Die Annahme des Erbes Luzifers

Donnerstag, 8. Dezember 2011 7:30 Uhr

Die Annahme des Erbes Luzifers

  1. In all diesen durch die nervliche Disposition ausgetragenen Anfeindungen, Liebschaften und Verhaltensweisen, kommt also nur wieder jener sich aus dem Naturreich ergebende Überlebenskampf zum Ausdruck, der freilich nichts mit Meiner Liebe und demzufolge auch rein gar nichts mit dem sich darauf gründenden Christentum gemein hat. Der Widerstandswert, der im Trotz und also auch in der Eigenliebe liegt, ist das Erbe Luzifers, und dieses Erbe tritt eben der gute Seelenmensch immer dann an, wenn er durch seine nervlich-seelischen Muster bedingt für diesen oder jenen die Partei ergreift und seine Positionen bezieht, ohne daß er aus dem göttlichen Geist heraus die Ursachen und die Folgen davon bedenkt oder überschaut, ohne daß er also das Ganze sieht und berücksichtigt.

  2. Das luziferische Erbe verursacht eine rein trotzige Reaktion, bei welcher der Mensch genau dort verharrt und auf sich selbst bezogen reagiert, wo er seinerzeit in seinem Lebensfelde steckengeblieben ist. Dort hat er noch immer Angst, dort sieht und hört er Mich kaum, dort kann er Mir nicht vertrauen, dort hadert er mit Mir und seinen Nächsten, denn dort lebt noch der aus der gefallenen Schöpfung stammende Widerstand gegen Mich und damit auch gegen die reine und uneigennützige Nächstenliebe und die Frage taucht ständig auf und wird gebetsmühlenartig wiederholt, was ihm dieses oder jenes nutze, und so fällt solch ein Mensch durch sein Angst- Mißtrauens- und Unsicherheitsgefühl in sein äußerst begrenztes Denken zurück, welches ihn innerhalb dieser eng gesetzten nervlichen Verletzungsmuster gefangen hält.

  3. Die Annahme des luziferischen Erbes bedeutet, daß sich der Mensch in all seinen Reaktionen noch immer innerhalb dieser nervlich-seelischen Muster aufhält, die durch seinen Widerstand gegen seine Eltern, gegen seine Nächsten und letztlich gegen Mich gebildet wurden. Es findet eine Reaktion gegen Mich und die von Mir geschaffene Ordnung statt, und anstelle daß ihr aufgrund der freiwilligen Einhaltung Meiner Ordnung dann endlich von eurem trotzigen Widerstandswert befreit werdet, findet nur wieder eine Auflehnung und Rechtfertigung statt, wo ihr euch also doch wieder zum armen und bedauernswerten Opfer gestaltet und damit aus Mir wieder einen schlechten, wenn nicht sogar einen bösartigen Vater machet.

  4. Wer hingegen in Meiner Ordnung verbleibt und Mich als liebevollen Vater erkannt und angenommen hat, der kann und wird sein luziferisches Erbe als Widerordnung gegen Meine Ordnung von innen heraus überwinden, indem er durch seine demütige und hingebungsvolle Haltung bedingt sein Kreuz geduldig auf sich nimmt, es trägt und damit also seine - durch die Annahme Luzifers - verseuchten und erkrankten Nerven reinigt und heilt. Solch ein Mensch - und das seid ihr nun hoffentlich alle - kann und wird von innen heraus die Überwindung seines luziferischen Erbes erleben, er wird von innen heraus von Mir geführt und gestärkt. Es wird durch den Prozeß der ständigen Verbindung zwischen seiner Gottesliebe und Nächstenliebe sein Geist gezeugt und entwickelt und diese Art der reinen Gottes- und Nächstenliebe wird von ihm nur durchgestanden, weil er durch seine ständige Liebe zu Mir sich auch in einer kontinuierlichen Vergebung und Segnung befindet, sich also in einem ständigen Gebet mit Mir vorfindet und es ihn doch sehr betrüben würde, fiele er aus dieser ständigen Liebesbezeugung zwischen Mir und seinen Nächsten heraus.

  5. Sind diese nervlichen Manifestationen also nur die Bekundungen des luziferischen Bewußtseins, die auf dem Weg zu Mir überwunden werden müssen, so sind sie für euch aber dennoch innerhalb eurer nervlich-seelischen Konstitution real. Eure sich auf diesen nervlichen Mustern gründende Weltsicht und eure daraufhin erlebte Wirklichkeit ist eben nur Resultat eurer seelisch-nervlichen Verfassung, die allerdings nichts mit Mir und Meinem Geist der Liebe zu tun hat. Ist es für den Nomaden noch die ihn umgebende Mutter Natur in welcher er lebt und mit der er sich arrangieren muß und hat der Heide durchaus schon die väterliche Sphäre erreicht und versucht dadurch, sich diese äußere Natur untertan zu machen, so lebt jedoch nur das christliche Bewußtsein allein in der Anschauung des göttlich-väterlichen Geistes und kann mit Hilfe dieser realen geistigen Verbindung nun alle seine sich noch in den Vorstufen befindlichen Seelenanteile dann auch geistig erreichen und kann und wird sie geistig mitentwickeln und wird innerhalb seiner Seele die Nomaden und Heiden bis hin ins christliche Bewußtsein führen und wird diesen inneren Prozeß dann auch schon nach außen hin miterleben und nachvollziehen.

  6. Dem luziferischen Bewußtsein des Nomaden oder Heiden und auch dem des alttestamentarischen Auge um Auge und Zahn um Zahn Streiters ist das allerdings unmöglich. Sie vertreten alle ein Gottesbild, das noch zu weit von der Realität entfernt ist, und somit lebt deren Bewußtsein noch sehr traumatisch oder anders gesagt, noch sehr nervlich. In diesen Vorstufen, die noch die gefallene Schöpfung darstellen, wird nicht dieser innere Geistbildungsprozeß zwischen der göttlichen Vaterliebe und der reinen Nächstenliebe angestrebt, noch überhaupt verstanden, geschweige denn durchgehalten, sondern dort findet nur wieder die äußere, sinnliche Wahrnehmung statt, eben genau jene, wie sie sich aus der Sichtweise der sinnlich-nervlichen Wahrnehmung heraus ergibt, denn die äußeren Sinne unterliegen der Herrschaft der Seele und wenn sich die Seele nun doch zu sehr ihren nervlichen Mustern annähert, so sieht und begreift die Seele nur das, was sich innerhalb ihres nervlich-seelischen Kontextes befindet.

  7. Der an seinen Nerven ausgelaugte und zerrüttete Mensch findet demzufolge eine andere Wirklichkeit vor bzw. sie wird ihn über seine sinnliche Wahrnehmung anders zugeführt als jener, der nervlich noch relativ gut beieinander ist. Daraus ergeben sich auch alle unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen, doch nur dem geistig Schauenden ist auf Anhieb klar und deutlich, daß solche Mitmenschen sich innerhalb der Mauern ihrer nervlichen Gefängnisse, sprich Dogmen befinden und nur er sieht den Weg und Ausweg daraus - und wie dieser lautet, dürfte für euch hoffentlich kein Geheimnis mehr sein.

  8. Also werden auch die Sinne in zweifacher Hinsicht gelenkt: Einmal kann der sich um den Geist bemühende und ringende Mensch nun auch die inneren Sinne ausbilden und kann damit die allumfassende Realität über seine nervlichen Muster hinaus erfahren und zum anderen kann der mehr seelengute Mensch, wie er sich insgesamt vorfindet, nur gewisse, eben für ihn positive Nervenmuster bilden und wird diese sich darauf aufbauende Realität erwarten und einfordern und sie also über seine äußeren Sinne erleben wollen.

  9. Das ist ein heikler Punkt, denn andere sich auch an positive Muster haltende Menschen können sich ja im Gegensatz zu den ersten und zweiten befinden und wenn sich der Geistmensch einzig an Mich hält, so fällt er aus diesem internen Konflikt heraus und es stehen sich dann die Menschen mit ihren nervlich-seelenguten Mustern trotz bester Absicht dennoch feindlich gegenüber und ihr ihnen insoweit wie ihr selbst noch solche Gefühlsreste oder nervliche Restmuster habt. Alle nervlich-sinnlichen Wahrnehmungen verhalten sich zueinander wie es im Tierreich gezeigt wird, denn jedes Muster kämpft um die Vorherrschaft oder um sein Überleben und jedes Muster erzeugt ein darauf aufbauendes Gottesbild, doch real ist und wird nur, was sich mit dem einzig realen Geist und demzufolge mit dem göttlichen Vater selbst verbindet.

  10. Das könnt ihr noch nicht deutlich genug sehen, denn ihr leidet ja noch immer an eurer Nervenschwäche, aber hin und wieder sollte euch dennoch auffallen wie Mein Geist innerhalb eurer luziferischen Wahrnehmung auftritt und die Dinge neu regelt und eine für euch deutlichere Realität schafft. Doch solange ihr selbst noch jenes luziferische Erbe verlangt und verteidigt, solange könnt ihr Meine Präsenz oder Meine Wirklichkeit innerhalb eurer von eurem Trotz umnebelten Sinne nicht wahrnehmen, denn solange schaut ihr primär nach außen und eben nicht nach innen zu Mir.

  11. Ich bin sicherlich in einer allumfassenden Wirklichkeit, eben in der Wirklichkeit zugegen, und Meine Gegenwart ist für euch eine geistige Präsenz und Essenz, die euch das Leben kostet, würde Ich Mich nicht Meiner Liebe zu euch wegen nur so gedimmt und verhüllt zeigen wie es eure Nerven und Sinne zulassen, aber ihr ahnt es und Ich lasse es euch hin und wieder fühlen wie allumfassend Meine Liebe ist, damit ihr nicht in und an euren nervlichen Mustern und Gefängnissen zerbrecht und damit ihr euer Kreuz aushaltet, mit welchem ihr eure Seelengefängnisse überwindet.

  12. Ein Umstand ist euch allerdings kaum klar, und den will Ich noch kurz beleuchten: Jedes nervliche Muster besitzt eine bestimmte wenn auch sehr enge und begrenzte Wahrnehmung der Realität, während es über eine viel größere Scheinrealität verfügt. In dieser Scheinrealität lebt das luziferische Ich vorzüglich und in dieser spielt es Gott, und diese Scheinrealität versucht es in die wirkliche Realität zu übertragen, was aufgrund der luziferischen Kämpfe scheitert. Ich hingegen versuche, daß die Scheinrealität kleiner wird und daß die wahre Realität sich entwickelt. Nun verfügen jedoch beide Wahrnehmungen über ihr eigenes Gottesbild und das bedeutet, daß selbst in der Scheinrealität des luziferischen Bewußtseins eines Menschen, der Mich mit seiner Liebe schon erkannt und angenommen hat, er dennoch in die andere Gottesvorstellung hinüberwechselt und Mich als Jesus außen vorläßt. Befindet er sich in seinem luzernem1 Bewußtsein, dann mag er wohl denken, daß er mit Mir als seinem Jesus zu tun hat, doch in Wahrheit hat er sich von Mir dann nur ein Bild gemäß seiner eigenen Vorstellungen gemacht und betet also diesen Götzen seiner luziferischen Wahrnehmung an. Ich bin es dann jedenfalls nicht, dem er huldigt und zu dem er betet, sondern er hat mit seinem aus den Wünschen seiner nervlichen Wahrnehmung heraus erschaffenen Götzen zu tun. So hält er seinen Götzen für Mich und wundert sich, daß nichts aus seinen Gebeten wird.

  13. Sicherlich dürfte euch das bekannt sein, aber in der euch eigenen Trägheit und damit also auch Vergeßlichkeit gegenüber den geistigen Tatsachen, kann Ich gar nicht oft genug betonen, daß ihr nur dann mit Mir zu tun habt, wenn ihr eben nicht in eurem luziferischen Wahn seid. Die damaligen Juden, die Mich ans Kreuz schlagen ließen, glaubten ja auch, daß sie ihrem Gott gehorchten und also ist es heute noch immer so. Ihr könnt zwar Jesus, Jesus, rufen und euch auf Mich berufen und angeblich in Meinem Namen Wunderheilungen tun und Sonstiges, doch ohne Meinen Geist und also ohne Meine tatsächliche Mitwirkung, die ihr euch durchs Kreuz erwerben müßt, wird da nichts geschehen.

  14. Ihr wißt das und ihr könnt danach handeln, und ihr werdet die Früchte dieser geistigen Haltung auch erkennen und erleben, doch wäre euer Trotz noch zu groß und wäre somit eure auf dieses luziferische Erbe aufbauende Sicht noch dermaßen verweltlicht, dann könnt ihr Meinen Namen bis in alle Ewigkeit rufen und trotzdem nichts erkennen oder annehmen, einfach deswegen, weil ihr Mich in solch einem Zustand weder erkennen noch annehmen könntet. Darum muß Ich auch bei euch des öfteren von außen her über gewisse Unpäßlichkeiten nachhelfen, damit ihr wieder in diese kindliche Demut gelangt, denn nur in dieser erkennt und liebt ihr Mich als euren Vater.

  15. Und genau das wird sich diese Jahre auch wieder bewahrheiten, wo die Menschheit in nie erlebte Trübsal, Ängste und Sorgen fallen wird, denn viele ihrer Hauptnervenmuster laufen nun aus und müssen sich in der Realität als untauglich erweisen, und so wie gegenwärtig die inneren Werte der Menschheit deshalb zerfallen sind, weil sie Meine Ordnung vehement bekämpft haben, so zerfällt denn auch sogleich die äußere und die Menschheit droht in die dekadenten Vorstadien der Tiermenschen zurückzufallen. Jedoch, Meine Lieben, fürchtet euch nicht, denn Ich bin euch ja schon nahe, denn ihr habt ja eure Katastrophen und Apokalypsen erlebt und seid dabei, euch von Luzifers Testament zu verabschieden, doch die Menschheit insgesamt huldigt ihm noch und so versuchen gegenwärtig viele Machthaber, daß sie Luzifers Testament gerade jetzt im Hinblick auf die Weltherrschaft umsetzen.

  16. Denn was steht im Testamente des Götzen Luzifers? Nun, nichts weiter, als daß er eben nach der Weltherrschaft greift, und um dieses Ziel zu erreichen, muß er eben Meine Kinder versuchen, verführen und verraten. Er muß sie kreuzigen und kann dann nur hoffen, daß sie dann auch wirklich tot bleiben, denn von einer Auferstehung hält er freilich nichts und will davon auch nichts wissen. Doch genau hier scheiden sich die Geister, denn Meine Kinder erstehen in einem neuen Leben, und daß dies diesmal ebenso gelingt, dafür bin Ich bei euch. Also habt ihr auch nichts zu fürchten von der Welt und ihrem Urteile, denn der Stab wird soeben über sie gebrochen.

Amen. Ich sage euch, bleibt wachsam und fürchtet euch nicht. Amen.

1Bedeutet hier luziferisch

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