Die Bildung der parallelen Ichs und ihrer Traumwelten

Montag, 16. April 2012 10 Uhr M

    Die Bildung der parallelen Ichs und ihrer Traumwelten

  1. Dort, wo ihr früher aufgrund eures eigenen Trotzes verletzt wurdet, hängt ihr mit eurem Ich fest. Ist die Verletzung groß, dann etabliert sich ein Neben-Ich, eine Nebenpersönlichkeit tritt auf, die allerdings noch immer mit dem Haupt-Ich verbunden ist. Sind die Verletzungen zu groß, dann können diese Neben-Ichs oder auch Spaltpersönlichkeiten das Haupt-Ich, die Hauptidentität, bedrohen, indem sie eigene Welten, Traumwelten, schaffen.

  2. Ich will immer die Hauptidentität stärken, damit sie, wie es die Wachstumsringe eines Baumes zeigen, konzentrisch, also vom Lebenskern aus wächst und sich deshalb auch keine Neben-Ichs bilden können. Die Äste wären dann die vom Baum gebildeten Neben-Ichs, die allerdings, weil vom Zentrum des Baumes aus versorgt, dann auch nicht abgespalten sind, sondern das Zentrum versorgen und vom Zentrum versorgt werden Sie würden die Stellung des Stammes nicht bedrohen, sondern würden sich ihm demütig unterordnen.

  3. Würden diese Äste vom Kern abgespalten, so würden sie vertrocknen, und wenn diese Äste andererseits zu viel aus dem Mark heraussaugen, dann würde der Stamm verfaulen. Würden diese Neben-Ichs also in ihren Verletzungen zu sehr festhängen, dann könnten sie die Aufgabe des Stammes nicht unterstützen und würden selbst, verletzungsbedingt, zuviel aus dem Mark heraussaugen. Deshalb muß der Stamm und hiermit das Mark die Haupt- und Zentralidentität des Baumes bleiben, und es ist immer besser, er würde trockene Äste abwerfen, als daß er sich von seinen Ästen her dominieren ließe.

  4. Bilden sich zu früh diese Neben-Ichs aus, dann bedeutet das für den Baum, daß seine Lebenskraft zu früh in die Äste fließt und sie darum zu schnell zu groß werden und den eigentlichen Stamm verkümmern lassen, um dann selbst zwei oder drei- oder mehrstämmige Bäume zu bilden die jedoch, im Vergleich zum eigentlichen gesunden Stamm, zusammengenommen nicht die Kraft haben wie sie der einzelne Stamm aufgrund des normalen Wachstums besitzt und deshalb müssen diese Nebentriebe rechtzeitig erkannt und gestutzt werden. Diese Aufgabe übernehmen die Eltern bei euch, doch wenn die Mutter dort nicht sorgsam achtgegeben hat, dann kann nur noch der Vater eine Korrektur vornehmen und muß den schon groß gewordenen Trieb, also das Neben-Ich seines Kindes, zurechtstutzen. Und genau das funktioniert nicht mehr richtig, wenn sich die Mütter zu sehr mit dem Ich ihres Kindes verbinden, und der Vater hat es dann eigentlich mit zwei Stämmen oder mit einer Hauptidentität, der Mutter, und einem großen Neben-Ich, einem großen Ast am Stamm der Mutter, nämlich dem Kinde, zu tun. Mutter und Kind, also Stamm und Hauptast verbinden sich und saugen zuviel aus dem Mark heraus. Das Mark wäre in diesem Beispiel der Vater. Die Mutter hält das Ich des Kindes zulange in ihrem Ich fest und macht es damit zu ihrem Neben-Ich, und beide zusammen reduzieren das Mark des Vaters oder aber es findet eine Trennung innerhalb solcher Familien statt, wie das bei euch ja gewöhnlich auch der Fall ist.

  5. Mutter und Kind bilden gewissermaßen eine Identität und diese Identität stellt sich über den Vater, und somit wird ihm das Mark aus den Knochen gesaugt. Diese Neben-Ichs, die aufgrund des Trotzes automatisch gebildet werden können, werden nur durch die Annahme des Kreuzes wieder der Hauptidentität zugeführt. Ich stärke also immer nur eure Hauptidentität und lasse die Neben-Ichs, diese Spaltpersönlichkeiten sich in der Nächstenliebe wieder der Hauptidentität anfügen. Dazu gehört allerdings, daß diese Neben-Ichs in die Demut gehen, damit sie nicht die Hauptidentität bedrohen oder sich selbst noch mehr verletzen. Ihr könnt nicht immer deutlich bemerken, wann die Hauptidentität in eines ihrer Neben-Ichs flüchtet, aber ihr könnt es sehr gut an den äußeren Merkmalen erkennen. Wenn z.B. die eigenen Eltern nicht als solche erkannt und angenommen werden, dann ist schon ein sehr starkes Neben-Ich gebildet, das quasi eine ersatzelterliche Welt aufbaut, sie mit seinen Gedanken nährt und damit auch einen Parallelzustand manifestiert, der neben dem eigentlichen Haupt-Ich lebt.

  6. Diese aus den Verletzungen gebildete Parallelwelt stärkt darum auch nicht eure Hauptidentität, sondern stärkt nur das Parallel-Ich, das Neben-Ich. Damit wird jedoch die Hauptidentität geschwächt. Die Sinne, die in der Welt der Hauptidentität zentriert sein sollen, damit sich der Mensch auch dort in seiner Realität bewährt, werden dann immer mehr von dem Parallel-Ich, dem Neben-Ich, in Anspruch genommen. Es fängt an mit seinen Vorstellungen und Ideen das Haupt-Ich zu bedrängen, und das Haupt-Ich läßt sich dann eines Tages übertölpeln und geht im Neben-Ich auf. Das Verhältnis kehrt sich sozusagen um, und nun muß das Haupt-Ich für die Aufrechterhaltung der Parallelwelt sorgen. Also ein hochgradig luziferisches Verhältnis, wo die Träume und Phantasien, die aus den Verletzungen und Enttäuschungen geboren sind, dem Haupt-Ich dann vorschreiben wollen, was es zu tun und zu lassen hat. Das bedeutet in der Praxis, daß z.B. solch ein sehr trotziges Kind sogar seinen Eltern als Hauptidentität vorschreiben will, was sie zu tun und zu lassen haben. An die Stelle der Eltern treten dann später eben andere Menschen.

  7. Dieses Verhältnis Kind-Eltern obwaltet also auch im Ich des Kindes und die Funktion der Eltern, die in Liebe angenommen werden, stärkt die Ich-Identität des Kindes, das somit zur eigentlichen Hauptidentität durch die Identifikation mit den Eltern wächst und gedeiht. Doch wenn die Verbindung Eltern-Kind nicht funktioniert, dann funktioniert damit auch nicht die Stärkung der kindlichen Identität, sondern diese Parallel-Ichs, diese Nebenpersönlichkeiten treten auf und kämpfen gegen die Hauptidentität, hier in den Eltern vorgebildet. Diese nervlichen Muster werden dann vom heranwachsenden Kind übernommen, und später findet dieser Kampf in diesem Kinde selbst statt. Was vorher also im Zusammenleben mit den Eltern innerhalb der Familie vorgekommen ist, nimmt nun später innerhalb des kindlichen Ichs seine entsprechenden Anteile an, und für jede im kindlichen Bewußtsein erlebte Spaltung zwischen Eltern und Kind werden innerhalb des kindlichen Bewußtseins also diese Parallel-Ichs gebildet und gestärkt. Somit zeigt sich der Zustand einer jeden Familie auch innerhalb des Ichbereichs der betreffenden Menschen, und wenn die Familienstruktur schon desaströs ist, dann kann die daraufhin gebildete Ichstruktur solch eines davon Betroffenen auch nur sehr instabil und damit also auch nur nervenkrank sein. Was vorher außerhalb wahrgenommen wurde, tritt nun verstärkt innerhalb der Seele auf. Soweit erst einmal prinzipiell.

  8. Wenn nun also die Umkehrung und letztlich die Korrektur und damit die Heilung der seelischen Ich-Identität vonstatten gehen soll, dann muß solch ein Mensch alles was von Gott kommt annehmen, muß also Gott in Jesus über alles und den Nächsten wie sich selbst lieben. In dem konkreten Nächsten schenke Ich euch die Heilung, weil in diesem Nächsten auch alle diese vorher vom kindlichen Bewußtsein erlebten Spaltungen auftreten, und der in sein Neben-Ich gefallene Mensch vermag es dann - wenn er Mich über alles liebt und diesen konkreten Nächsten, in welchem eigentlich Gott selbst zu ihm kommt, wie sich selbst liebt - vermag es dann also, daß er durch dieses Kreuz mit dem Nächsten dann tatsächlich eine Liebe aufbringt und gebiert, die alle seine Neben-Ichs der Hauptidentität wieder anfügen. Das ist eben das besagte Kreuz.

  9. Beide Ehepartner sind im Grunde genommen soweit komplementär und sich in ihrer Seele damit auch gegenseitig ergänzend, damit auch wirklich gewährleistet ist, daß sich diese beiden Menschen wieder in der gegenseitigen Annahme des selben Vaters als Jesus und der daraufhin geschenkten gegenseitigen Liebe heilen. Die Ehe ist deshalb eine Heilungs-Vergesellschaftung, weil der einzelne Mensch sich nicht mehr alleine heilen kann, wenn er sich vorher mutwillig aus dem elterlichen Verband herauskatapultiert hat. Ich füge beide Ehegefährten so genau zusammen, daß sie in der Annahme ihres Kreuzes auch tatsächlich wie ein Leib und eine Seele werden, wenn sie Mich über alles lieben können und den Nächsten, also nun auch den Gefährten, wie sich selbst lieben.

  10. Das zusammen genommen nenne Ich auch den Lebensmittelpunkt, weil die gegenseitige Ausrichtung auf Gott in seiner personalen Gestalt als Jesus euch an Leib und Seele wieder gesunden läßt. Der Lebensmittelpunkt ist dann gegeben, wenn ihr in der konkreten Auseinandersetzung mit einem sichtbaren Nächsten und hier eben euren Ehegefährten, euch in Meiner Obhut so liebhabt, wie Ich euch liebhabe. Wenn ihr diese geschwisterliche Liebe insoweit umsetzt, daß ihr euren Nächsten in der konkreten Anschauung so lieben könnt, wie ihr euch selbst lieben könnt, so könnt ihr auch niemals verletzt, beleidigt oder empört sein.

  11. Der Hauptfehler und überhaupt die Gefahr dabei ist, daß ihr euch nicht in der Hauptidentität stärken laßt, weil das Kreuz weggestoßen wird und ihr euch als Opfer seht. Dadurch werden nur wieder diese Parallel-Ichs gestärkt und die Spaltung der Ichpersönlichkeit bleibt damit bestehen. Die oder das Neben-Ich kann durchaus funktional innerhalb gewisser Grenzen agieren, kann z.B. Menschen betreuen und kann ihnen raten und sie auf das Gute hinweisen, doch weil dies nicht aus der Hauptidentität kommt, so schwächen alle solche Vermittlungen und Versuche nur wieder die Hauptidentität und saugen sie gewissermaßen aus. Diesen Prozeß nenne Ich auch „Gottspielen“, bzw. das Stadium des Luziferisten. Solch eine Handlung einer guten Seele saugt aus ihr zu viel Mark heraus, weil sie an diesen Handlungen zu viel Träume, Wünsche, Phantasien hineinlegt, die nur aus ihren eigenen Verletzungen stammen und die niemals etwas mit Mir als dem realen Gott zu tun haben. Das ist also das luziferische Stadium einer guten Seele, die jeder Mensch hier auf Erden durchlaufen muß. Solch ein Mensch baut sich eine Parallel-Welt durch die eigenen Vorstellungen auf und ist dann allerdings nicht in der Lage, diese Parallel-Welt auf die eigentliche Welt zu übertragen, und das kann auch niemals funktionieren, weil ein Parallel-Ich eben nicht die Hauptidentität ist und die wirkliche Welt eben nur von der Hauptidentität mit Hilfe des göttlichen Vaters aufgebaut wird. Gott ist doch selbst die ureigenste Hauptidentität, die euch in Mir entgegenkommt, und wenn ihr schon hier nicht diese Ur-Identität annehmt, sondern nur in einem verletzungsbedingten Neben-Ich bleibt, dann könnt ihr auch nichts Gescheites hinbekommen. Das ist ja auch Hitler und allen solchen geschehen, die ihre Vorstellungen gewaltsam in die Realität übertragen wollten. Die also ihre Parallelwelten mehr oder weniger gewaltsam im Diesseits etablieren wollten, ohne zu begreifen, daß die Umsetzung oder die Ausführung von Wünschen und Vorstellungen nur immer mit Mir im Zuge der uneigennützigen Nächstenliebe, aber doch niemals nur rein luziferisch, also ohne Mich und damit ohne diese reale Nächstenliebe, geschehen kann.

  12. Luzifer ist in diesem Vergleich also nur wie ein trotziges und verletztes Parallel-Ich zu betrachten, das seinen Willen behaupten will und das also gegen die Hauptidentität streitet. Ob nun gegen die Eltern oder ob gegen Gott selbst, das bleibt sich gleich. Darum muß auch unbedingt das Kreuz her, wenn der Mensch dort wieder zur Einheit und Einfältigkeit des Herzens zurückkehren will. Weil Luzifer allerdings auch der Herr der Träume, der Phantasien und der Vorstellungen ist, so flüchtet das Parallel-Ich natürlich auch gerne in diese aus seinen Phantasien erschaffenen Parallelwelten und gibt dann unbewußt immer mehr Anteile seiner Hauptidentität an das Parallel-Ich ab. Die Hauptidentität hat ja normalerweise alle 5 Sinne in ihrer Aufmerksamkeit und kann sie nach ihrem Willen einsetzen und das muß sie auch, will sie in ihrer Persönlichkeit wachsen. Doch wenn sie nicht aufpaßt, dann gibt sie Sinn um Sinn an den trotzigen Gegner ab, also an ihr Parallel-Ich ab. Das Parallel-Ich könnte z.B. schon ins Jenseits schauen, könnte schon von dort etwas vernehmen, könnte dort handeln und etwas bewirken und dennoch würde dies nur innerhalb einer traumatisch-luziferischen Vorstellung sein und würde kaum etwas mit einer Realität zu tun haben.

  13. Reale jenseitige Ergebnisse und Ereignisse gibt es nur, wenn sie von der Hauptidentität ausgehen, und das also auch nur dann, wenn die Hauptidentität als Stamm-Ich noch über alle ihre Sinne hier im realen Bezug verfügt und sie effektiv und ihrem Willen gemäß in Meiner Liebe einsetzen kann. Ist es für eine Hauptidentität als Stamm-Ich nicht mehr möglich, sich in der Realität aller ihrer Sinne zu bedienen, um hier auch zu funktionieren, dann hat sie also schon zuviel der Kompetenzen an ihr Parallel-Ich abgegeben und muß nun also schauen, wie sie ihren Lebensmittelpunkt wieder hier im Diesseits zentriert. Sie muß Sinn für Sinn zurückerobern, und dazu verhilft ihr allerdings dann auch die Liebe zum konkreten Nächsten. Es macht in solch einem Stadium dann auch keinen Sinn, sich mehr mit der Peripherie und all diesen von dem Neben-Ich vermittelten Aufgaben, Menschen und Situationen zu befassen, denn sie stärken das Stamm-Ich nicht, stärken die Hauptidentität nicht, sondern saugen nur noch mehr Mark heraus, und der eigentliche Stamm, die Seele als solche, würde damit siechen.

  14. Soweit erst einmal als grober Überblick, und ihr könnt dann selbst schauen, wo ihr noch steht. Diese parallelen-Ichs können mit allen möglichen Bezeichnungen versehen werden, ob es nun die Spaltpersönlichkeiten und multiplen Ichs der Psychologen und Psychoanalytiker sind oder ob es die „Grauen“ in der Esoterik- und der UFO-Gemeinde sind oder ob es die buliminösen hochgradig depressiven Patienten der Ärzte sind oder ob sie als die Besessenen in der Religion bezeichnet werden. Auch die Satanisten spalten, wie gesagt, bewußt das Ich der Menschen auf, um es in viele Unter-Ichs zu treiben, und dazu bedienen sie sich vorzugsweise eben der Methode, die Familien zu zerstören. Sind die Familien einmal zerstört, so ist, wie ihr sehen könnt, damit auch die Ichstruktur derjenigen Menschen zerstört.

  15. Nur die Liebe zu Mir und die damit verbundene real geleistete Nächstenliebe vermag es, die Spaltung der Ich-Identität zu vermeiden oder sie, wenn diese Spaltungen schon geschehen sind, wieder rückgängig zu machen. Denn alle Spaltungen und Verletzungen sind nur immer nervlich, bestehen also aus nervlichen Erregungen und bedienen sich der induktiven Übertragung. Keine nervlichen Regungen jedoch sind real, sondern sie unterstehen alle dem luziferischen Seelengeist, der guten Seele also, die auf diese Art und Weise glaubt wie Gott zu sein und es dennoch nicht ist, weil niemals ein nervliches Gut das geistige, das real-geistige aus Gott ersetzen kann. Deshalb komme Ich euch real als Gott selbst entgegen, damit Ich euch aus diesem luziferischen Nervenstadium befreie. Durchs Kreuz allerdings. Dem Kreuz, welches ihr mit euren Nächsten habt, die ihr im eigentlichen selbst seid, weil jeder Nächste auch einen Anteil in eurer Seele reflektiert.

Amen. Amen. Amen.

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