgehalten und in der Liebe ruhig ertragen, so müßte dieser Umwandlungsprozeß der finsteren Dämpfe, an welchem sich schon alle unnötigen Triebe berauschen oder anders gesagt, an welchem schon alle kleinen Teufel saugen, nicht mit einem weitaus größeren Energieaufwand wieder rückgängig gemacht werden. Der spätere Aufwand, im Vergleich zum früheren Zustand, kann bis zum Hundertfachen dessen betragen, und daraus erklärt sich denn auch die große Not desjenigen, der das, was er früher hätte leichtlich erreichen können, dann in späteren Jahren nur mit einem unglaublich großen Kraftaufwand korrigieren kann.

  11. Das liegt daran, daß durch den Trotz des Eigensinns alle damaligen Erfahrungen - je nach der Intensität dieses Trotzes - wie in einem Brennspiegel, der auf das Wasser gerichtet ist, dann eben sehr viel dieses wichtigen Lebenswassers unnötig verkocht ist und solch ein Mensch dann später mit dem Rest dieser im Wasser liegenden Kraft dann wieder die Rückwandlung, bzw. die Umkehrung seiner Dünste bewirken muß, und das geht um vieles schwerer, weil sich diese Dünste dann schon mit allem Möglichen verbunden haben und ihrerseits ihre Kraft verloren haben.

  12. Wie schon durch Moses beschrieben, sollte jedoch aus diesem lebendigen Wasser und dessen in ihm liegenden Geistkraft allerdings das Erdreich entstehen, sollte also jene Familie respektive jenes sich in Gott bezeugende lebensfähige Leben entstehen, doch wenn ihr so recht umherschaut, so werdet ihr nicht viel von solch edlem Erdreich entdecken, und deshalb auch muß viel Schweiß und Blut aufgewendet werden, um das durch den unnötigen Verschleiß zunichte gemachte Wasser und dessen geistiger Kraft dann auch das nötige Erdreich entstehen zu lassen, in welchem ihr wieder mit eurem Geist aus Mir zeugen und erzeugen sollt.

  13. Daß dies dann auch keine heutige Industrie und dergleichen Abarten sein wird, versteht sich, denn alle die heutigen Prozesse der Entstehung und der Erhaltung eurer aus dem lebendigen Wasser erzeugten Erde, sind ja aus dem Mangel an Meiner Geistkraft entstanden, und deshalb ist, was ihr heute von außen beschaut, es auch innerlich so tot und steril, denn es fehlt das Wasser der Demut, es fehlen die nötigen seelisch-geistigen Spezifikalkräfte von Mir, die ihr benötigt, um ebenfalls wieder Lebensfähiges entstehen zu lassen.

  14. Darum handelt es sich hier, daß ihr auch begreift und dafür auch die Verantwortung übernehmt, was ihr in der Blindheit und in der Verstocktheit eurer Seele getan habt und das, obwohl Ich doch immer bei euch war. Ihr habt euer Lebenswasser verplempert und jammert und beklagt euch darüber bei Mir und anderen, doch es wäre für euch und die anderen weitaus gesünder, ihr bekennt auch die große Schuld vor Mir und zeigt euren Nächsten deutlicher wie kostbar ihr Lebenswasser ist und daß es bewahrt bleibt, wenn sie im Herzen ruhig und beständig sind, weil sie und ihr auf Mich schauet.

  15. Sonst wird und muß von außen auf sie und auf euch zukommen, was ja eigentlich schon ansteht und begonnen hat. Von außen kehrt überall durch Nebel und Dünste zurück, was ihr mit eurem trotzigen Eigensinn gezeugt habt. Es ist dann eure Welt, die euch eure Grenzen aufzeigt und euch in die Schranken eurer geistlosen Bereiche treibt. Wer mit Meinem Geiste der Liebe zeugt, der wird wahrlich unbeschadet all das überstehen, was, durch die Unreife der Menschen bedingt, die einzig aus ihren Gehirnen zeugen, nun als düsterer Nebel und Brand und auch als Flut zurückkehrt, was sie selbst verursacht haben.

  16. Kochen zu viele Menschen ihr Lebenswasser unnötig auf und brennen es dadurch unnötig ab, so werden sich diese düsteren Schwaden ja sicherlich wieder irgendwo niederlassen und die großen Fluten bewirken, wie ihr sie auch schon seht.

Amen. Seid klüger und laßt euch nicht euer Lebenswasser verderben. Amen