Die gedankliche Einsprache

Sonntag, 19. Dezember 2010 12:50 Uhr M

Die gedankliche Einsprache

  1. Gehen wir noch einmal etwas genauer auf die Bildung des inneren Geistes ein: Warum die Nächstenliebe unbedingt eingehalten werden sollte, dürfte etwas deutlicher geworden sein, denn erst durch sie findet das Wachstum des Geistes in euch statt. Doch wie funktioniert so eigentlich diese geistige Bildung? Um diesen Vorgang nun ein wenig mehr zu erhellen, müssen wir euer Ich mit einbeziehen.

  2. Wenn ihr in eurem ganz alltäglichen Gedankenfluß seid, so huschen euch die Gedanken durch den Sinn, und ihr wißt kaum, von woher diese gekommen sind, noch wohin diese gehen. Seid ihr vorwiegend mit euch und euren Interessen befaßt, so ist es ganz natürlich, daß die Mehrzahl eurer Gedanken aus den Gebieten stammen, auf welche ihr eure Aufmerksamkeit richtet. Und wenn diese Gebiete also um euch kreisen, um euer leibliches und seelisches Wohlergehen, dann werdet ihr mit eurem Ich deshalb auch vorzüglich auf diese der Eigenliebe nahestehenden und ihr auch entspringenden Gedanken immer wieder zurückkommen, und all diese Gedanken und die aus diesen sich ergebenden Taten werden euer Ich immer materieller werden lassen. Eine Sorge jagt die nächste, und allein schon deswegen ergeben sich dann in eurem Bewußtsein ganze Sorgen und Kummerkomplexe. Gedanken aus der Triebbegierde des Körpers, der nach einer Befriedigung seiner Gelüste lechzt und ebenso die Gedanken aus eurem seelischen Bereich, die nach Lob, Ruhm und Ehre für eben sein aus diesem Bewußtseinsfeld gebildeten Ich strebt. Während das dem Körper nahestehende Ich unbedingt seine Intelligenz danach ausrichtet, die Grundversorgung zu gewährleisten und damit schon automatisch in einen Konflikt mit dem Nächsten gerät, der dies ja ebenso anstrebt, so muß allerdings gewährleistet sein, daß diese Konflikte, der körperlichen Ressourcen wegen, nicht das Leben der Seele bedrohen, denn der Körper als Werkzeug der Seele darf durch seinen Genußtrieb nicht die Entwicklung der Seele hemmen, und darum ist hier ein deutlicher Einschnitt und Unterschied zum Reich der Tiere gegeben. Im Tierreich ist es üblich und aus Meiner weisen Voraussicht auch angelegt, daß mit dem Sterbeprozeß eines tierischen Wesens alsogleich auch ein nächstes Tier seine nahrungsmäßige Versorgung erhält, so daß in jedem tierischen Tod auch eine, wenn auch zwangsläufig gerichtete Nächstenliebe zum Ausdruck kommt, während sich die Seele desjenigen getöteten, - auch ohne Ausübung der Gewalt eines anderen - gestorbenen Tieres dann auch durch seine Nahrung spendende Funktion immer höher in der Stufenreihe zum Menschen hin entwickeln kann, bis eines Tages solch eine Seele sich die hinreichende Reife erwirbt, um als menschliches Wesen in einen fleischlichen Körper eingezeugt zu werden. So wie die Seele solch eines nun frisch eingezeugten Menschen, durch den bekannten Akt der geschlechtlichen Zeugung, sich nun einem völlig anderen Entwicklungsbereich ausgesetzt fühlt, wo die vorherigen, mehr oder weniger gewaltsamen Sterbeprozesse nicht mehr nötig sind und wo es nicht sein darf, daß ein Mensch dem anderen als Nahrung dient, so sieht sich andererseits aber auch der Körper solch eines Menschen nicht mehr diesem tierischen Treiben ausgesetzt, fängt aber in seinem noch sehr unbewußten körperlichen Bewußtsein alle diese Anfeindungen des Tierreiches auf, und besonders deutlich wird es, wenn sich solch ein Mensch zwischen den Tieren bewegt, denn dann mag die ein oder andere Emotion seines vorherigen Seelendaseins wieder hochkommen und ihn irritieren.

  3. Das Haupt-Ich als die eigentliche Ich-Identität ist allerdings im seelischen Bereich des Bewußtseins zuhause, doch es kann, je nach der Vorstufe und deshalb also je nach der Nähe zum Tierreich auch wieder sehr nahe diesem Tierreich angesiedelt sein und sich deshalb noch auf jener Stufe der Nomaden, der Jäger und Sammler befinden, wie ihr dies bei den noch primitiven Völkern seht, die allmählich von Stufe zu Stufe in ihrem Bewußtsein geführt und allmählich immer weiter zum seelischen Bereich hin entwickelt werden, bis sie nach vielen Jahrhunderten diesen luziferischen Bereich ihres Bewußtseins auch tatsächlich erreichen. Können sie, durch die Nächstenliebe einiger weniger geführt, diese neue Position ihres Ichs auch stabilisieren und sich dort im luziferischen Bereich positionieren - aber auch nur deswegen, weil diese wenigen Führer ihre im Prinzip luziferische Position in der Liebe und Nächstenliebe zu ihren Völkern überwunden haben und somit auf ihre Art und Weise auch das Kreuz mit sich und ihnen ausgehalten und getragen haben - dann können auch ihre Völker diese luziferische Position des Ichbewußtseins wieder überwinden, weil Ich sogleich, sowie ein Mensch oder dann auch ein Volk solch eine neue Ichposition erreicht, solchen immer deutlicher erscheine und Mich im göttlichen Wesen je nach deren Reife konkretisieren kann. Diesen Umstand seht ihr bei den jüdischen und später bei den germanischen Völkern sehr deutlich. Bei den Juden habe Ich diese luziferische Position des Bewußtseins sehr deutlich gezeigt und dann später durch Moses noch einmal besonders gewirkt, damit sich die Juden, die von den Heiden als diejenigen mit einem noch sehr nahen körperlichen Bewußtsein umzingelt waren, nicht in diese körperlichen Kämpfe und nicht in dieses tierische Bewußtsein verstricken lassen sollten, und bei den Germanen kam Ich dann wieder etwas näher, führte sie über das Zusammentreffen mit den Römern und den Juden allmählich in eine ähnliche luziferische Position, bis sie durch die Nächstenliebe Christi dann auch all diese Kämpfe und Verstrickungen ins tierische Milieu unterlassen haben, sich durch die konsequente Nächstenliebe noch weiter veredeln sollten und konnten, damit zur Saat der Völker wurden und durch die persönliche Anschauung von Mir und der sich dann völlig neu bildenden göttlichen Liebe auch über diesen luziferischen Standpunkt hinaus entwickeln sollten.

  4. Besonders kritisch ist diese Bildung des menschlichen Bewußtseins, wenn es durch die Nähe zur Tierwelt bedingt, sich diesen zu sehr zuneigt und also gewisse Verhaltensweisen annimmt, welche die frisch gebildete, menschliche Seele wieder in ihrer geistigen Konsistenz und Kompaktheit aufspaltet und die Schranke durchbricht, die Ich der menschlichen Seele zwecks Erlangung des ewigen Lebens gesetzt habe, und diese Schranke ist nun einmal, daß die Nähe zum Tier ein gewisses Maß nicht überschreiten darf. Die Juden haben nun in ihren alten Mythen auch die Sage um Lilith, und dort steht, nur dem göttlich inspirierten Geist ersichtlich, daß diese Schranke von dem voradamitischen Wesen durchbrochen wurde, weil es sich durch die Nähe zum Tier mit diesem auch wieder körperlich vereinigt hatte.

  5. Moses als ein Kenner der alten Schriften und als jemand, der im pharaonischen Reich selbst alle Dekadenz der Ägypter aber auch einiger Juden sah und aus den Schriften um die Gefahr der lilithschen Sodomie wußte, verschaffte seinem Volk deshalb auch eine sehr scharfe Gesetzgebung, damit die Schranke zum Tierreich nicht durchbrochen werde, denn er wußte es sehr wohl, was aus dieser widernatürlichen Verbindung heraus entstand und welch großen Schaden für ein ganzes Volk solch ein Verhalten zeitigte, das den Menschen auf ein voradamitisches Bewußtsein zurückschleuderte und damit Jahrtausende, wenn nicht sogar Jahrmillionen an Entwicklung zunichte machte.

  6. Das Bewußtsein eines Menschen, das sich nicht deutlich genug vom tierischen Bewußtsein seines Körpers abgrenzt und sich also von seinen körperlichen Begierden nicht entfernen kann, wird letztlich wieder wie ein Tier, und wenn das geschieht, dann kommt es nicht nur zur Vermischung von Mensch und Tier, sondern es kommt auch zur Hinschlachtung, Abschlachtung, Mordung und Tötung der Menschen, genauso wie dies vorher im Tierreich gehandhabt wurde, und es kommt sogar noch schlimmer, deshalb, weil die Lust des menschlichen Bewußtseins weitaus größer ist als die Lust eines nur von seinen Instinkten geleiteten Tieres ist, das zumindest den Tod eines anderen zum eigenen Fortkommen und nicht zur Steigerung seiner Lust benötigt. Daraus ergibt sich sodann eine Lust zur Tötung oder Opferung von Menschen, von Experimenten an Mensch und Tier oder auch zu grausamen Verstümmelungen wie bei gewissen Krebsoperationen, die sich so ähnlich zeigt wie jene Lust, aus der heraus sich solch ein Mensch mit einem Tier paart.

  7. Um sicherzustellen, daß nicht jenes voradamitische Stadium die Seelen der neuen Menschen verdirbt, die, mit einem sehr viel größeren Freiheitsgehalt ihres Geistes ausgestattet, dann umso leichter fallen, je schlechter ihre Erziehung und Ausbildung ist, habe Ich auch immer wieder sehr luziferisch ausgerichtete Menschen auf diese Erde inkarnieren lassen, die diesen irdisch gebildeten Seelen als Kinder dieser Welt zum einen die nötige Disziplin und den nötigen Respekt und den Gehorsam gegenüber dem Göttlichen beibringen und die dann als in der Seele schon ein wenig höherstehend, dann ihrerseits durch die konsequente Nächstenliebe und dem Kreuz, was sich daraus ergibt, auch wieder eine Stufe näher zu Mir geführt werden und somit ihren luziferischen Standpunkt überwinden können.

  8. Sicherlich können auch diese luziferischen Menschen in ihrem Bewußtsein wieder unter die Stufe des adamitischen in jene des voradamitischen Zustandes fallen, aber dann muß Ich auch sogleich alles Mögliche aufbieten, um einen weiteren Verfall solch einer Seele zu unterbinden. Ist nämlich einmal solch ein voradamitischer Zustand eines Menschen erreicht, entweder durch kanibalistische Züge, durch die Abschlachtung oder diese grausamen Verstümmelungen, durch die geschlechtliche Vereinigung mit einem Tier oder durch andere sexuelle Praktiken, die Moses schon damals anprangerte und die heute bei euch schon sehr tolerant und äußerst liberal gehandhabt werden, dann kann und will solch eine Seele nicht mehr weiter ausreifen, weil alles aus dem Göttlichen als von Mir gegeben, um an der Seele weiter auszureifen, von solchen vehement abgelehnt wird und sie ihrer großen Genüsse wegen lieber in ihrem adamitischen oder voradamitischen Zustand bleiben wollen.

  9. Diese genannten Zustände entsprechen den drei höllischen Zuständen des Menschen, der, je größer seine Lust und seine Genußfähigkeit für sich selbst ist, in eine desto tiefere Hölle seines Eigensinns gerät und dadurch immer mehr tierische Eigenschaften annimmt, bis er selbst seine menschliche Form der Seele verliert und jene menschlichen Fähigkeiten und Eigenschaften einbüßt und dadurch zum schlimmsten Teufel wird.

  10. Nun liegen alle diese drei höllischen Bereiche, die sich aus dem schon überwunden gehabten Tierreich ergeben, allerdings im Fleisch sehr stark gebunden und so fest fixiert, damit diese alten Begierden nicht die Seele bekriechen und sie in ihrer Entwicklung zu Mir nicht unnötig belasten oder aufhalten dürfen. Wenn nun eine Menschenseele in ihr Fleisch eingekleidet wird, so ist von Mir schon für ihre erfolgreiche Absolvierung dieser irdischen Fleischlebensprobe gesorgt und einer an sich lockeren Seele muß und werde Ich dann auch eine festere Bindung zu ihrem Fleisch verschaffen, um solch ein vorzeitiges Erwachen dieser Begierden zu unterbinden. Das geschieht dann eben durch den gewissen Erziehungsprozeß auf der Grundlage der 10 Gebote innerhalb einer Kultur mit den jeweils für sie auch besten Bedingungen durch genau diejenigen Eltern, welche es dieser Seele auch ermöglichen, den voradamitischen noch sehr tierischen Zustand tatsächlich nicht an sich herankommen zu lassen und sich dann im adamitischen Bewußtsein zu bewegen und wenn möglich, den luziferischen noch zu erreichen.

  11. Im voradamitischen Zustand gibt es auch keine bewußte Einsprache zwischen dem, was ihr als Gewissen kennt und wo ihr den inneren Richter in euch traget, denn diese Stimme ist dort noch nicht gebildet oder sie ist, der Primitivität des Menschen wegen, dort wieder erloschen, und im adamitischen Bewußtsein kann und wird diese Einsprache noch mehr von außen zugeführt, was eben die Aufgabe der Menschen im luziferischen Bewußtsein stehend ist. Die innere Stimme des im adamitischen Bewußtsein stehenden Menschen ist noch nicht deutlich ausgeprägt, sein Gewissen ist zwar schon da, doch kann die deutlich bewußte Wahrnehmung von Mir noch nicht erfolgen, weil die tierische Eigenliebe noch immer einen Großteil der seelisch-geistigen Ressourcen verbraucht und jene bewußte Einsprache von Mir, die ja erst durch die Geistbildung geschieht, hier noch nicht geschehen kann, denn dazu gehört, wie ihr ja sehen konntet, der sogenannte Brautseelenzustand. Deshalb findet die Einsprache und Erziehung solcher Menschen noch mehr über die Eltern statt und mit Hilfe jener sie leitenden und ausbildenden luziferischen Menschen, die ja eben schon ein gewisses Licht in ihrem Bewußtsein erreicht haben. Erst im luziferischen Bewußtsein kann und wird in eurem Ich mehr oder weniger deutlich ein gewisser innerer Abgleich mit dem stattfinden, was ihr selbst aus eurer Eigenliebe wollt und was Ich als der große Schöpfer von euch so eigentlich möchte. Erst hier geschieht, was ihr bei Adam in seinem Leben vor dem Fall so deutlich erkennen könnt, wo er mit Mir eine bewußte Ein- und Aussprache hielt, und genau diese Fähigkeit ging ihm dann nach dem adamitischen Fall verloren, und erst durch Henoch wurde diese sehr deutliche und bewußte Einsprache wieder deutlich, der deshalb als der erste Hohepriester gilt, der eine bewußte göttliche Ansprache erleben durfte, während es bei anderen nur hin und wieder der Fall gewesen ist.

  12. Im luziferischen Bewußtsein verfügt jeder Mensch über dieses Gewissen, das er im Herzen vernehmen kann und das ihn dann zur göttlichen Reife führt, so führt oder führen möchte, wie ihr das eben bei der Ausbildung und Führung des ersten luziferischen Menschenpaares erleben könnt, wozu ihr euch freilich des großen Werkes Lorbers - Die Haushaltung Gottes - annehmen müßt, denn dort ist das hier nur in zwei, drei Sätzen Gesagte aufs genaueste und für euch überhaupt in einer höchst geistig vermittelnden Weise dargestellt. Allerdings stand nur Adam seinerzeit in dieser konkreten Einsprache zu Mir, während seine Eva es von ihm aus miterlebt hatte, um dann selbst in diesen Zustand zu gelangen. Allein ihr wißt, daß gerade Eva wieder auf ihre Begierde im Herzen hörte, anstatt daß sie dort auf Mich in Adam hörte, und daß dies auch deswegen so ablief, weil Adam doch noch zu sehr an Mir zweifelte und es ihm seinerzeit nicht gelungen war, dieses luziferische Bewußtsein besser und deutlicher in der Liebe zu Mir zu überwinden.

  13. Genau dasselbe erlebt ihr ja auch für eure Verhältnisse, und gerade ihr sollt ja nicht durch eure eigene Schwäche fallen und euren Gefährten mit ins Unglück ziehen, und deshalb steht ihr also in einer ähnlichen Situation. Entweder ihr überwindet nun auch tatsächlich euer luziferisches Bewußtsein und bildet den inneren Geist oder aber ihr bleibt auf dieser Stufe stehen und steht dann mit leeren Händen da und euer Ich taumelt wieder zwischen Luzifer und Satan oder schlimmer noch, ihr fallt nun wieder zurück in die alten Begierden.

    Montag, 20. Dezember 2010 8:30 Uhr

  14. Nochmals: Die innere bewußte Einsprache von Mir durch und in eurem Gewissen, die erlangt ihr mit eurem luziferischen Bewußtsein, welches ihr alle schon gebildet habt, denn sonst wären euch solche Texte nicht zugänglich, und ihr würdet es nicht ertragen, so etwas zu lesen, und von einem Verständnis dessen wäre keine Spur vorhanden. In dem Moment, wo ihr z.B. das Lorberwerk kennengelernt hattet, da solltet und da hättet ihr euch wieder an eurer Seele soweit reinigen können, damit ihr den Brautseelenzustand erreicht, damit ihr also euer Kreuz annehmt und es tragt, damit ihr also den Prozeß der Nächstenliebe durchhaltet, weil ihr Mich über alles liebt, um dann endlich den inneren Geist zu bilden. Und dazu mußtet ihr zuerst eine mehr äußere Einsprache erleben, dazu mußte euer Gewissen wieder stärker werden durch die Reduzierung eurer Sinnlichkeiten, und dann erst könnt und konntet ihr im Herzen mehr oder weniger deutlich hören, was Ich von euch möchte.

  15. Die Einsprache des Bewußtseins aus seinem Gewissen beginnt also mehr in seinem luziferischen Zustand, wenn man diese irdische Seelenbildung und Ausbildung betrachtet, weil erst auf dieser Stufe genügend Liebe bzw. Nächstenliebe erworben wurde und aus dieser heraus die vorher noch unbewußte Führung und instinktive Leitung seitens der Engel dann der bewußten Leitung von Mir weicht und Ich sodann als der oberste Geist und Führer aller Menschen Mich dann selbst um alles weitere kümmern muß, denn kein Engel kann alle Bedingungen erfüllen und bewirken, daß ihr bei allem, was ihr tut, euch dann doch noch innerhalb Meiner göttlichen Führung befindet, und das alles, ohne euch in eurer Freiheit zu beirrren. Allerdings überlasse Ich den Engeln auch diese Geschäfte, damit sie selbst auch weiter ausreifen können, denn nichts ist förderlicher für solch einen Engel, wenn er, mit der Macht zur Auslöschung einer Urzentralsonne oder eines ganzen Weltalls ausgestattet, euch dann doch nicht ein Haar krümmen darf, wenn ihr euch einmal wieder auf euren Abwegen befindet. Doch Ich bin und bleibe der oberste Leiter und Wächter, und ohne Meine Zustimmung wird nichts unternommen.

  16. So wie das luziferische Bewußtsein schon die hinreichende Kenntnis eines Gottes hat und deshalb auch schon ein starkes Gewissen sein eigen nennt, so kann es also aus seinem Herzen her tatsächlich mit Mir kommunizieren und den göttlichen Geist in sich bilden, wenn es zum einen Mich über alles lieben kann und zum anderen aus dieser Liebe heraus dann den Nächsten wie sich selbst. Doch diese Aufgabe ist für einen Menschen, der in dieser Reife steht, auch nicht so einfach, und genau dort besteht auch wieder eine sehr große Gefahr, daß er nämlich sein Kreuz nicht tragen will und dies nur wieder von den anderen, sich noch auf der adamitischen Stufe befindlichen Menschen fordert, und wenn er das tut, dann hat er sich ihnen schon als ein Gott vorgesetzt, nutzt sie dann aus und hebt sie, durch die eigene Schwäche und Dekadenz, dann doch auch ins Luziferische, und leider ist dies auch bei weitem mehrheitlich der Fall, daß die Menschen genauso reagieren.

  17. Doch ihr braucht dies nicht, und Ich sehe ja deutlich, daß ihr dies auch nicht mehr wollt.

  18. Was könnt ihr also tun, um die innere Einsprache zu erhalten und damit auch die Kraft zu finden, den luziferischen Zustand zu überwinden - und vor allem nicht wieder in das Adamitische zurückzufallen? Daß ihr euer Kreuz tragen wollt, das setze Ich als selbstverständlich voraus, daß ihr Mich über alles lieben wollt, das sehe Ich nun auch, doch daß es euch so schwerfällt, dieses auch durchzustehen, das sehe Ich sehr wohl, und genau deswegen bin Ich doch zu euch gekommen. Erst im Wort und dann in der Tat. Ihr müßt mit euren Gedanken beginnen!

  19. Jedes Wort beginnt mit einem Gedanken, und bevor ihr die wörtliche Einsprache in eurem Herzen erlebt, werdet ihr die gedankliche Einflüsterung von Mir aber auch von Luzifer erleben. Hättet ihr diese Nächstenliebe durch eure Demut im Tragen und Ertragen anderer erworben, dann stündet ihr auch im inneren Wort, doch weil genau das noch nicht erfolgt ist, deshalb stehet ihr nur im inneren Gedanken, denn eure tatkräftige Nächstenliebe ist noch mehr eine gedankliche und eben noch keine tatsächliche. Sicherlich steht ihr in der Nächstenliebe, aber diese ist immer noch weitaus stärker gedanklich ausgerichtet und läuft in gewisse simulatorische Richtungen, und es fehlt euch noch diese kräftige Tatkraft der praktischen Handlungen, und genau deswegen seid ihr ja auch auf dieser Erde. Hier könnt ihr die Tatkraft eurer irdischen Gefährten bewundern, hier könnt ihr sehen und erleben, was die von alledem unwissenden Menschen so in ihrer Liebe alles tun, weil sie es eben lieben, es so zu tun. Da könnt und da sollt ihr ihnen keine Vorwürfe machen, denn sie tun es, weil sie es nicht anders wissen, und von wem sollte denn eine Anleitung kommen, wenn die Führer solcher Menschen auch nur luziferisch sind?

  20. Deshalb: beginnt in euren Gedanken! Zum einen spürt und fühlt ihr das, was aus eurem Fleische aufsteigen könnte und ihr seht, was so alles nach außen hin sichtbar wird. Dazu jedoch habt ihr euer Gewissen, damit ihr euch mit Mir bewußt verbindet, um das, was sonst unbewußt in euch aufsteigt und euch ängstigt oder zur negativen Handlung reizt, dann im Vorfeld mit Mir gedanklich durchzusprechen, damit eben keine für euch oder andere negative Tat daraus geschieht.

  21. Laßt euch mehr auf euer Gewissen ein, denn es wird euch noch mehr zu Mir führen, weil es euch auch eure luziferischen Gedanken und Handlungen deutlich macht und weil es euch den Antrieb zur wahren Nächstenliebe gibt.

  22. Die Begierde, die ist stumm und kommt aus dem voradamitischen Reich, und sie wird in allem noch sehr Primitiven vorgebildet, was ihr nach außen erlebt. Ihr seht dort die Natur und jenes Naturreich, und ihr laßt euch von dessen Schönheiten betören, doch achtet darauf, daß euch die Natur nicht wieder in die Natur hineinzieht. Ihr sollt dort die Natur achten und weder sie noch eurem Leib schaden, denn euer Leib ist die für euch versinnbildlichte Natur, und was ihr nach außen der Natur antut, das tut ihr euch in eurem Leib an. Behandelt sie und euch anständig und so wird euch der voradamitische Zustand auch nicht groß beirren können, doch laßt ihr euch von der Natur zu sehr berücken und beeinflussen, dann entfesselt ihr die primitive Begierde eures Körpers. Dort braucht ihr eine sehr deutliche Ansprache und vor allem, dort müßte eure Nächstenliebe standhalten. Erfreut euch an dieser äußeren Natur, und achtet sie, hört auf ihre noch sehr veräußerlichten Stimmen wie das liebliche Singen der Vögel, doch beginnt unbedingt auch inmitten der Natur, euch mit Mir nach innen zu verbinden. Bleibt inmitten der Natur natürlich, indem ihr natürlich bei Mir verweilt, und so wird auch eure Seele jubeln und tirilieren. Das ist der erste Schritt wie ihr die Natur aus einer höheren Warte betrachtet, und wenn ihr das hinreichend mit Mir besprechet, was ihr so alles seht und erlebt, dann werdet ihr auch am Leib kräftiger und könnt schon eine effektivere Nächstenliebe tun, vor allem, wenn ihr bei euren noch sehr natürlichen Betrachtungen euren Gefährten mitnehmt.

  23. Deshalb sage Ich euch immer wieder, daß ihr in der Gemeinschaft der Euren auf die Berge gehen sollt. Bedenkt also immer, daß euer Körper aus diesem Bereich stammt und ihr, der körperlichen Gesundheit wegen, ihm solches auch vermitteln müßt. Dann solltet ihr gerade auch diesen Prozeß, den ihr mit der Natur macht, auch fortsetzen, indem ihr ihn mit eurem Nächsten unternehmt. Besprecht euch mit Mir auch immer wieder, wenn ihr mit einem Nächsten zu tun habt. Wenn ihr es gelernt habt, euch in der Natur mit Mir zu besprechen und euch dort also von Mir führen lassen könnt, so könnt ihr es auch, wenn ihr mit einem Nächsten verbunden seid. Auch dann solltet ihr versuchen, in Meiner Obhut zu verbleiben und das gerade auch, wenn ihr ein Kreuz mit diesem erlebt. Habt ihr es doch vorher gelernt, euer Kreuz mit eurem Körper zu ertragen, der ja eure eigene Natur vorbildet und könnt ihr das Kreuz eures Körpers also ertragen, weil ihr euch mit Mir besprecht und verbindet, so wird euch das auch mit eurem Nächsten gelingen. Ihr werdet Mich stärker und inniger vernehmen. Eure Gedanken sollt ihr zu Mir tragen, damit euch Mein Wort und die daraus entspringende Tat trägt.

  24. Im luziferischen Bewußtsein sollt ihr gerade nicht mit so vielen Menschen sprechen, beachtet hier die Abödung, denn sonst versäumt ihr es, euch mit Mir zu besprechen. Habt ihr es gelernt, euch auch unter Menschen mit Mir zu besprechen, dann könnt ihr freilich auch mit diesen reden, doch wenn ihr dort nur redet, ohne euch mit Mir zu besprechen und ohne also darauf zu hören, was Ich euch in die Gedanken und später sogar in den Mund lege, so bleibt ihr dort auch nur luziferisch, und es wird euch eine Tat der Nächstenliebe nicht gelingen. Also solltet ihr auch gerade bei euren Liebsten lernen, in einer gedanklichen Ansprache mit Mir zu verweilen und dann später eben mit anderen Menschen und noch später mit Weltmenschen. Ich helfe euch in dieser inneren Ansprache dabei, euer Ich zu stabilisieren und werde euch dahin führen, daß ihr auch ohne Angst vor dem Nächsten diese erforderliche Nächstenliebe aushaltet, ohne da nur in Träumereien zu simulieren oder daß ihr dort flüchtet und euch nur wieder mit einer Materie trösten wollt.

  25. Meine Ansprache, die ihr vorerst nur gedanklich mitbekommt und das auch nur, wenn ihr euch darauf einlaßt, stellt euch immer zwischen die Entscheidung, wem ihr folgen wollt: Dem adamitischen Triebe, dem luziferischen Lob, Ruhm und Ehre oder nun endlich auch Mir, dem bescheidenen Niemand, der aber doch alles in allem ist. Wählt ihr den Rechten, dann wird das entsprechende Wort von euch auch folgen und später gewiß auch die Tat, doch das alles will geübt sein. Jetzt erst, wo euch diese Unterschiede auch bewußt sind, jetzt könnt ihr euch entscheiden, wem ihr folgen wollt.

  26. Doch folgt Mir zuerst in eurer Liebe, damit sich eure Gedanken auch wirklich zu Mir kehren. Wenn ihr das durchhaltet, dann folgt Mir in der Tat und ihr werdet Mein Wort in euch hören. Ihr könnt nicht davon ausgehen, daß ihr Mich in einem embryonalen Zustand eures Geistes auch im Worte hören könnt, nein, das reicht noch nicht aus und man kann aus etwas Halbem oder Unfertigem auch nichts Ganzes machen. Folgt Mir zuerst gedanklich in allem, bis ihr in allen Situationen eine deutliche gedankliche Ansprache aus eurem Herzen erfahrt, und dann könnt ihr Mir auch im Worte folgen, damit ihr dann ebenfalls Worte der Liebe sprecht und daraufhin auch Taten der Liebe folgen lasset. Dann werde Ich euch auch schon inniger und mehr dem Worte nach ansprechen können und dann folgt Mir der Tat nach, damit euren Worten auch Taten folgen.

  27. Seid ihr soweit hergerichtet, daß ihr Meinen Gedanken in euch Worte und Taten folgen lasset, dann steht ihr auch schon in einer deutlichen, inneren Einsprache von Mir, und ihr werdet erleben, daß ihr niemals mehr einsam seid, außer ihr fallt dann doch wieder aus eigenem Antrieb in die vorherigen Zustände zurück. Bei einer nur gedanklichen Einsprache von Mir, werdet ihr euch auch wieder einsam fühlen können, wenn ihr die Taten danach versäumt. Erst die Tat belebt den Gedanken, und das Wort ist immerhin schon mehr Tat als ein bloßer Gedanke. Wollet ihr euch deshalb auch befleißigen, die Schranke des nur bloßen Gedankens zu durchbrechen, damit ihr in Meinem Wort steht, ein Wort, dem die Liebe folgt, weil in Meiner göttlichen Liebe Wort und Tat eigentlich eine Einheit sind.

  28. Auch das ist Weihnachten, wenn die Tat diesem Gedanken und diesem Worte der Liebe folgt, weil nur dann das Dunkel eurer Seele erleuchtet wird.

Amen. Amen. Amen.

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