Die Problematik der Geschwisterliebe

Freitag, 29. April 2011   morgens 3:30 Uhr   M

Die Problematik der Geschwisterliebe

  1. Ja, es ist eine sehr persönliche Angelegenheit zwischen uns, denn Ich bin persönlich bei und inmitten unter euch. Ich bin ja nicht nur in solchen Worten persönlich erfaßbar in der Weise, daß ihr schon mehr als einen blauen Dunst darüber habt, wer Ich bin, wie Ich bin, was Ich bin und vor allem, was Ich überhaupt für euch schon bin und geworden bin, so daß ein Teil Meiner Persönlichkeit für euch deutlicher zutage tritt, sondern diese Meine für euch auf diese Weise erfaß- und erfühlbare Gegenwart nimmt in euch Gestalt an: Ich werde in eurer gedanklichen Vorstellungswelt konkreter, Ich nehme innerhalb eurer Daseinsbewältigung einen immer größeren Raum ein, Ich gewähre euch einen immer besser werdenden Durchblick und Überblick angesichts dessen, was in euch ist und was mit euch geschieht und eben also, was als Konsequenz dessen von euch, über außen kommend, erfahren wird. Eure Handlungsfreiheit wird größer, eure seelisch-geistige Gesundheit wird besser, eure Fähigkeit zur Unterscheidung der Geister wird praxisorientierter und ihr könnt deutlicher sehen, hören und fühlen, ob ihr es nun mit einem Bruder oder mit einer Schwester auch geistig zu tun habt oder ob die so sein wollenden Geschwister doch nur wieder die Welt in euch ansprechen und die Welt in euch zu ihrem Trost bekommen möchten und dann beleidigt sind, wenn sie von euch nicht erhalten, was sie begehren.

  2. Ihr solltet es dann allerdings vermögen, solche Weltlinge - und mögen es auch eure Verwandten und euch auch sonst Nahestehenden sein - einmal mit dem gehörigen Abstand zur Welt zu betrachten, sie ruhig und friedlich ins Auge zu fassen und deren Weltenmeinung lächelnd, aber ganz konsequent abzulehnen und das nicht deswegen, weil ihr euch herausgefordert oder unverstanden oder irgendwie noch immer verletzlich fühlt. Ihr solltet deshalb ruhig und klar und eindeutig und nachvollziehbar Stellung beziehen, weil ihr Mich doch schon in eurer Lebens- und somit in eurer Wirkungssphäre beinahe schon persönlich wirkend wahrnehmen sollt und es könnt, denn ihr könnt und sollt doch schon eine persönliche Beziehung und deshalb auch Wahrnehmung von Mir haben. Das solltet ihr unbedingt, denn sonst könnt ihr doch weder den euch umschleichenden Triebgeistern gebieten, noch könnt ihr überhaupt euch des täglichen Leidensdruckes erwehren, der ja nicht nur aus den in der Materie noch gefangenen Geisterchen resultiert, die ihr z.B. auch über eure Nahrung und über Luft und Wasser aufnehmt, sondern dieser Leidensdruck kommt vor allem deswegen, weil ihr den seelischen Druck der euch Umgebenden sich noch immer sehr heidnisch oder auch alttestamentarisch gebenden Menschen spürt und ihn auch nur deshalb so sehr spürt, weil ihr solche Komponenten noch immer in eurer eigenen Seele traget. Jene Anteile eurer Seele, die noch immer so geartet sind, können Mich ja noch lange nicht in ihrer Wirksphäre oder sagen wir besser, sie können Mich in ihren Seelenbereichen ja noch immer nicht zu ihrem Lebensmittelpunkt gestalten, und eben darum lasse Ich, der Entwicklung eurer Seele zum Geist hin, euch durch diese, in solchen Momenten für euch erfahrbaren Nächsten, es eurer Seele zukommen, damit ihr auch erleben könnt, ob ihr nun tatsächlich den Nächsten erreicht und diesem Meine Liebe vermitteln könnt oder ob euch das noch immer nicht möglich ist.

  3. Das hängt also einzig davon ab, ob und daß ihr in den gewissen Bereichen eurer Seele Mich denn auch wirklich und nicht nur scheinbar zu eurem Lebensmittelpunkt erwählt habt und so z.B. nicht unnötigerweise zum Arzt laufet oder euch nicht unnötigerweise angesichts gewisser Verhältnisse zwecks Beruhigung eurer Nerven nur wieder an Menschen wendet und noch anderes, sehr unreifes und z.T. auch tolles Zeug da veranstaltet. Wo auch immer in eurer Seele sich die dunklen Flecke eurer körperlich-seelischen Verwerfungen zeigen, wo sich demzufolge noch immer Verletzungen, Narben, Ängste, Sorgen, Depressionen etc. zeigen, dort wo sich in euch noch immer der Nomade, Heide oder Jude tummelt, genau dort werdet ihr auf die Tragfähigkeit eurer Seele in eben diesen Bereichen geprüft, und genau dort ist es, wo ihr euer Kreuz zu spüren beginnt und wo ihr sodann bemerken könnt, ob Ich euch in genau diesen Bereichen eurer Seele persönlich nahestehe oder ob dies nicht möglich ist, weil ihr euch in diesem Bereich eurer Ichposition eben noch nicht an Mich gewendet habt.

  4. Euer Nächster zeigt es euch also nur an, inwieweit ihr euch in genau dieser besonderen Position eures Ichs schon bei Mir befindet, denn durch die Anwesenheit eures oder auch eines Nächsten lasse Ich euch fühlen, ob ihr Meine persönliche Anwesenheit schon bemerkt und euch danach richtet und eure Nächsten deshalb erreichen könnt oder ob ihr in der Beziehung zu solch einem Nächsten nichts von Mir, dafür jedoch alles vom Heiden oder Juden oder sonstigen in euch wahrnehmt. Freilich werdet ihr nicht ständig auf eure inneren Schwächezonen geprüft, denn Ich weiß sehr wohl, wann für euch der richtige Zeitpunkt gekommen ist, und oftmals lasse Ich euch auch eine Erfahrung zuteil werden, wo ihr selbst, obwohl ihr euch Meiner persönlichen Anwesenheit bewußt seid, den anderen aber dennoch nicht erreichen könnt, und das geschieht, wenn Ich euch in dieser besonderen Verfassung, wo ihr zwar schon bei Mir seid, aber dennoch tiefer und inniger an Mich binden will, weil ihr in der so für euch typischen Gefahr steht, daß der hochmütige Alttestamentarist wieder auftritt, der dann schon beinahe glaubt, selbst gottgleich zu sein und es vergißt, auf wessen Grund da alles erbaut und errichtet worden ist. Und weil Ich euch da sehr genau kenne, so werdet ihr darum auch immer wieder jene Erfahrungen machen müssen, wo ihr euch den Staub von den Füßen und euren Kleidern schütteln müßt. Nichts ist dann umsonst, weil selbst solche dann scheinbar nicht gelungenen Auftritte in Meiner Liebe euch von einigen Hochmutsatömchen befreien und ihr euch wieder mehr an Mich wendet.

  5. Aber hier will Ich auch darüber sprechen, wie ihr durch diese persönliche Beziehung zu Mir in euren an sich schon guten Bereichen eurer Seele da selbst mit euren leiblichen Geschwistern oftmals über Kreuz liegt, denn diese kennen euch ja besonders gut und haben dann auch schon große Probleme damit, gerade in euch das Heil und das Licht der Welt, also auch ihrer Welt, zu erblicken. Warum ist das so? Warum gilt also der Prophet im eigenen Lande nichts und warum ist selbst Mir das so ergangen? Einfach deswegen, weil dort, wo ihr in eurer Seele euch an Mich gewendet habt, sie sich im Gegensatz dazu noch mehr an die Welt gewendet haben, denn sie glaubten eure Hinwendung zu Mir mit einer größeren Hinwendung zur Welt ausgleichen zu müssen. Also eben nicht aus Trotz und aus böser Absicht heraus, sondern einfach nur aus deren guter Seele heraus, denn sie können und konnten ja nicht wissen, was ihr nun so alles durch euer Kreuz erfahren habt und wißt, daß nämlich die gute Seele auch nur wieder Luzifer selbst in einem ist, und deswegen haben eure Geschwister oftmals in dieser Art von Kompensationsgeschäft mit Luzifer dann eben jenen luziferischen Standpunkt euch gegenüber eingenommen, weil ihr euch in diesen Bereichen dem wahren Christen zugewendet habt.

  6. Ihr seid durchs Kreuz auch mit euren Geschwistern bedingt da über diese gute Seele hinaus dann tatsächlich bis zu Mir gekommen, während eure Geschwister aber gerade dadurch immerhin in das alttestamentarische oder sagen wir auch in das typisch jüdische, immer verurteilende und sich auf das Geld und den Verdienstglauben und all diese weltlichen Sicherheiten berufende Stadium ihrer Seele gelangt sind und ihr da also mehr den wahrhaftigen, kreuztragenden christlichen Zustand erreicht habt. Ihr seid eine Stufe weiter gelangt und mußtet euch genau darum auch die luziferischen Prüfungen gerade auch eurer Geschwister gefallen lassen, und seht, etliche von euch haben dies nun auch getan und können, weil und wenn sie dort gegenüber ihren Geschwistern christlich geworden sind, dann auch schon ruhig und friedlich gerade bei solchen diesen stets die Welt verteidigenden luziferischen Standpunkt unberührt lassen und müssen sich nicht mehr in weltliche Scharmützel begeben.

  7. Was geschieht, wenn ihr diese Position des wahrhaftigen Christen innerhalb eurer Familie erreicht habt? Nun, zum einen habt ihr dann allerdings in jenen dunklen Bereichen eurer Seele gearbeitet, habt diese Nächsten jahrelang ertragen und euer Kreuz mit ihnen sehr deutlich erlebt, um euren Nomaden, Heiden etc. bis zum Christen zu entwickeln, denn ihr seid gerade auch mit euren Geschwistern in all diesen Positionen eures Ichbewußtseins gewesen, seid mit ihnen Nomade, Heide, Jude gewesen und erlebt etliche noch auf solchen Positionen, habt mit ihnen als Nomade oder Heide gegen eure Eltern gestritten, habt zuerst mit ihnen auf Seiten der Mutter gegen den Vater und später mit ihnen auch gegenüber eurer Mutter gestritten und seid in eurer Kindheit gerade mit euren Geschwistern in allen Bereichen eures damaligen heidnisch-nomadisierenden Bewußtseins gewesen, bis ihr eines Tages zum Christen gereift seid, während eure Geschwister da noch immer festhängen.

  8. Weiter könnt ihr sie nun auch nicht mehr ziehen, jedenfalls nicht mehr so wie früher, denn ihr seid zwar bis zum Christen gelangt und konntet das vierte Gebot mit euren Eltern auch wieder korrigieren, doch mit ihnen, mit denen ihr ebenfalls gegen eure Eltern gestritten habt oder gegen euer Vaterland oder gegen eure Herkunft oder gegen andere, könnt ihr euch nun schlecht verbrüdern, einfach deswegen, weil sie den letzten das Kreuz in allem akzeptierenden Standpunkt ja seinerzeit auch nicht angenommen haben und es bis jetzt noch nicht einsehen, wozu das gut sein soll. Hattet ihr euch seinerzeit auch gegen das Kreuz verbündet, habt ihr diesen Fehler später erkannt und korrigiert so wißt ihr selbst, wie hoch der Preis dieses Trotzes gegenüber eurem Elternhaus gewesen ist und dann könnt ihr auch nachvollziehen, warum eure Geschwister dort noch immer festhängen, denn sie wollten diese alten seelischen Muster ja nicht korrigieren und kämpfen viel lieber gegen euch, weil sie diesen Kampf des damaligen Nomaden und Heiden und späteren Alttestamentaren ja auch nicht anders gewohnt sind, haben sie doch seinerzeit den Christ in sich mehr oder weniger bekämpft.

  9. Sicherlich habt ihr für euch hoffentlich dieses alte Seelenmuster durchbrochen und seid zu Mir gelangt, doch für eure Geschwister reicht es nicht, weil sie das noch nicht sehen können. Solange Ich als Mensch innerhalb Meiner Familie lebte, konnten sie selbst angesichts vieler göttlicher Werke Meinerseits ja selbst nicht erkennen, daß der wahre Christ, ja daß der Messias selbst an ihrer Seite ist, und Ich habe Mich Meinen Eltern demütig gebeugt, und ebenso ergeht es euch in diesem Stadium eurer Geistbildung, und ihr habt euch euren Eltern gegenüber nicht so demütig verhalten. Die Euren sehen den Christ nicht, sie wollen es nicht erkennen und sie können es nicht erkennen. Was ist also zu tun und was steht als nächstes an? Könnt ihr mit ihnen nicht mehr den Bruder oder die Schwester erreichen, so könnt ihr mit ihnen also nicht Meinen christlichen Standpunkt erreichen und könnt ihnen und dadurch also auch euch nicht jene dunklen Bereiche eurer Seele durch Mein Liebeslicht erhellen, wo sie mit euch noch über Kreuz liegen.

  10. Könnt ihr eure leiblichen Nächsten wirklich nicht erreichen und solltet ihr sie freigeben und sie sich selbst überlassen? Nun, laßt ihr euch auf deren luziferisches Gehabe ein, so werdet ihr selbst wieder hinuntergezogen, und sie zu Mir hinaufzuziehen, das gelingt euch angesichts der Problematik noch nicht. Also geht es auf diese Weise nicht, und ihnen nun angesichts deren Verhalten gegenüber euch auch noch eine Unterstützung zukommen zu lassen, würde bedeuten, ihr erkauft euch deren Wohlwollen, und das geht also erst recht nicht. Ihr würdet damit, geistig betrachtet, nur lügen, weil ihr sie dann angeblich christlich lieben wolltet, sie also wie einen Bruder oder wie eine Schwester auch geistig annehmt und diese eben doch nichts mit Mir zu tun haben wollen und sie euch eben nicht brüderlich oder geschwisterlich lieben können, denn ihr habt da keinesfalls den gleichen Vater. Sie lieben noch immer unerkannt ihren Luzifer und ihr habt mehr oder weniger schon mit Mir selbst zu tun, und darum könnt ihr mit ihnen nicht geschwisterlich sein, weil ihr einen anderen Vater habt, und somit könnt und dürft ihr sie nicht so behandeln als wenn ihr gleichen Geistes wäret, denn das ist eine Lüge und ihr laßt euch von denen dann auch noch bestehlen, weil ihr ihnen, von euch aus, den wahren christlichen Vater gebt, aber sie, von sich aus, nur Luzifer geben und Mich ständig verleugnen. Sie würden eure Liebe sicherlich gerne annehmen, aber doch nur zu ihren Konditionen, aber ihr könnt unmöglich von ihnen christliche Werte verlangen, die sie sich im besten Zustand ihres Bewußtseins, welcher höchstens jüdisch bzw. alttestamentarisch ist, noch nicht erarbeitet haben. Hoffentlich seht ihr das Unmögliche eurer Bestrebungen und Versuche ein, dort mit euren Geschwistern christlich zu sein, wo diese höchstens luziferisch sind. Genau dieses Problem stellt sich für Meine wahren Kinder und Nachfolger mit jenen Geistgeschwistern, die soviel auf Lorber, Dudde, Swedenborg oder auch auf die Bibel halten und die dennoch luziferisch in ihrer Seele geblieben sind, denn nicht die Erkenntnis allein gereicht zum Christen, sondern nur die praktische Tätigkeit danach. Auch dort, in jenen Kreisen also, die nur über lose und deshalb also noch über luziferisch gebundene Strukturen verfügen, ist es nicht möglich, daß sich dort die wahre Nächstenliebe entwickelt und daß sich dort also die Geschwister unter Meiner Obhut bilden können. Sicherlich könnte das durchaus geschehen, einmal geschehen, aber dann müßte fernab aller Seminare, Treffen, Vorträge und all diesem luziferischen Geschwätz auch wirklich diese christliche weil kreuztragende Liebe angenommen werden und dort jene dunklen Bereiche der früheren familiären Beziehungen korrigiert werden, dort müßte also auch das vierte Gebot vollständig erfüllt werden, und zur Vollständigkeit des vierten Gebotes gehört aber auch vieles, von dem diese dort unter der Fuchtel Luzifers noch nie etwas gehört haben.

  11. Gut, wie könnt ihr also eure leiblichen Geschwister angesichts solcher Vorfälle überhaupt erreichen und wie kann überhaupt unter Geistgeschwistern solch eine wahrhaftige christliche Gemeinschaft auftreten, die bislang nicht sichtbar geworden ist? Daß es nur über das Kreuz geht, steht ja ohnehin schon fest, und daß ihr da eine gewisse Mitschuld traget und dieses Kreuz dann auch schon die nötige Korrektur und Seelenumwandlungsmaßnahme ist, sollte ebenso deutlich geworden sein, doch wo liegt der Schlüssel dazu, ob ihr tatsächlich einen Bruder oder eine Schwester unter der Obhut des wahren Vaters bekommt? Kann euer eheliches Verhältnis denn überhaupt funktionieren, wenn ihr da aus Familien kommt, wo ihr keinen richtigen Bruder oder keine richtige Schwester erlebt habt oder braucht ein eheliches Verhältnis auch keine brüderlich-geschwisterliche Basis?

  12. Ja, ihr seht nun hoffentlich deutlicher eure Problematik, und ihr versteht nun hoffentlich auch, weshalb Ich angesichts solch einer Endzeit, wo die Familien nun völlig zerstört sind, auch keinen Swedenborg oder sonstigen Mystiker gebrauchen kann, die doch selbst an solchen Strukturen gescheitert sind, sondern wir müssen die Fakten deutlich ansprechen, und dazu bedarf es etlicher Seelen, die da gehörig in sich gehen, die da vor allem danach handeln, nun ihren inneren Geist auch entwickeln zu wollen und die ja beinahe freudig und jauchzend ihr Kreuz tragen, weil sie Mich auch tatsächlich über alles lieben und diese Liebe denn auch schon verschenken können. Hoffentlich fühlt ihr euch auch angesprochen, denn Ich Meine euch hiermit.

  13. Also wie ist dieser Knoten zu lösen, den auch Gordon seinerzeit nicht lösen konnte, den ihr aber lösen könnt? Wer Mich über alles lieben will, der muß Mich ja erstens überhaupt erkennen, denn sonst weiß er doch nicht, ob es Luzifer ist oder ob Ich es bin. Um Mich jedoch zu erkennen, muß es aber so etwas wie ein Kreuz geben, welches euch scheinbar erschlägt, denn nur unter der Last des euch angeblich erschlagenden Kreuzes ersteht der wahre Christ, wird also das christliche Bewußtsein gebildet. Nur hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn Luzifer wird, anstatt sein Kreuz zu tragen, es viel lieber von anderen tragen lassen, und darum lügt und betrügt er, darum spielt er Gott, und deshalb gibt es eine Welt, wo er solches praktizieren kann, und daß solch eine Welt das Gegenteil der brüderlichen Welt ist, versteht sich.

  14. Wenn ihr also wahre Geschwister suchet und sie finden möchtet, wo könnt ihr sie finden? Etwa auf Treffen, in den Freundeskreisen, etwa bei Vorträgen, auf Reisen, unter euren Ehepartnern? Nur dort, wo ein demütiges Herzlein bescheiden und still sein kreuztragendes Schicksal erfüllt, und ihr könnt solch einen Menschen, euren potentiellen Bruder oder eure potentielle Schwester, nur dann erkennen, wenn ihr selbst diese Fähigkeit des wahren Christen ausgebildet habt, denn nur der Geist kann den Geist erkennen, nur die Liebe kann die Liebe sehen und fühlen, und das wird euch erst gelingen, wenn ihr nicht mehr lügt und betrügt, wenn ihr nicht mehr die magische Verwandlung des einen in den anderen gefallenen Zustand erlebt, wenn ihr also seelisch stabil bleibet.

  15. Gut, das sollte deutlich sein! Nächste Frage also: Habt ihr denn tatsächlich solch ein Geschwisterchen, solch ein Herzgeschwisterchen, mit welchem ihr alles teilt und mit dem ihr diesmal eben nicht gegen die Welt kämpft und streitet, wo ihr also diesmal nicht jenes alte und in euch verborgene seelische Muster eurer Kindheit wiederholt, um gegen den Vater, die Mutter, das Vaterland, die Arbeit und Ausbildung, eure Geschwister etc. zu streiten? Habt ihr denn mit solchen angeblichen Geschwisterchen auch tatsächlich solch konkrete Erfahrungen im Aufbau einer lebendigen und euch und andere belebenden Liebe oder beruhen sie nicht eher auf euren Illusionen und eurem noch immer vorhandenen Luziferismus?

  16. Ich setze den Fall, daß da der eine oder andere solch einen Herzensbruder oder solch eine Herzensschwester hat, so geht das aber nur, wenn alles brüderlich geteilt wird und diese Liebe eine alles überwindende Liebe ist, die der Tod nicht scheidet und wo der eine sein Leben für den anderen hergibt und wo es keine wie auch immer geartete Abhängigkeit gibt und wo der Tod des einen vom anderen klaglos und freudig hingenommen wird, wo also alle Seiten in der größten Liebe und Hingabe zu Mir denn auch schon alles annehmen und ertragen wollen und können, was auf sie zukommt. Solch eine Liebe wird von Mir als eine reinste geschwisterliche Liebe benamset und die findet sich nur dort, wo eine innigste Hinwendung zu Mir als dem gemeinsamen Lebensmittelpunkt gegeben ist, denn Ich bin der in und bei solchen Geschwistern unüberwindbare Held, Ratgeber, Heiland und wunderbare Vater, und seht, daran ermangelt es euch noch zu sehr. Die Eheleute sollten solch eine innigste Geschwisterliebe durchaus erreichen und vermögen dies auch, wenn sie zum einen diese Geschlechterliebe und zum anderen diese Seelenliebe überwinden, und zur Seelenliebe gehört auch jene rein luziferische Vorstellung der Dualliebe oder der Dualseele. Solch einen Unsinn gibt es in Meinen Himmeln nicht, denn wozu taugt eine Dualseele, die da andere Menschen und Geschwister ja doch nur wieder vom geschwisterlichen Dasein abscheidet. Wenn Ich in Meinem Reiche diese brüderliche Liebe vorgesehen habe, wo ein jeglicher mit einem jeglichen sich in der tiefsten Liebe und Hingabe himmlisch trifft, dann ist die Vorstellung einer dualen Liebe ja geradezu grotesk, und darum kann niemand von euch, der noch solch einer Chimäre nachjagt, da in solch eine reinste Geschwisterliebe gelangen, weil er damit seinen Nächsten schon wieder ausgrenzt.

  17. Wir haben also zum einen die Fähigkeit, durch die Überwindung des Kreuzes denselben Vater zu lieben als notwendige Vorbedingung der Geschwisterliebe und wir haben also auch eine weitere Bedingung, die da lautet, daß sich solch eine reinste Geschwisterliebe nicht selbst genügen darf, denn dann wäre das alle anderen Menschen außen vor lassende Dual auf heimtückische Weise wieder zurückgekehrt und die letzten Reste einer geschlechtlichen Liebe zögen wieder in diese reinste Geschwisterliebe und würden sie verderben.

  18. Kennzeichen der reinsten Geschwisterliebe ist also jegliche Überwindung einer nur auf sich selbst bezogenen Liebe, die den anderen ja auch nur zum Genußmittel seiner Seele erhebt. Solch eine luziferische Liebe kann und wird das siebente und achte Gebot nicht erfüllen, denn beide Seiten solch einer Beziehung belügen und betrügen sich gegenseitig und alle anderen auch, weil sie vorgeben, rein geistige Werte zu besitzen, die sie allerdings nur für sich selbst beanspruchen, doch die anderen erhalten kaum etwas von dem zurück, was sie solchen dualen Verbindungen geben, denn diese Seelchen, die noch gegenseitig festhängen, hängen ja noch in ihrer Seele fest, denn wäre es nicht so, so wären sie ja in Meinem Geist frei und könnten einen jeglichen lieben, den sie als Bruder oder Schwester erkennen und anerkennen.

  19. Die Gefahr für euch besteht in dem, daß ihr mit eurem Ehepartner zum einen nicht konsequent das Kreuz ertragt und der andere oder auch ihr selbst noch zu oft diese Positionen wechselt und Luzifer hindurchkommen lasset, und eine weitere Gefahr besteht in dem, daß ihr mit eurem Ehegefährten oder auch schon mit einem Geschwister oder Geistgeschwister nur mehr eine seelisch orientierte geistige Beziehung habt, die nur scheinbar geistig, doch in Wirklichkeit nur seelisch ist, und das könnt ihr daran erkennen, ob ihr auch gewillt seid, andere so zu lieben wie ihr euch liebt. Eine seelische Verbindung vermag das nicht, denn innerhalb einer Seelenliebe kann Luzifer nicht auf einen Menschen verzichten, den er berauben muß, um dann selbst wie Gott zu sein und der andere, sich diesem Gott Unterordnende kann dann unmöglich von einer geistigen Liebe sprechen, wenn er dem anderen die dafür notwendigen Energien leihen muß, damit solch einer sich zu einer Pseudogottheit erheben kann. Wäre es wirklich reingeistig, so bräuchte nicht ein Mensch dem anderen solch eine Liebe geben oder nehmen, denn er bekäme sie doch von Mir direkt.

  20. Gut, daran könnt ihr sehen, wo es an eurer Seele mangelt, und wenn ihr diese notwendigsten Vorbedingungen der kreuzertragenden demütigen Liebe beachtet und sie mit dem verbindet, daß ihr weder mit eurem Ehegefährten noch mit eurem Bruder oder eurer Schwester da eine seelische Verbindung eingeht, dann habt ihr diese Eigenschaft in euch wiederbelebt, nun auch andere Menschen und dann auch schon eure leiblichen Geschwister als wahre Geschwister im Geist zu erleben und sie mit eurer euch von Mir erworbenen Liebe zu bekehren. Ihr müßt deshalb überhaupt erst einmal einen wahren Bruder oder eine ebensolche Schwester erfahren und sie mit Meiner Liebe auch bestätigen können, bevor ihr andere Menschen erreichen könnt, und genau das ist der Punkt bei fast allen von euch. Wenn das vierte Gebot und die ihm folgenden in allem erfüllt sind, so ist auch die Korrektur dieser geschwisterlichen Beziehungen und Verbindungen von euch gegen eure Eltern, eure Geschwister, eure Ausbildung, gegen den Staat etc. korrigiert, denn niemand von euch wird je einen wahren Bruder oder eine wahre Schwester im Geiste erhalten können, wird also diese himmlische Liebe auf Erden nicht erleben können, wenn das vierte Gebot und die ihm folgenden Gebote nicht in allem beachtet und erfüllt worden sind. Überdenkt dazu einmal eure geschwisterlichen Beziehungen von früher und achtet sehr genau darauf, wo ihr euren Bruder oder eure Schwester gegen die scheinbar bösen Eltern verteidigt oder beigestanden habt und wo ihr dann selbst Vater oder Mutter für die Euren gespielt habt, denn es ist nicht nur das Problem, daß Luzifer dort Gott spielt, sondern es ist auch ein Problem und zwar euer Problem, wenn ihr für eure Geschwister Eltern spielt, ohne es von Mir aus zu sein.

  21. Das geschieht öfters, daß von Mir aus da etliche vor ihre Geschwister gesetzt sind, um sie wie ein Vater oder wie eine Mutter ersatzweise zu betreuen, und das ist auch gut so, aber dann geschieht das niemals im Widerstreit gegen die Eltern, sondern immer im Einklang, und genau diesen Punkt will Ich hier deutlicher offenlegen, damit ihr auch erkennt, warum ihr eure leiblichen Geschwister nicht oder noch nicht erreichen könnt, denn dann habt ihr dort nur Vater oder Mutter gespielt und seid es nicht gewesen, und wie wollt ihr dann erwarten, daß eure Geschwister euch annehmen und verstehen werden, wenn ihr dort doch nicht in Meinem Geist gewesen seid? Doch nun könnt ihr es korrigieren.

Amen. Wir werden auch dieses Thema zur gegebenen Zeit fortsetzen, doch für heute soll es genügen. Amen.


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