Die Durchdringung der Seele mit dem Geist

 

Sonntag, der 12. August 2012    9:50 Uhr M

Die Durchdringung der Seele mit dem Geist

  1. Ja, freilich will Ich, daß sich Meine Kinder in der inneren Selbstbeschauung üben, daß ihr versucht in dem Blick nach innen herauszufinden, warum ihr euer Kreuz meidet, wo ihr noch weltliches bevorzugt, warum ihr noch verletzt seid und weshalb ihr dem inneren Wachstum eures Geistes da noch zu viele Steine in den Weg legt und wo ihr Meine helfende Hand ausschlagt aus Angst vor der Welt und ihren Schergen und ihr dann im Selbstmitleid stehenbleibt. Was heißt überhaupt die innere Selbstbeschauung und wessen Selbst sollt ihr beschauen?

  2. Ihr sollt auf den Geist in eurer Seele schauen, ihr sollt auf ihn horchen, ihr sollt ihm gehorchen, ihr sollt ihm den nötigen Entwicklungsraum zur Verfügung stellen und dabei alles, was dem Wachstum des Geistes hinderlich ist, in der geduldigen und liebevollen Demut sanft aber eindeutig überwinden. Wer allerdings den Geist in sich entwickeln konnte und wessen Geist da schon in die Seele eingeboren wurde, der hat dann auch schon die Möglichkeit, daß er mit seinem Ichbewußtsein, - das eigentlich noch sehr luziferisch ist eben weil es das Bewußtsein der Seele beinhaltet, - auch genau diesen Geist oder besser gesagt dieses Geistkind in sich erreichen kann.

  3. Kann das Bewußtsein eurer Seele, also euer noch seelisches Ichbewußtsein diesen, durch die Liebe zu Mir und der daraufhin tätigen, das Kreuz überwindenden Nächstenliebe gebildeten Geist erreichen, was es im freien Wollen auch sollte, dann wird aus diesem noch seelischen Ich, dem luziferischen Ich, das in seinem Geist eingebettete, mehr und mehr werdende geistige Ich. Das vormals luziferische Ichbewußtsein von euch nimmt sodann das geistige Umfeld an und wird durch dieses geistige Umfeld gewissermaßen getragen und alles seelische erlischt für diese kurzen Momente, wo es euch gelingt im Geist zu verweilen. Ihr werdet ruhig und fühlt euch geborgen, doch nur für kurze Momente, denn euer luziferisches Ich kann diesen Zustand noch nicht so recht ertragen und lehnt sich dann doch wieder auf.

  4. Ist jedoch einmal euer Geistkind ausreichend gewachsen und gelangt es aus der mütterlichen Sphäre, welche dieser tätigen, aber beinahe noch blinden Nächstenliebe entspricht, nun doch endlich einmal in die Sphäre des Vaters, also zu Mir, dann werdet ihr auch sogleich die Stimme Meines Geistes in euch wahrnehmen während ihr vorher, in diesem, sich noch mehr an dem Nächsten orientierenden Stadium nur den mehr oder weniger bewußten Gedankenstrom von Mir vernehmt, allerdings immer vorausgesetzt, ihr nehmt euch eures Geistes an und kümmert euch auch tatsächlich um die Geistbildung und wollt nicht wieder dem Kreuze fliehen.

  5. Die Gefahr für euch liegt in dem, daß ihr zum einen überhaupt erst einmal dem Geist in eurer Seele gestattet, daß er sich in diesem luziferischen Umfeld bilden darf, denn es liegt auf der Hand, daß euer luziferisches Ich es eurem Geist nicht so einfach macht und es ihm deshalb auch nicht ohne weiteres gestattet, daß er sich dort mitteilen darf. So, wie ihr dies auch im Umgange mit euren Nächsten erlebt, die eben auch nicht so recht erfreut sind, wenn ihr dort aus dem Geist heraus tätig sein wollt, denn sie verstehen euch nicht und sie haben Furcht vor eurer geistigen Liebe und genau so, wie ihr euch in eurem persönlichem Umfeld erst einmal durchzusetzen lernt, damit ihr im Liebegeist tätig sein könnt, ebenso ist dies in der inneren Ausbildung eures Geistes der Fall, wobei diese innere Durchdringung eures Seelen-Ichs bis hin zum Geist allerdings die Voraussetzung für eure äußere Durchdringung ist.

  6. Wer diese Mitteilungen hier annehmen und verstehen kann, nun, der wird auch schon eine Geistreife besitzen und wer tatsächlich fähig ist, das hier Gesagte anzuwenden, der wird auch sicherlich schon aus dem Säuglingsstadium hinaus sein und hier liegt auch schon eine weitere Gefahr für die noch immer luziferische Seele, die in dem Säuglingsstadium ihres Geistes nicht unbedingt darum weiß, daß sich ihr Geistkind in der Seele schon gebildet hat. Normalerweise weiß es die Seele mit ihrem schon geläuterten Seelen-Ich durchaus, daß sich etwas Wunderbares in ihr gebildet- und daß sie eine konkrete Beziehung zu Mir entwickelt hat, welche ihr Kraft und Trost spendet, doch wenn die Umgebung dann doch wieder als zu bedrückend empfunden wird und es das Ichbewußtsein der Seele nicht mehr vermag bis zu ihrem inneren Geist durchzudringen, dann bleibt der Säuglingsgeist beinahe wie eine Waise zurück und dieser verwaiste Geist läßt es der Seele fühlen, daß er sich einsam und verloren vorkommt. 

  7. In diesem Stadium erhält die Seele von ihrem Geist viele Hinweise und Impulse und er läßt es seiner Seele nicht nur fühlen, sondern er legt es ihr auch ans Gewissen und etliche Träume werden eigens gebildet und der Seele zur Erinnerung gebracht, damit sie doch möglichst erwache und die Elternschaft ihres "Waisenkindes" übernehmen möchte. Die von ihrer Umgebung abgelenkte Seele kann darum auch ihren Geist "vergessen" einfach deswegen, weil sie Mich nicht mehr so deutlich und bewußt aufsucht und weil sie die Nächstenliebe in dieser aus Mir geborenen Liebe versäumt und das bedeutet eben, daß sie damit ihre geistige Elternschaft versäumt. Dann meldet sich auch sogleich ihr Geist und zeigt es an, daß er sich nicht mehr wohlfühlt, denn ihm hungert nach Liebe, die für euren Geist sogleich das tägliche Brot bedeutet.

  8. Euer Seelen-Ich ist in diesem Säuglingsstadium eures Geistes sogleich auch die Amme, ist also in der konkreten Nächstenliebe wie die Mutter. Doch weil ihr als in euer Seele verhaftet noch nicht die rechte Weise der Nächstenliebe kennt und anwendet und erst das Kreuz euch den Unterschied aufzeigt, so fühlt sich euer Geist als Waise, wenn ihr diese Nächstenliebe einstellt und euer Seelen-Ich fühlt sich isoliert und einsam. Nun kann euer Seelen-Ich wieder ins luziferische zurückfallen und durch allerhand Ablenkungen versuchen, diesen verwaisten Zustand seines Geistes durch den Konsum von Nervenäther zu verschleiern, zu verdecken und letztlich zu betäuben und dann stagniert das Wachstum dieses Geistes.

  9. Die Seele würde sogar durch ihre Auslegung der Nächstenliebe versuchen, dort ihren Geist mit Brot zu versorgen, doch weil die Seele in ihrem luziferischen Rückfall das Kreuz ablehnt und sich beschwert, so reicht sie ihrem Geist anstatt des Brotes auch nur wieder Steine, also anstatt der Geistnahrung auch nur wieder Nervenäther. Dieser Zustand ist an sich gewöhnlich und die träge Seele würde ihren Geist auch schon „verhungern“ lassen, wenn Ich nicht selbst in Meiner Barmherzigkeit einschreiten würde, um euren luziferischen Seelengeist wieder an die Kandare zu nehmen.

  10. Euer Seelen-Ich wird durch die innere Selbstschau bedingt vor allem dann veredelt und damit vergeistigt, wenn alles dem Geist in seiner Entwicklung hinderliche da konsequent aus dem Weg geräumt wird. So erwirbt sich euer Ichbewußtsein der Seele mehr und mehr die Fähigkeit einer "Mutter", wenn ihr konsequent Meiner gedenkt, wenn ihr euch an Mich haltet und wenn ihr deshalb eure Nächstenliebe anwendet und sie auch durchhaltet. Weil euer bevorzugtes Ichbewußtsein in diesem Stadium aber noch mehr in eurer Seele verweilt und nur höchst selten zum Geist gelangt, so kann sich euer Geist nicht so deutlich und direkt mitteilen, wie er es gerne möchte und sollte, sondern er muß als Kind der Seele dort auf seine Mutterseele achten und warten obwohl er als Geist an sich weit über seine Seele steht.

  11. Anders geht es nicht, denn ihr in eurem seelischen Ich müßt euch die Vergeistigung eurer Seele ja selbst verschaffen und deswegen müßt ihr in eurer Seele selbst diese Durchdringung bis hin zum Geist freiwillig anstreben. Die Eltern eures Geistkindes seid ihr also selbst: Einmal über diese Liebe zu Mir, die euch alles überwinden läßt und zum anderen über eure Nächstenliebe, die ihr darum durchhalten könnt, weil ihr real mit Mir zu tun habt und es nicht mehr euer Scheingeist in seinem Nervenätherkonsum ist.

  12. Gut, die Gefahren sind deutlich. Ihr müßt überhaupt in eurer Seele ausgeboren werden als Geist und dann müßt ihr achtgeben, daß ihr dort nicht unnötig verwaist. Ihr selbst seid in eurer Liebe zu Mir und den Nächsten die Eltern eures Geistkindes und das müßt ihr beachten und konsequent fortführen. Eure persönliche Umgebung zeigt euch auch sehr genau euren inneren Zustand an und wenn es, wie es sehr oft der Fall ist, dann für euer Ichbewußtsein zu schwierig ist sich in eurem luziferischen Umfeld zu behaupten, dann müßt ihr eben darauf achtgeben, daß ihr euch nicht wieder unnötig in eure Nervenätherkonsumwelt verliert durch allerlei Trostreflexe geboren aus dem Selbstmitleid eurer Seele. Die innere Selbstbeschauung läßt euch auch dieses Mitleid eurer Seele erkennen, die über die letzten Trotzreste mit dem luziferischen Zustand eurer Nächsten mitempfindet und euch nur wieder an diese Ätherwelt bindet, anstatt daß ihr euch an den Geist wendet.

  13. In vielen Gesprächen, in euren Schriften, ja auch in euren Kundgaben ist dieser Zustand noch sehr deutlich wahrzunehmen. Ihr sollt nach innen schauen, ihr sollt zu Mir schauen, ihr sollt euch schreibend und vor allem in der Nächstenliebe betätigend an Mich wenden, doch ihr dürft nicht dem Kreuze fliehen, welches euch konsequent zu Mir führt. In vielen Schriften die dem Geistigen gewidmet sind, finden sich solche Rückfälle der Seele, die anstatt beim Geist zu verweilen, sich dann doch nur wieder der Welt zuwendet. Ich selbst werde euch in eurem Herzen ansprechen und werde in euch deutlich vernehmbar sein, doch dazu müßt ihr auch in Meine Sphäre des Geistes gelangen und das bedeutet, daß ihr diese mütterliche Erziehung eurer Seele durchhaltet, um innerhalb eurer Seele auch als Geistkind soweit auszureifen, damit ihr Mich stimmlich hört und nicht nur gedanklich angesprochen werdet.

  14. Viele, die in den letzten Jahrzehnten als Meine Weinbergsarbeiter tätig gewesen sind, standen durchaus in dieser inneren Ansprache des Geistes, doch war dies nur diese gedankliche Ansprache, wie sie beispielsweise auch bei Bertha Dudde noch gegeben war und bis auf die heutige Zeit war es kaum möglich, daß sich endlich einmal jemand ganz gezielt und bewußt bis in Meine väterliche Sphäre begibt um diese kindgeistige Phase zu überwinden, so wie es noch dem Lorber oder Mayerhofer und z.T. auch dem Leopold Engel möglich gewesen ist. Es ist zwar diese gedankliche Ansprache nicht verkehrt, aber sie ist auch nicht völlig richtig, denn solange euer Geist sich noch im Umfeld eurer guten Seele befindet, solange hat das Luziferische noch diesen Einfluß und kann ihn geltend machen. Erst wenn sich euer Seelen-Ich eindeutig und klar bei Mir befindet, erst dann ist der Einfluß Luzifers auf euer Seelen-Ich kaum noch gegeben. Doch dazu muß der Geist auch beträchtlich in der Seele wachsen und genau diesen Umstand vermisse Ich noch bei euch.

  15. Welche Gefahren in der weiteren Ausbildung eures Geistes auf euch zukommen liegt auf der Hand und ihr braucht ja nur einmal in dem Werke der Jugend Jesu nachlesen, was Mir so alles begegnet ist. Wohl jenen von euch, die sich schon in Ägypten befinden, die also den Nachstellungen Herodes enthoben sind. Es ist nicht so einfach, diesem heutigen Herodes zu entrinnen und vor allem dann nicht, wenn ihr euch zu früh und zu unbedacht aus der sicheren Obhut eurer Seele begebet, denn gut Ding will Weile haben. Ich sehe da etliche soseinwollende Weinbergsarbeiter, die sich in der einen oder anderen Art und Weise nur wieder selbst zur "Waise" machen, weil sie ihrer geistigen Eltern nicht gedenken und hier vor allem nur den Nervenäther für sich abgreifen. 

  16. So wird das nichts, Meine Kinder! Es ist ja kaum jemand halb geistig wiedergeboren und wie sollte es dann möglich sein, daß sich da jemand von euch auch erfolgreich in der Welt behauptet?! Ihr müßt euch noch alle mehr um die innere Geistbildung kümmern und vor allem dürft ihr nicht mehr versuchen, euch über euren Anhang mit Nervenäther zu versorgen, denn dann bleibt ihr diese Waisenkinder bzw. ihr werdet noch nicht einmal ausgeboren werden können, wie dies der Mehrheit der sogenannten Geistgeschwister entspricht, die da nur schwanger sind und in Kindsnöten herumlaufen.

  17. Ja, wer Mein Kind in sich trägt und wer also als Brautseele sich da mit seinem Öl (Nächstenliebe) genügend bevorratet hat um die Befruchtung mit Meinem Geist nicht nur zu erleben sondern auch die Schwangerschafts- und Geburtsnöten zu überstehen, der wird seinen Geist mit Liebe bedenken und wird sich durch diesen Geist der Liebe auch in Seiner Seele führen lassen.

  18. Habt ihr doch schon eurer leiblich-seelischen Kinder wegen eine große Liebe und um wieviel mehr dann gegenüber dem so - unter Kreuz und Leiden - gebildeten Geistkind. Schaut also zu, wie ihr eurem Kind- und das seid ihr selbst, da die Hindernisse wegräumt, so daß ihr noch die rechte Freude an eurem Geist erlebt auch dann, wenn ihr als Geistkind in eurer Welt werdet wirken wollen und sollen. Doch wer da noch in seinem Umfeld, innerhalb seiner Familie, mit seinem Ehegfährten etc. sich in dieser Isolation befindet, wer dem Liebegeist in sich noch keinen äußeren Raum geben kann, der möge nun endlich erwachen und sich von dem Nervenätherkonsum verabschieden. Also kein Selbstmitleid mehr und die endlich deutlichere Abkehr dieser luziferischen Zustände.

  19. Ein Wort noch zu Meinen Kindern, die im Schreiben zu Mir stehen und die glauben, daß sie Mich auch tatsächlich erreichen. Ja, Meine Lieben, wenn ihr felsenfest der Meinung seid, es mit Mir zu tun zu haben und daß es also stimmt, was dort aus eurer Feder geflossen ist, dann könnt ihr das ja auch leicht in eurer Umgebung zeigen und dann werdet ihr euer Kreuz auch leicht ertragen und die euren werden sich ein Beispiel an eurer Liebe nehmen. Aber saget selbst, seid ihr nicht oftmals unsicher und wißt ihr dann nicht, wer oder was dort aus euch geschrieben hat?

  20. Ja, solange ihr in diesem unbewußten Zustand der Nächstenliebe steht und euer Kindgeist entweder nicht gebildet ist oder aber noch als Waise fühlt, solange werdet ihr die bewußtere gedankliche Ansprache und sogar die Trennung eures gedanklichen, seelischen Stromes von jenem eures Geistes nicht erkennen noch erleben können. Denn erstens hättet ihr noch keinen Geist und so könnte sich euer gedanklicher Strom auch nicht klären und trennen und zweitens, solange ihr euch eures inneren Geistes nicht bewußt zuwendet und diese innere Selbstschau nicht übet, solange wird euer Seelen-Ich auch nicht diese geistige Position eures Geistes erreichen und annehmen können.

  21. Seid dort gescheiter und paßt auf, daß ihr euch nicht in euren Schriften oder Worten verliert. Meine Liebe hat immer eine konkrete Grundlage und wo die bei euch nicht gegeben ist und wo ihr euch innerhalb eurer Nächsten isoliert habt, da habt ihr eures inneren Geistes nicht genügend bedacht. Daß dann später in der ägyptischen Phase eine gewisse Zurückziehung des Geistes geschieht ist etwas anderes.

  22. Bedenkt solches und anderes und nehmt es euch zu Herzen und dann wird das große Werk eurer geistigen Bewußtwerdung schon gelingen.

    Euer euch liebender Vater Jesus. Amen.

 

 

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