Das vordergründige Sein

Mittwoch, 23. Dezember 2009   9.30 Uhr    M

Das vordergründige Sein

  1. Ich bedenke euch immer danach, was ihr - eurem guten Willen wegen - von Mir annehmen wollt. Es ist für euch allerdings immer leichter, euch des Schönen und Guten zu rühmen, das ihr schon habt und welches ihr sodann vermehren wollt, als daß ihr gerade in diesem Ruhm den Einfluß des Gegners bemerkt, der das Schöne und Gute und also auch das Wahre und Gute eurer Seele benutzt, um euch aus der tiefen Liebesbeziehung zu Mir herauszulocken, damit ihr euch im Schönen und Guten eurer Seele verliert, welches ihr nur als Ersatz und als Lohn der Sünde dafür erhaltet, nicht wieder zu Mir, nicht an Mein Herz und also auch nicht an euer Herz und somit auch nicht an das Herz eurer Nächsten zu gelangen. Dieser Ersatz, den ihr im Schönen und Guten dafür erhaltet, eben nicht in Meiner göttlichen Liebe zu sein, stellt für eure Seele das Genußmittel zur Verfügung, mit welchem ihr der Hurerei frönt, ohne daß es euch auch nur annähernd bewußt ist, weil ihr diesen alten Begriff der Hurerei ausschließlich auf das sexuell-sinnlich-Adamitische bezogen habt. Doch daß die Strukturen der Hurerei nur wieder die alte Abgötterei aufzeigen und verdeutlichen, die von Luzifer als jenem Ersten ausgehen, der in seiner äußeren Verstandesweisheit und dieser folgenden Selbstgerechtigkeit aus freiem Wollen von Mir als dem inneren Geist in seinem Herzen abgefallen ist, das ist für euch noch nicht erkennbar gewesen, weil ihr selbst noch auf und in diesem Bewußtseinsstadium gefangen seid.

  2. Freilich hättet ihr das auch schon mehr oder weniger deutlich an euch erkennen können, weil euch im Hinblick auf eure Nächsten nichts groß gelungen ist, obwohl Ich euch doch seinerzeit gesagt habe, daß ihr doch Größeres als Ich tun könnt. Wie das im Falschen zu verstehen ist, habt ihr nun gesehen und deshalb wißt ihr auch sehr deutlich darum, daß man in diesem Bewußtsein, größeres als Ich zu tun, dann sehr leicht im luziferischen Stadium hängenbleibt und dort zwischen der Angst und Lust oder auch zwischen dem Schönen und Häßlichem hin und her taumelt. Im schönen Genuß wähnt ihr euch als Gott und so möchtet ihr diesen, euer körperliches Wohlbefinden steigernden Genuß auch unbedingt erhalten oder noch steigern, während ihr dadurch, daß ihr es doch nicht von Mir als dem göttlichen Geist in euch bekommen konntet, hinterher in das leere und eure Seele schädigende Isolations- und Einsamkeitsgefühl zurückfallt, welches eurer eigenmächtigen Erhebung zu Gott allezeit folgt.

  3. Weil dies eurer Seele nichts nutzt und es ihr sogar zu Schaden gereicht, deshalb bin Ich als Vater ständig bemüht, euch aus diesem vordergründigen Zustand eurer Seele herauszuführen, wo ihr euch im Gottesbewußtsein wohlgefällt, ohne tatsächlich im göttlichen Liebesbewußtsein zu sein. Ihr glaubt dann nur, der schönen Gefühle wegen, daß ihr im göttlichen Bewußtsein wäret und seid dann bitter enttäuscht, wenn ihr im sogenannten "Gottspielen" von anderen Menschen und sehr oft sogar von euren eigenen Ehegefährten nicht anerkannt werdet, ohne zu bedenken, daß diese anderen euer luziferisches Stadium sehr deutlich fühlen und auf ihre Art und Weise darauf reagieren.

  4. Allein daran könnt ihr für euch auch sehr spürbar die Folgen erkennen, welcher dieser vordergründigen Bewußtseinsstufe inne liegen, die eben nicht die Kraft besitzt, die Gegenwart zu gestalten oder wenn es sich darum handelt, einen anderen am Leib gesunden zu lasen, dann eben nicht über die schöpferische Kraft zur Gesundung verfügt und dergleichen mehr. Es bleiben nur lose Versprechen, die mit vielen Worten in Szene gesetzt werden und anschließend, wenn beim anderen nicht die gewünschten Änderungen oder Reaktionen auftreten, die beim Gottspielen erwartet werden, anschließend werden die so gutgläubig Verführten dann sogar noch der Halsstarrigkeit oder sogar noch der Besessenheit bezichtigt, und man beginnt, aus ihnen den Teufel auszutreiben und das alles nur, weil derjenige, der sich im göttlichen Bewußtsein wähnt, in diesem seinem Wahne glaubt, böse Geister seien für das Mißlingen seiner Unternehmung verantwortlich, ohne selbst gewahr zu werden, daß der böse oder besser gesagt der unreife Geist dann selbst in ihm ist und sich deshalb nicht weiterentwickeln kann, weil die dafür so notwendige Geduld und Demut fehlt. Wer jedoch dieses luziferische Stadium in sich überwinden will, der muß dafür aber auch diese himmlische Geduld mit den anderen aufbringen, dem muß also der sinnliche Genuß mit dem anderen einerlei sein, der darf sich deshalb nicht daran stören, wie schlimm der andere in dieser oder in jener Beziehung ist, denn sonst setzt er den inneren Geist in sich, der ihn über alle diese Zustände mit dem anderen hinweghilft, dann nur wieder ins zweite Glied zurück und die gewohnte Sinnlichkeit mit der altbekannten Befriedigung mit dem Schönen tritt an diese Stelle der Seligkeit. Deshalb habe Ich euch auch immer wieder empfohlen, mehr und mehr zu vergeben, damit ihr selbst auch aus der Schuldzuweisung und dem Gefangensein in der Vergangenheit durch solche verletzende Vorfälle herausgelanget und dadurch nicht in eine Zukunft verfallt, in welche ihr sodann flüchtet, weil ihr eure Gegenwart nicht annehmen wollt.

  5. Zum Gottspielen gehört also nicht nur, daß ihr die häßlichen Zustände eurer Nächsten nicht ertragen könnt, weil ihr auf das Schöne abonniert seid, sondern es gehört dazu auch und steht im direkten Zusammenhang damit, daß ihr eure Gegenwart in bestimmten Situationen nicht ertragen wollt. Nun denken ja die meisten Menschen, daß gerade zu Weihnachten, wo es sich doch um die Geburt ihres Erlösers handelt, der allerdings am 7. Januar und nicht am 24. Dezember vor ca. 2000 Jahren geboren ist, daß also gerade zur Weihnachtszeit das Schöne und "Besinnliche" zum Ausdruck kommen sollte, und um diesem Wunsch Nachdruck zu verleihen, so gibt es dazu allerhand Geschenke und anderes, die Seele des Menschen scheinbar Erbauliches.

  6. Kann, nach dem bisher Gesagten, das tatsächlich im Sinne des Erlösers sein, der euch doch gerade aus solchen, eure Seele schädigendem, doch immer noch luziferischem Einfluß, befreien möchte, wenn ihr gerade zu Seinem Andenken das Häßliche ausklammert, es nicht wahrhaben wollt und alles unternehmt, daß diese andere Seite des schönen Zustandes nicht zum Tragen kommt, wo sie doch dieselbe Berechtigung für ihr Dasein hat, wie es auch der schönen Seite zukommt? Sollte Ich, als Gott, denn auch der anderen, der häßlichen Seite in euch und anderen, nicht dieselbe Entwicklung zum Göttlichen gewähren, die Ich euch als in der guten Seite stehend, liebend gerne gewähre? Ich komme doch gerade zu den Armen, zu den Gestrauchelten, also zu jenen, die an der scheinbar so guten Seite eurer Gesellschaft zerbrochen sind, die damit aber auch an eurer guten Seite zerbrochen sind, weil sie selbst, weil die Eltern, weil die Kirchen, weil der Staat und viele andere nur immer Gott gespielt haben, ohne in dieser geistigen Verfassung zu sein, zu der man ohnehin nur gelangt, wenn man Mich mehr als alles andere liebhat. Letztlich zerbricht der Mensch daran, daß die gute Seite, die er will und die er fordert, zu ihrer Aufrechterhaltung dann eben zuviel nervlich-luziferische Kraft erfordert, um das häßlich-Böse in ihm nieder zu halten, und eines Tages kehrt dies doch zurück und fordert für das Schöne, was solch ein Mensch all die Jahre ge- und verbraucht hat, dann seinen Tribut.

  7. Zu eurer Welt gehören also diese beiden Zustände, die aus der Entfernung des luziferischen Bewußtseins zu Mir resultieren, und wenn ihr diese Entfernung zu Mir überwinden wollt, um die tatsächliche Geburt und Neugeburt eures Bewußtseins zu erleben, dann müßt ihr eure schöne Seite ebenso Mir aufopfern, wie ihr es mit eurer häßlichen Seite zu tun gedenkt, denn das eine bedingt das andere. Ich sollte euch mehr, viel mehr sein als es euch eure schöne Seite eures Bewußtseins ist, die nur vordergründig göttlich ist.

Amen. Amen. Amen.

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