Die Eigenständigkeit des Geistes in der Seele

Montag, 3. Januar 2011 11:45 Uhr M

Die Eigenständigkeit des Geistes in der Seele

  1. Ihr kennt die natürlichen Vorgänge bei der Geburt, und so wißt ihr auch, daß wenn der Geburtsvorgang beginnt, das Ungeborene noch mit dem körperlichen und dem seelischen Kreislauf der Mutter verbunden ist und es erst nach der Geburt, durch die folgende Entfaltung der Lungen, was sich mit einem Schrei des Kindes bekundet, von der Mutter körperlich abgenabelt wird, aber noch seelisch eine Fortsetzung dieser liebevollen Führung besteht, bis der Säugling zum Kinde, zum Jugendlichen und zum Mann ausreift.

  2. Während dieser Kindheitsphasen besteht noch eine sehr enge Beziehung zur Mutter, die sich in ihrer gerechten Liebe um das Kind bemüht, um dann auch mit einer gewissen Strenge verbunden, die Seele des Kindes anleitet und zum erfolgreichen Leben in dieser Welt vorbereitet, bis im Alter von etwa 10 - 12 Jahren dieses Kind dann mehr in die Sphäre des Vaters gelangt, von diesem die letzte noch seelische Abnabelung von der Mutter vorbereitet wird und diese Abnabelung vom Seelischen der Mutter dann auch ohne Probleme vollzogen werden kann, wenn die Mutter ihrer Aufgabe auch in Meinem Sinne nachgekommen ist. Aus der dann folgenden Sphäre des Vaters gelangt das Kind in seiner Volljährigkeit wieder weiter zu Mir, wenn es sich dann selbst im Leben bewähren soll. Mit dem Herauslösen des Kindes aus der Sphäre der Mutter beginnt die Jugendzeit, wobei alle auftretenden pubertären Verhaltensweisen sich eben aus der mehr oder weniger erfolgreichen Löse seitens der Mutter ergeben. Ist das Kind dort noch seelisch vorbelastet, so trägt es diese Belastung wieder zum Vater zurück und kann sich in seiner Sphäre weder wohlfühlen, noch kann es sich bei der Bildung des jugendlichen Ichs finden und ist unglücklich. Das Kind hängt zu lange in der Sphäre seiner Mutter, die es zum Teil auch nicht freigibt, und der eigene Vater, von Mutter und Kind isoliert und als böse betrachtet, kann dann die Sphäre des Kindes nicht richtig beenden, und solch ein Kind, gleich welchen Alters es später ist, hängt mit der Bildung seines Ichs also noch immer in diesem Stadium fest und kann dann nicht richtig zu Mir gelangen. Die Abnabelung von diesem seelischen Kreislauf gelingt dann nicht, und darum kann sich der geistige Kreislauf dann auch nicht mehr entfalten.

  3. Genau dort, wo solch ein Kind nicht aus seiner Pubertät freikommt, weil es noch keinen richtigen Bezug zum Vater und damit auch nicht zu seinem eigenen Ich bilden konnte, genau dort finden dann auch diese sexuell-körperlichen Verirrungen statt, und ein Kind ohne hinreichende Identifikation mit seinem Vater oder auch mit seiner Mutter kann dann auch sehr leicht auf geschlechtliche Abwege kommen und sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen oder aber, wenn die Probleme nicht so groß sind, kann es sich zu älteren Menschen hingezogen fühlen, um mit ihnen dann den unterbrochenen Prozeß der Ichbildung zum Erwachsenen fortzuführen. Dann braucht solch ein Mensch also noch eine seelische Führung seitens eines Erwachsenen, der zumindest diese Phase schon überwunden haben sollte.

  4. Gut soweit, und ihr wißt, durch eigene Erfahrungen geläutert, wie schwer es ist, dort unbeschadet aus dieser Pubertät freizukommen, die es also nur deswegen gibt, weil die Ichbildung zur Zeit dieser sehr intensiven mütterlichen Beziehung nicht richtig funktioniert hatte und die Seele der Mutter sich auf Kosten der Entwicklung des Kindes und auf Kosten ihres Mannes als zu stark im Bewußtsein des Kindes verankert hat und beide, Mutter als auch ihr Kind, seelisch abhängig geblieben sind. Allerdings kann die Mutter auch eine hervorragende Arbeit in der Liebe zu ihrem Kinde getan haben, während der Mann als Vater dann in seinen Bemühungen trotzdem gescheitert ist, aber dieser Fall ist aufgrund der materiellen Welt, in welcher ihr lebt und welche durch die Amerikanisierung der Völker geschehen ist, dann doch ziemlich selten.

  5. In alten patriarchalischen Kulturen wurde diese Gefahr der Schwächung der kindlichen Seele durch diese zu starke Bindung an die Mutter vermieden, und es war mehr der Vater, auf den sie fixiert blieben, doch in euren heutigen Kulturen gibt es dort selten eine Korrektur, und so gelangt kaum noch ein Kind in eine richtige Ausgangssituation, um dann aus einem freien und durch seine Liebe zu Mir erstarkten Ich seine Eltern wieder so zu lieben wie es der Fall sein sollte, um dadurch in den geistigen Kreislauf von Mir zu gelangen.

  6. Das hier nur noch einmal als kurze Wiederholung dessen, was euch schon seit geraumer Zeit bekannt sein dürfte, und Ich spreche es nur deshalb an, damit euch die Komplikationen der Ichbildung des Kindes und damit auch von euch bewußt sind. Nun schauen wir wieder auf die Geistbildung, die Ich so gerne von euch möchte, und da könnt ihr dann sehen, daß wenn noch nicht einmal die Verhältnisse mit eurem seelischen Ich hinreichend geklärt sind, ihr dort auch nicht davon ausgehen könnt, euch sogleich mit Mir selbst überhaupt befassen zu können, geschweige denn, es tatsächlich mit Mir zu tun habt. Denn wer seine Eltern noch nicht hinreichend erkannt hat und sie noch nicht genügend lieb hat, die er doch sieht und hört, wie will solch ein Mensch dann mit Mir eine Beziehung pflegen, Den er weder hören noch sehen kann?

  7. Zuerst einmal muß darum die Bildung des kindlichen und des jugendlichen Ichs wieder korrigiert werden, und danach kann der Betreffende sich mit Mir verbinden. Wer seine eigenen Eltern nicht lieb hat oder diejenigen in Vertretung, die in dieser elterlichen Beziehung stehen, der wird auch nur eine Beziehung zu seinem Verstande pflegen können, doch von Mir als liebevollstem Vater hat er noch keine Vorstellung, und das ist also auch noch eine Aufgabe für euch, solchen Menschen als Beweis zu dienen, daß es diesen liebevollsten Vater auch wirklich gibt. Aber könntet ihr dieser Aufgabe etwa nachkommen, wenn ihr selbst da noch gewisse Probleme hättet? Nun, Ich denke soweit werdet ihr es euch eingestehen, daß ihr zuerst es selbst erworben haben müsset, bevor ihr es austeilen wollt. Der Bär muß vorher erlegt sein, bevor ihr mit dem Austeilen seines Fells beginnet!

  8. Ja, wenn das bei euch tatsächlich korrigiert ist und ihr von Mir die Kraft erhaltet, euer Kreuz auch zu tragen, dann könnt ihr in eurem Bewußtsein sicherlich auch Meine Eingaben fühlen und euch danach richten, und ihr solltet dies auch anstreben, damit ihr zum Mittelpunkt des Kreuzes gelangt und sich euer Geist bildet. Da wir allerdings auf euren Geist schauen wollen, der ja zum einen noch gebildet werden muß und der, wenn er sich bei etlichen von euch schon gezeigt hat, dann letztlich noch weiter ausgebildet werden sollte, so ist folgendes zu beachten, was Ich vorher bei der Bildung eures Ichs in Zusammenhang mit eurer Mutter erwähnt habe.

  9. Das ungeborene, noch sehr seelische Ich des Fötus kann ohne seine Mutter nichts bewirken und hängt auf Gedeih und Verderben von ihr ab. Ein nun noch oder schon ungeborenes geistiges Ich, durch den Brautseelenzustand zwar schon gebildet, durch die gewisse Unreife allerdings noch nicht ausgeboren, hängt also ähnlich wie das seelische Ich des Kindes bei seiner Mutter, noch mit seiner Seele zusammen, die sich zu seinem noch unausgeborenen Geist so verhält, wie sich die Eltern zu ihm verhalten. Seid ihr also wirklich in Meiner Liebe auch freigeworden vom seelischen Ich eurer Eltern, so seid ihr dann in einer gedanklichen Einsprache mit Mir und ihr könnt in die Phase der geistigen Geburt gelangen, also der Ausgeburt des Kindes in die Seele, aber das ist noch lange nicht diese geistige Wiedergeburt, denn die erlangt ihr ja erst nach eurer Vollreife, also wenn ihr auch dort diese gewissen Phasen der Erwachsenenbildung durchlebt.

  10. Seid ihr also wirklich im vierten Gebot freigeworden, durch die Entwicklung Meiner Liebe in euch und könnt ihr deshalb die folgenden Gebote bis hin zum siebenten, dem achten Gebot, dem neunten und dem zehnten Gebot ohne größere Probleme einhalten, dann erst beginnt die etwas bewußtere geistige Einsprache von Mir zu euch, weil ihr mit jedweder Korrektur eines Gebotes eine größere geistige Kraft erhaltet. Euer Kreuz wird erkannt, eure eigenen Versäumnisse werden gesehen, eure luziferische Ader wird deutlich und die Fähigkeit, nicht mehr in das seelische oder körperliche Ich einzutauchen, wird besser und besser.

  11. Meine gedankliche Einsprache oder Ansprache, die erhaltet ihr immer, um den Brautseelenzustand auch durchzustehen, aber dann seid ihr noch immer in der seelischen Umklammerung von euren Eltern, den Kindern oder den Euren oder euren Krankheiten und Schmerzen. Könnt ihr diese Situationen in dem Vertrauen und der Hingabe zu Mir meistern, so wird also der Keimling wachsen und der Embryonalgeist wird sich bilden, und mit der stetigen Entwicklung eures Geistes erhöht sich gleichzeitig diese gedankliche Einsprache von Mir zu euch, und dann gelingt euch die Klärung eurer Situationen, wenn ihr es vermeidet, die Euren zu berauben und zu belügen. Könnt ihr nach der Korrektur der Liebe zu euren Eltern dann auch die nächsten Gebote erfüllen, so gelangt ihr zum besagten siebten, achten, neunten und zehnten Gebot, welche vorzugsweise mit der Fremdliebe oder Energie zu tun haben. Genau hier ist jener Punkt, wo euer geistiges Ich jetzt die letzten seelischen Bindungen an eure Nächsten überwinden kann, um auch wirklich geistige Bindungen und Beziehungen mit Mir zu knüpfen, und dieser Punkt ist der eigentliche Beginn eurer Ausgeburt in die Seele. Dort wird der noch ungeborene Fötus zur Ausgeburt geführt und die letzten Bindungen einer seelischen Energie, so wie es die Nabelschnur oder die Fruchtblase zeigen, werden gelöst, und das nun geborene Geistkind wird auf die Brust seiner Mutter gelegt und seht - das bin nun Ich selbst.

  12. Ihr entfaltet eure geistigen Lungen und euer erster Ruf voll Liebe und voller freudigem Erkennen geht zu Mir, eurem Vater, Der Ich euch voller Stolz und Freude auf den Armen trage. Das vorhergehende Mütterliche oder auch Väterliche der Seele wird dann als notwendiges Körperliches oder Seelisch-Luziferisches in dieser Liebe erkannt und nun erst überwunden. Doch in diesen folgenden Geboten und insgesamt in der Erfüllung aller Gebote werdet ihr zur Volljährigkeit geführt. Bis dahin habt ihr die gedankliche Einsprache innerhalb eures Gedankenstroms eurer Seele, weil ihr ja noch immer mit eurer Seele so verbunden seid, wie ihr früher mit eurer Mutter verbunden gewesen wart. Mit der Löse von diesem seelischen Mutterleibe gelangt ihr dann in eine Phase der Trennung eurer Gedanken, weil ihr ab jetzt über ein eigenständiges geistiges Leben verfügt, und doch seid ihr noch immer an eurer Seele gebunden, weil ihr euch nun erst bewußt zwischen Mir als geistigem Vater und eurer Seele als eben noch seelischer Mutter entscheiden müßt, doch diesmal eben bewußt. Und je bewußter euch diese Entscheidung fällt, desto bewußter wird dann auch schon Meine gedankliche Einsprache zu euch, und aus dieser heraus überkommt euch die Kraft zur Nächstenliebe, und aus dieser Nächstenliebe heraus werdet ihr wieder bewußter zu Mir geführt und wollt euch, in der Liebe zu Mir, auch wieder mit den Euren verbinden, und so erreicht ihr mit der Verabschiedung des körperlichen Kreislaufes der Mutter und der Überwindung des seelischen Kreislaufes eurer Eltern, dann letztlich den geistigen Kreislauf von und mit Mir. Ihr werdet von Mir genährt und erhalten, welche Nahrung eben die besagte Liebe und Nächstenliebe ist. Im geistigen Kreislauf gibt es nichts Körperliches oder Seelisches, und erst hier werdet ihr zur Vollreife geführt.

  13. Soweit erst einmal das Prinzip der geistigen Entwicklung, welches des Verständnisses wegen für euch nun auch möglichst einfach gehalten ist, und ihr könnt daraus erkennen, wie Ich aus den immer gleichen Prinzipien immer wieder Höherwertigeres aufzubauen imstande bin und ihr schon von Anfang an in eurer kreatürlichen geschöpflichen Bildung schon Geistiges erhaltet und in euch tragt, was freilich zuerst noch in euch schlummert, um dann, einem Dornröschen gleich, nach einem gewaltigen Seelenschlaf endlich zum geistigen Leben zu erwachen.

  14. So seid ihr nun auch erwacht, und ihr könnt, wenn ihr euch mit Mir verbindet, dann auch schon eine gewisse Eigenständigkeit eures gedanklichen Stromes bemerken, doch gesprochene Worte im Herzen von Mir erst, wenn ihr dort aus dem Säuglingsstadium heraus in die Phase des Kindes und Jugendlichen geführt werdet. In euch sollte jedoch vorerst der Gedankenstrom zu Mir deutlicher werden, bis ihr dann die Trennung und Eigenständigkeit Meiner Gedanken in euch erlebt. Das andere wird dann schon noch folgen, wenn ihr diesen demütigen Weg des Kreuzes voller Geduld und Liebe in aller Hingabe auch weiter schreitet. Das, was ihr als Säugling und Kleinkind mit euren Eltern erlebt habt, das werdet ihr nun auch im geistigen Verhältnis erleben, wenn ihr an Meiner Seite verbleibt. Aber diesmal erlebt ihr es mit vollem Bewußtsein, denn ihr erlebt es aus dem Geist heraus, den ihr schon gebildet habt.

  15. Nun, solche Mitteilungen lesen natürlich auch jene Menschen, die noch nicht hinreichend vorbereitet sind und die mit einem Gedankenstrom von Mir noch nichts beginnen können und die noch eher in einer gedanklichen Verbindung mit ihrer Seele stehen, die also noch im luziferischen Stadium beheimatet sind. Ja, Meine lieben Kinder, dann müßt ihr also, damit ihr euch an solchen Texten und Worten nicht stoßt, auch euer Kreuz tatsächlich annehmen wollen, sonst steht ihr in der Gefahr, daß ihr zum einen wieder stehlet und lüget und daß ihr zum anderen dennoch mit eurem Kreuz - und das sind dann auch eure Nächsten, zu Schaden kommet.

Amen. Soweit vorerst dazu. Ich könnte euch noch vieles mitteilen, aber da müsset ihr doch noch mehr an euch arbeiten wollen. Amen.




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