Das zweite große Seelenmuster

 

Sonnabend, der 23. August 2014  8:10 - 9:10 Uhr  blau 12°  tagsüber 20° M

Das zweite große Seelenmuster

  1. Nachdem nun also sich das erste Menschenpaar doch wieder nach Luzifer gerichtet hatte und diesen Fakt mit der Zeugung von Kain bekundete, nachdem nun also dieses erste große Seelenmuster in deren Wirklichkeit getreten ist und Ich damit als der böse Vater ausgemacht war, der es seinen Kindern nicht erlaubte, sich wie Götter zu benehmen und so zu handeln, ist die Möglichkeit der Einflußnahme seitens des Trotzes, also des Widerparts gegenüber Mir, damit schon wieder in einem enormen Maß erhöht worden. In Kain also, dem fleischgewordenen Trotz gegenüber Meiner Führung und Erziehung manifestierte sich das erste große Seelenmuster erneut, welches schon Luzifer seinerzeit seine Vollkommenheit geraubt hatte, doch in Kain kam es noch vehementer zum Ausdruck.

  2. Gut soweit, doch wie zeigte sich sodann das zweite große Seelenmuster, daß Ich da schon aktiv bekämpft wurde in der Zusammenarbeit zwischen Kain und Eva, weil sich deren beider Trotz stärker verband und weil es Eva damit versäumte, dem Kain dort sehr konsequent in dessen Begehren entgegenzutreten? Adam als Herr und Vater stand ja nun deutlich unter Meiner Führung und also hätte er doch diese Liaison zwischen Kain und Eva verhindern können, oder etwa nicht?

  3. Nun, Vater insoweit, daß er da hätte den Kain in allem erreichen können um seinen Trotz zu brechen war er so eben nicht, denn in der Seele Kains war aufgrund dieser Bedingungen, die zu seiner Geburt führten, ja schon diese sehr starke Trotzverbindung zwischen seiner Mutter und ihm angelegt, so daß im Hintergrund Luzifer schon lauerte ohne daß es ihnen so bewußt gewesen wäre. In Kain lebte damit schon der Widerspruchsgeist, der durch diese Liebe und eben Eigenliebe Evas noch verstärkt wurde und es verhinderte, daß Adam seinen ersten Sohn dort deutlicher erreichte und aus diesem Grund heraus, konnte Adam den Kain nicht so zu Mir führen, wie er es gern gewollt hätte, sondern Kain verblieb bei seiner Seelen-Mutter und gelangte weder richtig in die Sphäre von Adam noch von Mir. Kain wurde also dem Adam schon ungehorsam.

  4. Letztlich fehlte auch dem Adam die Kraft, sich gegenüber Kain und Eva in der Liebe zu Mir durchzusetzen, denn in Eva hatte er seine große Liebe, die ja auch konkret und sichtbar tagtäglich vor seinem Angesichte war während Ich, seiner Wahrnehmung nach, ja nur ab und an bei ihm verweilte. Er konnte also in seinem Zustand der Liebe, die er zwischen Eva und Mir geteilt hatte, Mich nicht mehr so deutlich wahrnehmen und deswegen überhöhte er automatisch seine Eva und damit reduzierte er gleichsam seine Liebe zu Mir und Kain war eben die Folge davon.

  5. Gut, in Abel wurde das immerhin korrigiert, doch der Zwiespalt war gegeben. Das zweite große Seelenmuster war gebildet, weil sich Eva zu sehr mit Kain arrangierte und weil diese beiden daraufhin dem Adam seine Kraft raubten und er sie nicht weiter zu Mir hinführen konnte. Er hätte in ihnen die Liebe zu Mir aufzeigen und erwecken sollen, doch verblieb er in der Ehrfurcht und vermittelte den Seinen deswegen weniger diese Liebe als vielmehr die Furcht vor Mir. Eva konnte in der Liebe Adams zu ihr zwar eine große Liebe ihr gegenüber fühlen und annehmen, doch andererseits war in dieser Liebe eben auch die Furcht vor Mir, seinem göttlichen Vater enthalten und diese Furcht ließ sodann in dem Bewußtsein von Kain diese fixe Idee entstehen gleich den heutigen Menschen, daß Ich da also gleichgültig, lieblos und böse wäre.

  6. Versteht, diese Seelen-Muster seinerzeit betrafen den Adam noch nicht so direkt und unmittelbar, wie dies die heutigen Männer und Väter ertragen müssen, denn seinerzeit war Ich ja sehr viel deutlicher von den ersten Menschen auszumachen und also bezogen sich von Anfang an diese nervlich-seelischen Trotzmanifestierungen deutlich auf Mich und ließen den Adam da gewissermaßen noch frei, doch heutzutage ist dieser Freiraum so nicht mehr gegeben, denn kaum jemand lebt da in diesem festen Bewußtsein mit Mir, wie dies seinerzeit generell gewesen ist. Also alles, was damals abgelaufen ist und sich konkret gegen Mich gerichtet hat, verläuft heutzutage genauso ab, doch steht eben heutzutage der Mann und Vater da eben weitaus mehr im Brennpunkt und damit ist die Position, die Ich da seinerzeit in dem Bewußtsein der Menschen eingenommen habe, heute eben von Mir hinweg sogleich auf die Väter und Männer übertragen worden.

  7. Beim ersten Fall wurde die Trennung in Mann und Frau vollzogen, denn das erste Seelenmuster schrieb Mich ja schon als bösen Vater fest und also mußte ich dem Adam, der mit Mir gehadert hatte, eben Meine Liebe bekunden und so erhielt er seine Eva. Doch hätten die beiden eben in dieser geschwisterlichen Liebe verbleiben sollen und hätten sich nicht der geschlechtlich tierischen Zeugung hingeben dürfen, doch weil sie es taten, deswegen verloren sie ihren geschwisterlichen Status und fielen in diese väterlich-mütterliche Position, also Spaltung, mit welcher sie es über die Aufzucht ihrer Kinder erst erreichen konnten, diese geschwisterliche Beziehung zueinander wieder zu erreichen, diesen Spalt also zu überwinden. Die Eltern müssen gerade auch durch die Erziehung ihrer Kinder soweit an sich selbst arbeiten, daß sie ihren einstigen Fall, der ja zur Geburt ihrer Kinder beitrug, wieder rückgängig machen sollten und dadurch benötigten sie eben die eheliche Verbindung um die Hürde von Mann und Frau einerseits zu überwinden, also den ersten Fall, und um andererseits nun auch den zweiten Fall zu überwinden und das ist eben das Erreichen der geschwisterlichen Liebe in der Liebe zu Mir und das gelingt eben nur, wenn die Eltern ihre Positionen von Vater und Mutter durch die Treue und den Gehorsam zu Mir überwinden, weil da weder die Mutter noch der Vater sich an ihre Kinder seelisch vergreifen, sondern sie müssen da getreulich in der Liebe zu Mir und ihren Nächsten durchhalten.

  8. Adam hatte den Kain zwar in seiner Obhut, doch seiner Furcht vor Mir wegen konnte er dem Kain nicht die Liebe vermitteln, die er selbst nicht besaß und deswegen hatte auch er es versäumt, sich diese Liebe zu Mir zu verschaffen und damit betrog er letztlich auch den Kain, der sowieso schon einen gewissen Mangel an der Liebe zu Mir hatte, doch zeigte er andererseits genau diese Liebe zu Mir, die er hätte aufbringen sollen, der Eva. Das eben erlebte der Kain, wie sein Vater sich in der Liebe zur Eva ergab, doch die Liebe zu Mir nicht so deutlich vernehmbar gewesen ist und gut, dann hat sich Kain eben auch mehr an Eva gehalten und die beiden begingen denselben Fehler, den Anfangsfehler allerdings, den ihr alle dort begangen habt.

  9. In der Konsequenz bedeutet solch ein Verhalten also, daß Ich in der Wahrnehmung dieser Menschen allerdings für lieblos und letztlich für böse gehalten werde und so übernimmt dann eben die Frau und Mutter all das Gute, was Mir damit vorenthalten wird. Also die Mutter erhält sodann unverdientermaßen, was zuerst Mir und später dem Vater gestohlen wird und ja, das ist eben die Konsequenz des zweiten großen Seelen-Musters, daß dem Vater letztlich alles gestohlen oder geraubt wird und Mutter und Kind tun sich darin gütlich.

  10. Das ist für einen jeden Vater betrüblich und für Mich also umso mehr und das bedeutet in der Konsequenz, daß sich der Trotz oder sagen wir auch, daß sich diese aus dem Trotz ergebende Sexualität dann nur wieder fort und fort pflanzt und daß solche Menschen damit ihre Gelegenheit verspielen nun doch noch diese geschwisterliche Liebe zu erreichen, welche allein Kennzeichen der göttlichen Liebe ist und sie lieber mit einer sexuellen oder eben auch dieser luziferischen Form vorlieb nehmen. Adam hätte seinen Sohn zum Bruder erhalten und seine Eva zur Schwester, wenn er seine Liebe zu Mir in dieser Weise weitergeführt hätte, doch das hat er, euch allen gleich, ja eben versäumt und deswegen steht ihr ja alle auch in der Nachfolge Adams und Evas.

    Amen. Soweit erst einmal für heute. Amen.