Die verletzten Positionen des Ichs

 Freitag, 23. Juli 2010   9:30 Uhr   M

Die verletzten Positionen des Ichs

  1. Nochmals, Ich beschwere Mich nicht über den Zustand eurer Welt, denn bei wem sollte Ich Mich beschweren, und warum sollte Ich Mich über euch beschweren, weiß Ich doch in Meiner göttlichen Allmacht und Güte, daß es eurer Reife wegen nur so sein kann und Mir doch alle Mittel bleiben, um den einzelnen zu Mir zu ziehen. Ihr hingegen seht in euren dunklen Zuständen überall nur Tod und Verderben und könnt Mich dann kaum noch wahrnehmen, und in euren helleren Zuständen beginnt ihr zumeist zu schwärmen und glaubt, daß ihr sogleich an Meiner Seite sitzet und daß Ich euren Rat nötig hätte. Ihr seht im dunklen und trüben Zustand eurer Seele nur eure Isolation zu Mir und fühlt euch ebenso von euren Nächsten allein gelassen, und im hellen Bereich eurer Seele, dort wo sich euer Ich aufhält, wenn es durch die luziferische Liebe wieder auf diesen Standpunkt gehoben wurde, seht ihr im glückseligen Liebestaumel die Verbindung von allen zu allen, ohne zu begreifen, daß es nicht Mein göttlicher Standpunkt ist, den euer Ich innehat, sondern daß dies nur der von der Sexualität abgeleitete, luziferische Standpunkt eurer Seele ist, der euch zu allerlei Träumereien und Wunschvorstellungen führt und verführt.

  2. Es ist ja zur Zeit Mode geworden, daß beinahe jeder, der etwas auf sich hält und der in seinen helleren Zuständen schwelgt, sich nicht weiter mit Mir verbindet, sondern sich in der Hinwendung zum Nächsten förmlich überschlägt, um diesen auch nur wieder in seinen hellen Bereich zu ziehen, von diesem also gleichsam die Liebe absaugt, damit er seinen hellen Bereich gewissermaßen vor dem Dunkel seiner Seele verteidigen und genießen kann und wenn es geht, den hellen Zustand dann für immer in sich zu manifestieren. Aber das wird und kann nicht funktionieren, weil die Liebe, die man den Nächsten gibt und die man von ihnen erhält, ja eben keine bleibend himmlisch reine, sondern auch nur wieder eine tierisch-menschlich vermengte Liebe und Eigenliebe ist. Damit kann man nichts aufbauen oder erhalten: Diese Liebe ist eine Scheinliebe und der dunkle Zustand kehrt zurück.

  3. Also heißt es für euch, daß ihr darüber hinaus gehen müßt! Ihr müßt weiterschreiten und solltet den Standpunkt eurer Seele überwinden, wo ihr mit eurem Ich euch von Illusionen und Versprechungen täuschen lasset. Sicherlich könnt ihr in diesen illusionären Zuständen euch wie Gott fühlen und könnt eure Vorstellungen und Träume in jeden Bereich euer Begierden lenken, doch die Gegenwart könnt ihr damit nicht befruchten. Die illusionären Zustände gehören zum verderblichen Eigensinn, der nur für sich selbst eine Scheinwelt will, um die Früchte seiner Liebe aufzuzehren. Insoweit andere Menschen dessen Wünsche und Illusionen unterstützen, insoweit werden sie in dieser luftigen Traumwelt einen Platz erhalten und doch werden sie von dem unreifen Ich des Träumenden mißbraucht. Daß ihr das auch begreift, dazu habe Ich einiges über Hitler, Stalin und andere ausgesagt, denn diese hatten und haben allezeit solche großherrschaftliche Ambitionen, die nichts mit Mir und Meiner Liebe zu tun haben.

  4. Es ist folgendes: Euer Ich soll in allen Situationen die Verbindung zu Mir aufrechterhalten, und das geht nur, wenn ihr in der Liebe bleibt. Euer Ich ist der bewußte Anteil, der die Bereiche der Seele ausleuchtet und sich dort in dieser Position findet und diese innere Position auch nach außen beim Nächsten widerspiegelt. Je mehr ihr in eurem Ichgefühl Mich selbst, d.h die göttliche Liebe findet, umso stärker und heller wird euer Ich in diesem Bereich und wird anschließend von dem Nächsten zu euch zurückgespiegelt, bis es dann zu einem nächsten Bereich geführt wird, dorthin, wo es noch dunkel ist und wo ihr euch noch isoliert und verletzt fühlt. Dieser nächste Bereich wird an einem Nächsten, wird also an einem Menschen deutlich, der zu euch geführt wird oder ihr selbst werdet zu ihm geführt. Dort soll eure noch verletzte Seele eine Erfahrung in Meiner Liebe erleben, mit welcher dieser dunkle Punkt geheilt wird. Immer dann, wenn ihr in einem Bereich eurer Seele tatsächlich zu Meiner Liebe vorgedrungen seid, immer dann seid ihr für eure Nächsten wie ein Vater oder wie eine Mutter und führt diese wieder weiter zu Mir, genauso wie dies eure Eltern mit euch gemacht haben oder machen sollten. Seid ihr jedoch in der Summe eurer Erlebnisse als der Summe eures Lebens zu selten in diesen göttlich-himmlischen Standpunkt gekommen, weil euer Trotz doch wieder stärker war, dann habt ihr damit viele dunkle Bereiche eurer Seele genährt und festgehalten, die sich wie kleine und trotzige Kinder zueinander verhalten. Seid ihr z.B. fünfzig Jahre alt und ist euer Trotz und Eigensinn weder von euren Eltern noch von euren Nächsten erfolgreich unterbunden und in Meine Liebe verwandelt worden, dann seid ihr mit jeder Verletzung eurer Seele in genau diesen Zustand eures damaligen Ichs gefallen und gefangen.

  5. Ihr seid entweder in eurem verletzten körperlichen Bewußtsein gefangen und fordert eine Liebe in Form einer Sexualität oder ihr seid in eurem seelischen Bewußtsein gefangen und fordert eine Anerkennung, ihr fordert Lob, Ruhm, Ehre. Also seid ihr, wenn ihr in eurem körperlichen Zustand verletzt seid oder genauer, wenn ihr, eures Eigensinns wegen euch und andere verletzt habt, dann eben noch das kleine Kind von damals. Ihr seid dann wieder das sieben, acht- zehn- oder das vierzehnjährige Kind, und ihr fordert und verhaltet euch so wie ihr das seinerzeit schon getan habt. Dann ist natürlich euer Nächster, meist euer Ehegefährte, genötigt, euch in allem zu ertragen und euch als das Kreuz anzunehmen und zu lieben, ohne daß er von diesem Kind in euch oder anderen beschwert wird, um dann ebenfalls in sein trotziges, kindliches Stadium abzugleiten. Freilich gelingt das nur, wenn der andere, der euch so erlebt, sich dann in der Liebe zu euch tatsächlich auch zu Mir bewegt. Und ebenso ist dies auch mit euch der Fall, wenn ihr eure Liebsten in solch einer traurigen Verfassung erlebt. Ihr müßt sie in Meiner Liebe auffangen.

  6. Einmal also deshalb, damit ihr nicht selbst in euren kindlich verletzten Zuständen landet und zum anderen, damit ihr und der andere in eurer Seele ausreifen könnt. Wenn ihr euren Liebsten z.B. in einem Stadium erlebt, wo dieser sich wie ein kleines Kind in all seinem Trotz gebärdet, so könnt ihr sofort zu Mir kommen, und Ich werde euch die Kraft geben, die ihr benötigt, damit der andere weiter ausreifen kann, bis er eines Tages dann in sein tatsächliches, gegenwärtiges Lebensalter gelangt, und ihr selbst seid dann ebenfalls durch die Anwendung Meiner Liebe in eurer Reife fortgeschritten.

  7. Oh, ihr dürft nicht glauben, daß dies etwa nur Ausnahmen seien! Beileibe nicht! Jeder Mensch hier auf Erden hat ja diese zwei gefallenen Zustände seiner Seele, und somit ist noch jeder in seiner kindlichen Phase und ist damit noch in das diesem kindlichen Wesen zugehörige Gebaren gefangen, bis er, von Meiner Liebe berührt, dann auch dieses Stadium überwindet. Jeder Mensch erlebt diese Spaltungen seines Bewußtseins und gelangt, wenn er sich gerade in solch einem trüben Zustand befindet, in eine Depression und erlebt die Ohnmächtigkeit seines damaligen kindlichen Zustandes erneut - und doch kann er jederzeit in der Hinwendung zu Mir geheilt werden. Dazu sollt ihr euch die Kraft Meiner Liebe nehmen, damit wenigstens ihr soweit an eurer Seele geheilt seid, daß ihr auch wie Erwachsene gegenüber euren Nächsten agiert. Diese dunklen und trüben Zustände in euch müssen auch sein, denn sonst würdet ihr euch in euren luziferisch hellen Zuständen nur wieder über alle anderen erheben, und das kleine und verletzte Kind in euch könnte nicht ausreifen. Ihr bliebet gespalten und könntet in solchem Stadium auch niemandem eine Hilfe sein.

  8. Alle, durch euren Eigensinn verletzten Anteile und Bereiche eurer Seele, sollen eines Tages im Sonnenlicht Meines wunderbaren Tages erleuchten, um in der himmlischen Liebe für den Nächsten zu erglühen und somit müssen und werden alle Positionen eurer verletzten Seele mit eurem Ichbewußtsein ausgeleuchtet, damit ihr auch die Möglichkeit erhaltet, euch und andere von dem Eigensinn zu reinigen.

  9. Es ist in eurer Gegenwart seit Ende des 2. großen Weltenbrandes der unselige Zustand eingetreten, daß die reinigende Kraft des Vaters gegenüber der Eigenliebe seiner Kinder nicht mehr wirken darf, denn das unreife Weib verbindet sich in der Eigenliebe mit ihrem Kinde, und somit werden diese Kinder nicht mehr von Meiner bewußten göttlichen Liebe berührt, denn wer den Vater nicht ehrt, in dem Ich doch vorgebildet werde, der kann den wahren Vater, also Mich selbst nicht mehr erkennen und diese Frauen, die so mit ihren Kindern verfahren, haben sich und den Kindern einen Bärendienst erwiesen. Es sollten zwar die Kinder in den ersten Jahren durchaus in der Sphäre ihrer Mütter verweilen, doch sollten und dürfen sie keinesfalls die Kinder dem gestrengen Zugriff des Vaters entziehen, weil sonst die Eigenliebe in dem Kinde überhand nehmen würde und es später nicht in der Lage wäre, eine gute und gerechte Familie zu bilden und zu führen. Seht, das ist euch beinahe noch allen passiert und so muß Ich also wieder dafür Sorge tragen, daß durch die Schwäche der Väter die Frauen nicht ihre eigenen Kinder verderben.

  10. Es ist schon schlimm genug, daß die Kinder der ärmsten Länder der Welt in diese geworfen werden, wie das die Tiere auch nicht anders tun, aber es ist noch sehr viel schlimmer, wenn die reichen Länder ihren Frauen genehmigen, ihren Nachwuchs abzutreiben, denn das bedeutet, daß die Frucht der Liebe zwischen Mann und Frau nicht mehr erwünscht wird und daß solch eine Liebe also nur eine tote Liebe ist. Die Eigenliebe als Scheinliebe gebiert keine lebendige Frucht! Die abgetriebene Frucht dieser untauglichen Liebe, die gewaltsam aus dem Leben der Eltern gebannt wird ist aber noch da und die Mutter spürt in ihrem Herzen, daß da noch eine Verbindung ist und kann ihr Kind trotzdem nicht mehr erreichen. Sie fühlt durchaus, daß sie in sich, in ihrer Seele, auch etwas abgetötet hat, und dafür erleidet sie Schuldgefühle. Sie hat damit auch einen Teil ihrer eigenen Entwicklung blockiert.

  11. Was geschieht also mit solchen, die weder Kinder wünschen noch mit Kindern zu tun haben wollen? Sie können jene dunklen Anteile ihrer Seele, in welche ihr Ich gefallen ist oder zu fallen droht, kaum überwinden, denn sie leugnen diese Anteile ihrer Seele und wollen sie in sich noch nicht entwickeln, sie wollen ihr noch nicht zum Leben verhelfen, und andererseits sperren sie all jene Menschen, die so verletzt (wie sie selbst) reagieren, dann vorsichtshalber in alle möglichen Anstalten. Sie möchten also ihre Kinder nicht sehen, weil sie Furcht vor dieser Begegnung haben, und sie möchten deshalb auch nicht jenen Menschen begegnen, in welchen sie ähnliche Zustände schauen können. Der westlich orientierte Mensch wünscht weiß und hell zu bleiben und leugnet seinen dunklen Anteil, er leugnet auch seine Kinder und muß dennoch erleben, wie der dunkle und verletzte Anteil gerade in den Menschen der ärmsten Länder ungezügelt auf ihn einströmt und Kinder gebiert, daß ihm Hören und Sehen vergeht. So sieht er sich also umzingelt von jenen Anteilen seiner Seele, vor denen er noch alle Zeit davongelaufen ist.

  12. Und gerade deshalb, weil kaum jemand in Meiner Liebe und in Meiner göttlichen Kraft die Aussöhnung zwischen diesen beiden Zuständen der Seele anbahnt, gerade deshalb ist die Lunte an diesem Pulverfaß gelegt. Aber ihr könnt sie bei euch löschen! Ihr könnt das Pulverfaß, welches ihr selbst seid, gefahrlos von der Lunte trennen, ihr könnt den satanischen Zündfunken in euch entfernen und dann hat der andere auch nicht mehr die Möglichkeit, euch zum Brennen zu bringen. Bedenkt dies und wollt euch unbedingt durch die Demut im wässrigen Zustand Meiner Liebe halten, damit der Funke nicht in Versuchung gerät und verführt wird, damit er nicht anfängt zu glimmen um in seinem Eigensinn und in seiner Eifersucht zu brennen.

  13. Das könnte sogleich ein wahres Feuerwerk abgeben, bei welchem ihr Familie, Gesundheit und eventuell auch euer Leben verlieren würdet.

Amen. Euer Vater Jesus. Amen


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